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Tote bei Angriffen auf Ebola-Helfer im Kongo

Bei zwei Angriffen auf Ebola-Helfer im Osten des Kongos sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge mehrere Menschen getötet worden. Dabei handle es sich um zwei Mitglieder eines Impfungsteams, zwei Fahrer und einen Polizisten, teilte die WHO am Donnerstag mit. Unter den Todesopfern seien keine Mitarbeiter der WHO.

 

Es seien auch fünf Menschen verletzt worden, darunter ein WHO-Mitarbeiter und mehrere Mitarbeiter des kongolesischen Gesundheitsministeriums. In der Nacht wurden demnach ein Wohnlager von Ebola-Helfern in Biakato Mines und ein Büro von Helfern in Mangina angegriffen. Wer dahinter steckte, war zunächst unklar.

Die Zahl der Ebola-Fälle sei in letzter Zeit zurückgegangen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Durch diese Angriffe werde die Epidemie aber wieder erstarken "und als Folge werden mehr Menschen sterben". Der "Kreislauf der Gewalt" müsse enden, forderte er.

Der Ost-Kongo ist seit Jahren instabil, etliche Milizen sind in der Region aktiv. Sie greifen immer wieder Zivilisten und auch Ebola-Helfer an. Die Motive sind meist unklar, oft geht es den Angreifern darum, die Unsicherheit weiter zu schüren oder ihre Kontrolle über Gebiete zu erweitern. Zudem herrscht großes Misstrauen gegenüber den Ebola-Helfern. Jüngst haben Bürger in Beni und anderen Städten teilweise gewalttätig wegen der Sicherheitslage in der Region protestiert, dabei wurde auch ein UN-Stützpunkt angegriffen.

Seit mehr als einem Jahr wütet im Ost-Kongo die Seuche, die vor allen wegen dieser Unsicherheit schwer in den Griff zu bekommen ist. Bisher haben sich nach Angaben der kongolesischen Behörden mehr als 3.300 Menschen infiziert und fast 2.200 Menschen sind gestorben. Die WHO hat nach eigenen Angaben 800 Mitarbeiter im Land, die die Regierung im Kampf gegen den Ausbruch unterstützen.

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