FrauentagFür Frauen geht es derzeit eher abwärts als bergauf

Wie geht es Frauen in der Arbeitswelt? In einem internationalen Ranking rutschte Österreich von Platz 25 innerhalb von 33 OECD-Ländern zurück. Wie jedes Jahr ist der 8. März auch Anlass, sich bewusst zu machen, was es politisch noch braucht für halbe-halbe.

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© APA/MARIE-THERES FISCHER
 

In Österreich geht wenig weiter, deutliche Verbesserungen in anderen Ländern habe unser Land im Ranking zurückgeworfen: 2017 ist Österreich auf Platz 25 innerhalb von 33 OECD-Ländern abgerutscht. 2016 rangierte das Land noch auf Platz 22. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist Österreich sogar von Rang 13 auf Rang 25 zurückgefallen und hat damit neben Portugal und den USA in diesem Zeitraum die meisten Plätze verloren.

Dieses internationale Ranking stellt die Wirtschaftsberatung PcW (PricewaterhouseCoopers) Jahr für Jahr an. Was ist der Grund dafür, dass Österreich hinterherhinkt?

Betrachtet werden das geschlechtsspezifische Lohngefälle ("Gender Pay Gap"), die Erwerbsbeteiligung der Frauen, der Unterschied zwischen weiblicher und männlicher Erwerbsbeteiligung sowie die Vollzeitbeschäftigungsrate und die Arbeitslosigkeit der Frauen.

Der Anteil der teilzeit-arbeitenden Frauen hat sich stark erhöht.

PCW

Die Arbeitslosenquote unter Frauen in Österreich hat sich zwar reduziert, allerdings hat sich in Österreich seit dem Jahr 2000 der Anteil der Teilzeit-arbeitenden Frauen stark erhöht.

Zudem gab es bei den Einkommens-Unterschieden zwischen Männern und Frauen 2017 im Vergleich zum Jahr davor kaum Verbesserungen. Jüngsten Daten der Statistik Austria zufolge lag die Lohnschere zwischen Frauen und Männern 2017 bei 19,9 Prozent.

Der Frauentag ist Jahr für Jahr Anlass, darüber nachzudenken, welcher konkreter Maßnahmen es noch bedarf, um die Häfte der Bevölkerung auch zur Hälfte in allen Bereichen von Politik und Gesellschaft zu verankern.

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