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Aus in der Nationalliga

Der ATSE meldet sich ab

Aus, vorbei. Der ATSE zieht sich aus finanziellen Gründen aus der Nationalliga zurück, der Verein macht aber mit dem Nachwuchs weiter. "Jugendarbeit war immer unsere Kernkompetenz", so ATSE-Boss Maier.

© GEPA
 

Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es offiziell: Der Arbeiter-, Turn- und Sportverein Eggenberg, kurz ATSE, stellt den Spielbetrieb in der Eishockey-Nationalliga ein. Völlig überraschend kommt das für die wenigsten. Wer etwa ATSE-Boss Fritz Maier am 31. März nach dem verlorenen Finale gegen Innsbruck erlebt hatte, konnte sich ausrechnen, dass es um den Klub nicht allzu gut stehen konnte.

Während die Tiroler drinnen feierten, schlurfte der Klubchef um die Eishalle - mit Tränen in den Augen. Das Aus wollte er nicht zugeben, noch nicht. Auch nicht, als sich die Anfragen häuften. Erst am Mittwoch erklärte ein aufgeräumt klingender Maier: "Ja, es ist aus. Nach reiflicher Überlegung ziehen wir uns definitiv aus der Nationalliga zurück. Egal was bei der Ligasitzung am 13. April beschlossen wird. Eishockey ist in Graz für einen Zweitligaklub als Nummer zwei hinter den 99ers nicht finanzierbar. Da will ich keinem etwas vorgaukeln."

Die Euphorie verschwand

Der Knackpunkt sei für Maier der mangelnde Zuschauerzuspruch gewesen: "Das lief nicht wie erhofft. In der Oberliga gab es noch eine gewisse Euphorie, jetzt ist der Budgetposten Fans quasi nicht mehr existent. Von den Zuschauereinnahmen konnten wir nicht einmal Eiszeiten und Schiedsrichter bezahlen. Das Produkt ATSE wurde nicht angenommen, warum auch immer."

Auch finanzielle Probleme, über die er sonst nicht gerne sprechen wollte, gibt Maier jetzt zu: "Es sind Spielergehälter offen, das müssen wir abarbeiten. Wir nehmen ein Time-out, machen nur mit dem Nachwuchs bis zur U18 weiter. Jugendarbeit war immer die Kernkompetenz des ATSE. Aber es wird keinen Konkurs geben, wir werden alles bezahlen." Die Höhe des Finanzlochs wollte er nicht benennen.

Dass es nie gelang, einen Hauptsponsor zu finden, dass es auch keinen Ligasponsor gab und der Verband nicht für Planungssicherheit sorgen konnte, seien weitere Gründe für das Scheitern gewesen. Obwohl es Maier lieber so formuliert: "Ich bin nicht gescheitert, nur zurück am Boden der Realität" Spieler steht kein einziger unter Vertrag, insofern gibt es keine Probleme.

Und was sagen die Cracks? "Es ist bitter, aber nicht völlig überraschend. Es sind Gehälter offen, aber es gibt die Zusage, dass alles gezahlt wird", meint etwa Michael Pollross. Die Ex-ATSE-Spieler sind auf Klubsuche, fündig wurde bisher (offiziell) noch keiner.

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