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Leichte SpracheBei der Commerzial-Bank Mattersburg soll Geld verschwunden sein

Die Commerzial-Bank wurde Mitte Juli geschlossen. Möglicherweise wurden die Bilanzen gefälscht.

© Jürgen Fuchs
 

Die Commerzial-Bank Mattersburg wurde Mitte Juli geschlossen. Dies hatte die Finanzmarkt-Aufsicht beschlossen. Der Grund für die Schließung: Über viele Jahre hinweg sollen die Bilanzen der Bank gefälscht worden sein. In der Bilanz steht, woher das Geld der Bank kommt und wofür es ausgegeben wird. Im Fall der Commerzial-Bank Mattersburg sollen in den letzten 25 Jahren fast 500 Millionen Euro verschwunden sein.

Bank-Vermögen wird ermittelt

Die Menschen, die ihr Geld in der Commerzial-Bank Mattersburg haben, wissen noch nicht genau, wie es weitergeht. Anwälte versuchen herauszufinden, wie viel Geld die Bank noch hat und ob damit Schulden der Bank bezahlt werden können.

Auch der Fußball-Verein SV Mattersburg ist von der Schließung der Commerzial-Bank betroffen. Es ist noch unklar, ob der Verein an den Bilanz-Fälschungen der Bank beteiligt sein könnte.

Der Vorstand der Commerzial-Bank, Martin Pucher, ist gleichzeitig Präsident des Fußball-Vereins. Ein Vorwurf lautet, dass von der Bank Geld an Privat-Personen und Firmen gezahlt worden ist. Das soll ohne triftigen Grund passiert sein. Firmen sollen Kredite bekommen haben und dann von diesem Geld dem SV Mattersburg etwas gezahlt haben. Das wird aber alles erst überprüft.

Geld-Abhebung kurz vor Schließung der Bank

Nun ist bekannt geworden, dass das Regionalmanagement Burgenland (RMB) am 14. Juli spätabends 1,2 Millionen Euro bei der Commerzial-Bank abgehoben haben soll. Dies wäre sehr kurz vor der Schließung der Bank gewesen. Denn nur zwei Stunden später ist die Bank von der Finanzmarkt-Aufsicht gesperrt worden. Das RMB soll insgesamt 2,5 Millionen Euro bei der Commerzial-Bank als Guthaben besitzen.

RMB streitet die Vorwürfe ab

Das RMB hat mitgeteilt, dass dies nicht stimmt: "Es hat zum besagten Zeitpunkt und auch danach keine Kontobehebung stattgefunden." Auch der Betrag von 2,5 Millionen Euro soll laut der RMB nicht stimmen, „sondern exakt 1.399.959,84 Euro“ soll das Guthaben betragen. 

Der gesamte Betrag liege nach wie vor bei der Commerzial-Bank. Das Konto sei mittlerweile gesperrt, das RMB habe keinen Zugriff darauf.




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