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Leichte SpracheAbbas beendet Abkommen mit Israel und USA

Israels neue Regierung will in Übereinstimmung mit dem Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump Siedlungen und einen Teil im Westjordanland annektieren.

Mahmoud Abbas
Mahmoud Abbas © AP (Alaa Badarneh)
 

Der Streit zwischen Israel und Palästina findet einfach kein Ende. Die beiden Länder streiten seit 70 Jahren, wie viel Platz Erde Israel und wie viel Palästina gehört. Einige Male ist es zwischen Israel und Palästina deswegen schon zu Krieg gekommen. Die Menschen in Palästina möchten, dass Israel ihr Land endlich anerkennt und sie selber entscheiden können, wie sie leben möchten. Man kann sagen, dass sie einen eigenen Staat haben möchten.

Israel ist in der Mitte 

Der Präsident der Palästinenser heißt Mahmoud Abbas. Das Besondere ist, dass er nur über einen Teil von Palästina regieren kann. Palästina besteht aus dem Westjordan-Land und dem Gaza-Streifen. Die beiden Gebiete sind nicht miteinander verbunden, sondern man muss durch Israel um hin- und herzufahren. Die Grenzen kontrolliert aber Israel und nicht jeder darf einfach nach Gaza oder ins Westjordan-Land.  

Mahmoud Abbas ist der Präsident für das Westjordanland, im Gaza-Streifen ist die Lage komplizierter. Dort gibt es schon länger einen Streit zwischen der Partei von Mahmoud Abbas (Fatah) und der Hamas. Die Hamas wird von der EU und den USA als Terror-Organisation bezeichnet und hat im Gaza-Streifen viel Einfluss.
 
Der palästinensische Präsident hat jetzt alle Vereinbarungen mit Israel und den USA beendet. Er wird sich nicht mehr an die Abmachungen halten. Grund dafür ist, dass Israel überlegt, Land im Westjordan-Land für Menschen für sich zu beanspruchen. Dort sollen dann Häuser und Wohnungen gebaut werden, wo Menschen aus Israel leben. Das ist eigentlich verboten, trotzdem werden immer mehr Häuser für Menschen aus Israel auf palästinensischem Gebiet gebaut.

Ob die neuen Häuser wirklich gebaut werden und Land für Israel besetzt wird, ist noch nicht entschieden.

Angst vor weiterem Krieg 

Der israelische Präsident Benjamin Netanyahu wird seinen Plan erst ins Parlament bringen und dort über diesen sprechen. Erst dann könnte er bewilligt werden. Viele Länder auf der Welt haben Angst, dass durch diesen Plan es wieder zum Krieg zwischen den beiden Ländern kommen könnte. Es ist noch nicht klar, wann sich das Parlament entscheidet.
 
Mahmoud Abbas sagt, dass Israel sich ab jetzt um alles selber kümmern muss und er Israel nicht mehr helfen will. Mahmoud Abbas ist ebenfalls nicht damit einverstanden, wie sich die USA verhalten. Die USA sind ein wichtiger Partner für Israel. Die USA haben schon oft versucht, einen Friedens-Plan zwischen Israel und Palästina zu vermitteln. Den ersten Friedens-Plan hat es 1993 gegeben.

Dieser Plan ist allerdings nicht eingehalten worden, es hat mehrere Kriege zwischen den beiden Ländern gegeben. Der letzte größere Krieg war im Jahr 2014. Der neue Friedens-Plan ist heuer im Jänner von US-Präsident Donald Trump beschrieben worden.

Ein neues Land

Die Menschen in Palästina sollen ein eigenes Land haben. Im Westjordan-Land soll ein großer Teil des Landes dann für die Palästinenser sein.
 
Es gibt aber ein anderes großes Problem: Laut Plan soll Jerusalem die Hauptstadt von Israel sein. Das ist schwierig, denn auch die Palästinenser wollen diese Stadt als ihre Hauptstadt. Auch die israelischen Menschen, die im Westjordan-Land wohnen, sollen dort bleiben können. Palästina soll nicht über seine Grenzen entscheiden, sondern das soll weiterhin Israel machen. Mahmoud Abbas hatte diesen Plan sofort abgelehnt. 




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