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EishockeyPaul Huber - Der Senkrechtstarter aus Graz

Der Grazer Paul Huber empfängt Dienstag um 19.15 Uhr in der EBEL mit Tabellenführer Salzburg seinen Ex-Klub, die 99ers. Der 19-Jährige debütierte erst kürzlich und erzielte auch ein Tor.

Jung-Bulle Paul Huber (r.) will auch Dienstag gegen die Graz 99ers vollen Einsatz zeigen © GEPA pictures
 

Aufgeregt sei er nicht, wenn er heute auf die Graz 99ers trifft. „Aber es ist schon etwas Besonderes, wenn man gegen den Verein spielt, bei dem man mit Eishockey angefangen hat“, sagt Paul Huber vor dem heutigen EBEL-Duell  zwischen Red Bull Salzburg und den Moser Medical Graz 99ers unaufgeregt.

Acht Spiele hat Huber für die Mozartstädter schon in den Beinen. Vor zweieinhalb Wochen gab der 19-Jährige in der höchsten Spielklasse sein Debüt gegen Bozen. Und seine Nummer 52 sollte den Gegnern bald als „kämpferisch-lästig“ in Erinnerung bleiben. Beim Spiel gegen Innsbruck erzielte er seinen Premierentreffer. „Das war ein unbeschreibliches Gefühl“, sagt er mit leuchtenden Augen.

Seine Augen leuchten aber auch, wenn er von seinem großen Vorbild spricht: Thomas Raffl. „Er gibt mir wertvolle Tipps und hilft mir weiter, wie auch Mario Huber. Wir Jungen, die von der Akademie und den Hockey Juniors echte Profiluft schnuppern dürfen, werden überhaupt sehr gefördert. Hier wird einfach schneller und härter gespielt als in der Alps Hockey League. Wir bekommen Eiszeit und lernen so immer dazu“, sagt der 19-Jährige und betont dabei, wie sehr sein Trainer Matt McIlvane die jungen Salzburger Spieler fördert.

Von Graz nach Salzburg

Mit 15 Jahren wechselte Huber nach Salzburg in die Eishockey-Akademie von Red Bull. „Ich hatte sie mir zuvor schon mit meinen Eltern angeschaut und war total überwältigt. Die Trainingsmöglichkeiten, das ganze Drumherum, findet man sonst nirgends“, kommt er ins Schwärmen. „Ich wollte Eishockeyprofi werden. Aber so einfach wird man nicht aufgenommen.“

In Zell am See stellten sich 2015 die Weichen für den 192 Zentimeter großen Stürmer, der im Vorjahr maturierte und sich nun auch einem Online-Wirtschaftsrecht-Studium widmet. Er absolvierte ein „Try out“ beim World Tournament. „Als ich erfahren habe, dass ich genommen werde, war ich total glücklich“, erzählt Huber.

Aber auch für Österreichs U20-Nationalteam ist Huber eine wichtige Stütze. Bei der jüngsten Weltmeisterschaft der Division 1A in Minsk hat er ordentlich aufgezeigt. Vier Tore und vier Assists steuerte Huber zum WM-Gruppensieg der Österreicher bei und war so maßgeblich daran beteiligt, dass das U20-Team sensationell in die Top-Division aufsteigt. Russland, Schweden, USA und Tschechien sind die Gegner bei der WM in Edmonton. Huber wird nicht dabei sein. „Es wäre schön gewesen, aber ich bin dann mit 20 Jahren leider schon zu alt. Ich drücke dem Team aber fest die Daumen, dass sie gut spielen“, meint er bescheiden.

Beim heutigen Spiel gegen Graz will Huber wieder aufzeigen und sich weiter im Team des Tabellenführers verankern.

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Leberknoedel
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Nachwuchsarbeit in Graz

Wäre er in Graz geblieben, dürfte er jetzt wahrscheinlich mit Hrn. Natter in Weiz spielen.

Als die Grazer Eishalle umgebaut wurde, hat man auf Schulungsräume mit Videoanlagen verzichtet, dafür gibts für Vips und Supervips zwei Ebenen und man kann vom Pissoir des Vip-Klubs aufs Eis schauen.

Da freut sich der Nachwuchs!

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