Im Juni 2022 hat es im Gegendtal in Kärnten ein schweres Unwetter gegeben. Man weiß noch nicht genau wie groß die Schäden sind. Viele Häuser sind nicht mehr zu bewohnen. Bei Unwetter-Schäden zahlt eine Versicherung meistens nichts oder nur wenig. Eine Versicherung übernimmt die Kosten, wenn etwas Versichertes kaputt wird. Zum Beispiel hat man eine Versicherung für den Haus-Halt. Wenn etwas im Haus-Halt kaputt wird, ersetzt das die Versicherung. Viele Menschen die von diesem Unwetter betroffen sind, haben jetzt gar nichts mehr. 

Damit so etwas nicht mehr passiert, wollen die Politiker die Gesetze ändern. Die Versicherungen müssen sich dann an diese Gesetze halten. Schäden durch Natur-Katastrophen sollen in die Feuer-Versicherung. Die ÖVP will, dass Schäden von Natur-Katastrophen in die Feuer-Versicherung aufgenommen werden. Bei einer Feuer-Versicherung ist man gegen bestimmte Feuer-Schäden geschützt. Eine Natur-Katastrophe (gesprochen: Natur-Katastrofe) ist zum Beispiel ein Erd-Beben oder ein Hoch-Wasser.

Dringlichkeits-Antrag

Am Donnerstag den 21. Juli 2022 wird die ÖVP Kärnten einen Dringlichkeits-Antrag an die Bundes-Regierung stellen. Unter Dringlichkeits-Antrag versteht man einen Punkt in der Tages-Ordnung einer Sitzung. Eine Tages-Ordnung ist der Ablauf einer Besprechung. Die Feuer-Versicherung soll auch Schäden durch Hoch-Wasser, Lawinen, Erd-Beben und Muren abdecken. Das sagt Markus Malle. Er ist der Klub-Obmann der ÖVP Kärnten. Eine Mure ist eine Masse aus Schlamm und Steinen, die vom Berg ins Tal rutscht. 

Elementar-Versicherungen sind freiwillig

Elementar-Versicherungen kann man in Österreich freiwillig abschließen. Elementar-Versicherungen sind Versicherungen gegen Schäden bei Unwettern. Wie viel man für diese Versicherung zahlt, hängt vom Stand-Ort des Hauses oder der Wohnung ab. Je gefährlicher die Lage des Hauses oder der Wohnung, umso teurer wird die Versicherung. Diese zusätzliche Versicherung wird ungefähr 3 bis 4 Euro im Monat mehr kosten. Das sagt Malle. 

Andere Länder als Vorbild

Das Team Kärnten fordert schon seit 2019 eine Pflicht-Versicherung gegen Unwetter-Schäden und Elementar-Schäden. Die Entschädigungen aus den Katastrophen-Fonds sind oft sehr niedrig. Es besteht auch kein Rechts-Anspruch. Das sagt Gerhard Köfer. Köfer ist der Bürgermeister von Spittal an der Drau und Chef vom Team Kärnten. Unter Fond versteht man einen Geld-Betrag der für bestimmte Zwecke verwendet werden soll. Unter Rechts-Anspruch versteht man den Anspruch auf bestimmte Rechte. In anderen Ländern von Europa gibt es schon Versicherungen für Natur-Katastrophen.

Gefährliche Gebiete müssen neu bewertet werden

Im Gemeinde-Gebiet von Treffen müssen die Gefahren-Zonen neu bewertet werden. Das sagt Klaus Glanznig zur APA. Die APA ist die Austria Presse Agentur und der wichtigste Informations-Dienst von Österreich. Glanznig ist der Bürgermeister von Treffen. Er glaubt nicht, dass bei den Widmungen und Raum-Planungen Fehler gemacht wurden. Eine Widmung sagt wie ein Grundstück verwendet werden darf. Zum Beispiel als Grün-Land oder Bau-Land. Auf Bau-Land dürfen zum Beispiel Gebäude gebaut werden. Unter Raum-Planung versteht man die Entwicklung von Ortschaften. Die Gefahrenzonen-Pläne wurden immer neu angepasst. Die betroffenen Häuser sind aber auch schon sehr alt.

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