So gelingt das Gespräch mit dem Arzt

Die Arztpraxis ist der Ort, an dem Patienten Rat und Hilfe bei gesundheitlichen Problemen suchen. Dabei kommt der Kommunikation zwischen Arzt und ­Patient eine tragende Rolle zu. Was der Patient dazu beitragen kann, damit sie gelingt.

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Ein Arzt, dem man vertraut und mit dem man reden kann, gibt Sicherheit © hisa-nishiya - stock.adobe.com
 
  1. Vorbereitung. Notieren Sie sich vorab die wichtigsten Fragen, die Sie stellen möchten. Überlegen Sie am Ende des Gesprächs kurz, ob alle beantwortet sind oder weiterhin Unklarheiten bestehen. In Studien wurde beobachtet, dass Patienten oft erst beim Gehen zwischen Tür und Angel mit dem Wesentlichen „herausrücken“. Besser alles in Ruhe abklären.
  2. Infos prüfen. Viele informieren sich heute im Internet über Symptome und Diagnosen. Wenn Sie etwas beschäftigt: Reden Sie offen mit Ihrem Arzt über Ihre Recherche-Ergebnisse. Es ist Ihre Chance, die Infos zu hinterfragen und richtig einzuordnen.
  3. Vertrauen. Seien Sie sich bewusst, dass Berichte im Internet tendenziell die Risiken betonen und oft alarmistisch sind. Glauben Sie im Zweifelsfall Ihrem Arzt. Es ist oft die fehlende oder falsche Einordnung durch den Laien, die übermäßige Ängste erzeugt.
  4. Sich selbst richtig einschätzen. Sie wissen über sich, dass Sie eher hypochondrisch veranlagt sind? Wenn ja: Verbieten Sie sich Eigenrecherche nach Symptomen etc. Gehen Sie besser gleich zum Arzt und sprechen Sie an, dass Sie ängstlich sind.
  5. Nachfragen. Die Kommunikation zwischen Arzt und Patient hat viele Tücken, eine davon ist der Fachjargon. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben, das Sie aber wissen wollen. Grundsätzlich gilt: Nicht jeder Patient hat das gleiche Informationsbedürfnis, nicht jeder Arzt spricht gerne bzw. erklärt explizit. In diesem Punkt muss man zusammenpassen, bzw. jemanden suchen, der passt.
  6. Unterlagen. Auch wichtig: Ihrem Arzt die wichtigsten Infos zu liefern. Digitale Systeme unterstützen ihn, sich ein Bild zu machen, es ist aber auch wichtig, dass Sie ihm Auskunft geben. Beispielsweise auf Fragen wie „Wann genau treten Ihre Beschwerden auf?“. Sie sollten auch ehrlich sein, ob Sie den Therapieempfehlungen Folge geleistet haben oder nicht.
  7. Respekt. Gegenseitiger Respekt und eine wertschätzende Haltung sind für jede Beziehung wichtig. Wenn Sie etwas auf dem Herzen haben, sollte sich Ihr Arzt die Zeit nehmen, Sie anzuhören. Wenn es gerade nicht möglich ist, vereinbaren Sie dafür einen neuen Termin. Das Gespräch zwischen Arzt und Patient ist das Fundament einer guten Behandlung.