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99ers - VSVDer VSV hat seinen Weg vor Augen

Seit über 14 Tagen ist der neue VSV-Vorstand im Amt. Die Schlagzahl seiner Entscheidungen ist immens. Heute warten starke Grazer.

Sauve (rechts) hat schon unterschrieben, Wolf fällt heute aus
Sauve (rechts) hat schon unterschrieben, Wolf fällt heute aus © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber)
 

Wenn die Arbeit zu lange aufgeschoben wurde, müssen eben die Tage in den Ferien genützt werden. So manche Schüler oder Studenten können ein Lied davon singen. Der VSV hat die Ärmel ebenfalls aufgekrempelt. Gröbere Konfrontationen hat der Klub nun hinter sich. In der blau-weißen Familie versucht man derzeit, sich aneinander zu gewöhnen. An die neuen Personen, die neue Struktur, die neuen Voraussetzungen. Zwei Wochen ist es her, dass die Vorstandsgruppe um Sprecher Gerald Rauchenwald übernommen hat. Die vermeintlich ruhige Zeit gestaltete sich daher ordentlich turbulent. Auch, weil der intensive Spielplan zusätzliche Aufmerksamkeit eingefordert hatte.

Ein langfristiges, strategisches Konzept bleibt der Klub noch schuldig. Die Erklärung? „Für uns war es wichtig, sofortige Einsparungen im organisatorischen Bereich vorzunehmen. Durch den Abgang von Ulf Wallisch und die Vertragsauflösung mit Hans Winkler sind Gelder frei geworden. Sie sollen der Mannschaft zugutekommen“, plädiert Rauchenwald (Sportvorstand), der vor allem mit Andreas Schwab (Finanzvorstand) die Richtung vorgibt. „Wir haben erkannt, dass wir Treuhänder sind, und verwalten Gelder, die für den Sport eingesetzt werden müssen. Und damit muss den Fans wieder ein vernünftiges Eishockey geboten werden.“ Ob der Villacher Weg damit gestorben ist? „Keineswegs. Aus dem eigenen Nachwuchs kann aber nicht mit Spielern gerechnet werden. Wir werden kurzfristig Villacher zurückholen und uns mit österreichischen Spielern verstärken. Das bedeutet maximal neun Imports plus einen ausländischen Torhüter“, verspricht Rauchenwald. Ein Name, der sich um den Unterbau kümmern könnte: Philipp Pinter. Der VSV betont aber, dass er nur seine Ideen präsentiert habe, aber noch nichts entschieden sei.

Die Kaderplanung läuft auf Hochtouren

Die VSV-Kaderplanung für 2019/20 muss nebenbei laufen. Zu Jamie Fraser (bis 2021 plus Option) gesellen sich Yann Sauve (hat einen Vertrag bis 2020 unterschrieben) und Jerry Pollastrone (Rauchenwald: „Wird demnächst unterschreiben“). Sie sollen eine tragende Rolle spielen. Wer grundsätzlich Verträge unterzeichnen darf? „Die gesamte organisatorische Abwicklung, die für Mannschafts- und Vereinsbetrieb notwendig ist, übernimmt Rene Wild. Interimistischer Geschäftsführer ist jetzt Schwab. Es gibt keinen Schnellschuss bei der Entscheidung.“ Finanziell gibt es übrigens keine Turbulenzen, wie Rauchenwald versichert. „Alle vertraglichen Verpflichtungen des laufenden Betriebs werden erfüllt. Es herrscht kein Liquiditätsproblem.“

Apropos Finanzen: Im Zuge der Übernahme wurde betont, dass mit neuem Vorstand sofort neue Sponsoren aufgestellt werden könnten. Einer davon bezahlt Ken Strong, obwohl dieser ursprünglich keinen Cent erhalten wollte. „Es ist nur eine kleine Aufwandsentschädigung, damit seine Kosten gedeckt sind“, bremst Rauchenwald. „Unsere strategische Ausrichtung zielt darauf ab, vermehrt Sponsorleistungen sicherzustellen. Wir versuchen derzeit, bestehende zu verlängern und neue abzuschließen.“

Eine schwierige Aufgabe kommt heute auf den VSV zu. Sportlicher Natur. Die Blau-Weißen gastieren bei den starken Graz 99ers. Die Steirer dürften Topscorer Colton Yellow-Horn schonen. Bei den Villachern drohen Felix Maxa (Knöchel) und Bernd Wolf (Schulter) auszufallen.

Kommentare (1)

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pink69
8
3
Lesenswert?

das

hier rasches und vor allem richtiges Handeln notwendig ist, steht außer Zweifel . Auch steht außer Zweifel das der Headchoach Unterluggauer und sein Assistent Peitner beurlaubt gehören. Dieses Gespann war und ist leider immer noch für den sportlichen (Miß-)Erfolg zuständig und hat eine noch nie dagewesene Bruchlandung in der Vereinsgeschichte hingelegt. Wenn ein neuer Anfang, dann komplett. Und nicht mit den Leuten, die für das Versagen verantwortlich sind und waren !! Man darf sich auch von Siegen gegen mittlerweile "Amateurmannschaften" wie Zagreb nicht blenden lassen und glauben, jetzt ist der "turning point" erreicht...der ist noch in weiter Ferne... aber man sollte davon ausgehen, dass dies Herrn Rauchenwald als Eishockeyfachmann bewusst ist oder sein sollte.

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