Halbe-halbe am Frauentag Was gibt es noch zu tun für die Frauen?

Was sich Österreichs Politikerinnen zum Frauentag wünschen

Pensionssplitting für alle

Frauenministerin Ursula Bogner-Strauß (ÖVP) wünscht sich ein automatisches Pensionssplitting - die Aufteilung der Pensionsansprüche auf die beiden Elternteile. Sie  verhandelt darüber auch bereits mit dem Sozialministerium. Freiwillig haben nur 1.366 ÖsterreicherInnen davon Gebraucht gemacht.

APA/HELMUT FOHRINGER

Schulterschluss gegen Gewalt

Einen Schulterschluss über alle ideologischen Grenzen hinweg wünscht sich die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), um Frauen so zu stärken, dass sie aus gewalttätigem Umfeld ausbrechen können. Es brauche noch bessere Existenzsicherung, Begleitung, Prävention - und auch Täterarbeit.

APA/HELMUT FOHRINGER

Feiertag am 8. März

Den Frauentag als Feiertag wünscht sich Ex-Frauenministeirn und SPÖ-Frauenchefin Gabriele Heinisch-Hosek. Ein "Feiertag für alle" solle es sein. In Berlin wurde dieser Feiertag gerade eingeführt.

APA/HELMUT FOHRINGER

Gerechte Verteilung von Macht

Eine gerechtere und partnerschaftliche Verteilung von Macht, Einkommen und Arbeit wünscht sich ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann. Statt einer Politik, die nur der Wirtschaft diene, sei es an der Zeit, Frauen und ihre Anliegen in den Fokus zu rücken.

ÖGB/Michael Mazohl

Geteilte Macht in der Kirche

Für Veronika Pernsteiner, die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, ist die Frage nach Machtverständnis und Strukturen der Macht, die zu Missbrauch führen, zu stellen. In der Kirche brauche es Reformen in der Amtsstruktur, die das bestehende Machtgefälle zwischen Männern und Frauen, Klerus und Laien aufheben, dazu eine radikale Wende in der Sexualmoral. „Wir wollen Kirche gestalten, gemeinsam mit Männern, in geteilter Macht."

Katholische Frauenbewegung

Gleichbehandlung im Job

Dass Frauen keinen Nachteil am Arbeitsmarkt mehr haben, das wünscht sich AK-Präsidentin Renate Anderl. Dazu gehören genügend ganztägige Kindergartenplätze und Ganztagsschulen, ausreichend AMS-Mittel für Frauen, Hilfe beim Wiedereinstieg, weiters die Anrechnung von Elternkarenz auf alle Ansprüche und Maßnahmen zum Abbau der Einkommensschere.

APA/HERBERT PFARRHOFER

Mehr Frauen in den Vorstandsetagen

Mehr Frauen in Schlüsselpositionen will Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sehen: "An geeigneten Frauen für Schlüsselpositionen mangelt es nicht, oft fehlt ihnen aber das passende Netzwerk." Mit einem Führungskräfteprogramm unterstützt ihr Ressort. Zu Jahresbeginn wurde ein Rückgang des Frauenanteils in den österreichischen Vorstandsetagen registriert.

APA/ROBERT JAEGER

Befreiung aus der Armutsfalle

Volkshilfe-Präsidentin Barbara Gross wünscht sich, dass nicht so viele Frauen in die Armutsfalle tappen. Je älter die Menschen, desto größer - durch die niedrigen Pensionen - der Unterschied: Von den rund 200.000 armutsgefährdeten Menschen über 65 in Österreich sind fast 140.000 Frauen.

Volkshilfe Steiermark

Chancengleichheit für alle

Der Weltfrauentag solle daran erinnern, dass noch viele Maßnahmen zu setzen sind, um Chancengerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu schaffen, echte Gleichbehandlung wünscht sich ÖVP-Frauensprecherin Barbara Krenn.

Gerhard Pliem

Gleiches Recht auch für muslimische Frauen

FPÖ-Stadträtin Ursula Stenzel wünscht sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, auch für islamisch geprägten Frauen. In islamisch geprägten Ländern gelte es, mindestens 100 Jahre aufzuholen. "Dies gilt auch für die islamisch geprägten Mitbürger und Mitbürgerinnen bei uns."

Ballguide / Maximilian Wolf

Ökonomische Unabhängigkeit

Die Bundessprecherin der Grünen, Nina Tomaselli, wünscht sich Wahlfreiheit und ökonomische Unabhängigkeit für die Frauen: "52 Prozent der Bevölkerung sind weiblich, aber in der Politik oder in Spitzenpositionen werden sie von Männern abgehängt. Und 80 Prozent der unbezahlten Arbeit werden von Frauen erledigt, während diese rund 20 Prozent weniger als Männer in Österreich verdienen."

 

APA/BARBARA GINDL

Rechtsanspruch auf Kindergartenplatz

Neos-Frauensprecherin und EU-Spitzenkandidatin Claudia Gamon wünscht sich den Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag des Kindes. Zusätzlich brauche es die gleichwertige Aufteilung von Karenzzeiten auf Mütter und Väter.

NEOS
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