Graz99ers - BratislavaWandervogel Anthony Peters hat sein Nest gefunden

Goalie Anthony Peters wechselte im Sommer nach Graz und zeigt sich bereits begeistert von Stadt und Klub. Das bekommt auch seine Familie in Kanada tagtäglich zu spüren.

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Anthony Peters gefällt es in Graz © GEPA pictures
 

Wenn die Fans in der Grazer Eishalle bereits im ersten Spiel deinen Namen skandieren und "Peters, Peters"-Sprechchöre zu hören sind, kannst du als neue Nummer eins im steirischen Tor nicht viel falsch gemacht haben. Anthony Peters avancierte zum Saisonauftakt mit seinen Paraden schnell zum Publikumsliebling, auch wenn es am Ende knapp nicht zum Sieg reichte. "Solche Fans zu haben, ist fantastisch. Das gibt mir richtig viel Kraft. Es geht aber immer um das Team, deshalb müssen wir hart arbeiten, damit sie schnell über Siege jubeln können", erklärt der kanadische Tormann. Bisher gingen beide Spiele verloren, vor allem beim 2:5 in Laibach machten die Steirer nicht immer eine gute Figur. "Wir müssen endlich unser bestes Spiel abliefern, am besten schon am Freitag. Das Team ist richtig gut und es macht richtig Spaß, hier zu sein."

Auch abseits des Eises fühlt sich der Neuzugang komplett wohl. Seit seinem Wechsel im Sommer erkundet der Kanadier in seiner Freizeit die steirische Landeshauptstadt. "Ich komme aus einer kleinen Stadt in Kanada und hier in Graz ist fast jedes Gebäude älter, als Kanada selbst. Die Altstadt ist traumhaft", erklärt Peters, dessen Familie auch "Opfer" bringen muss. "Ich schicke ihnen fast jeden Tag Videos und Fotos. Mittlerweile gehe ich ihnen damit schon auf die Nerven", scherzt der 30-Jährige.

Seine Familie lebt nach wie vor in der kanadischen Provinz Ontario. Deshalb stehen Telefonate fix am Tagesprogramm. "Sobald es mit Corona wieder möglich ist, kommen sie nach Graz. Ich will ihnen alles zeigen und sie freuen sich darauf." Mit seinen 30 Jahren hat Peters bereits eine beeindruckende Karriere hinter sich. Er spielte in der nordamerikanischen AHL und ECHL. 2019 wechselte er zu den Iserlohn Roosters nach Deutschland, wo er, wie in der letzten Saison beim schwedischen Klub Allsvenskan, zu den besten Goalies der Liga zählte. Nun hat er mit den Grazern viel vor. "Auch, wenn es sich abgedroschen anhört, Graz gefällt mir von allen bisherigen Stationen am besten. Ich werde alles versuchen, um so viel Spiele wie möglich zu gewinnen." Während es am Eis noch nicht damit funktionierte, gibt es im Privatleben die ersten Erfolge. Mittlerweile kann er sich für die Sprechchöre der Fans auf Deutsch bedanken. Sein erstes erlerntes Wort: "Dankeschön."

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