Pro von Gerhard Christiner von der Austrian Power Grid

Die Transformation zu einem nachhaltigen Energiesystem ist eine Mammutaufgabe. Bis 2040 wollen wir den gesamten Energieverbrauch – rund 300 Terawattstunden (TWh) – dekarbonisieren. Jedoch haben wir verabsäumt, diesen Prozess ganzheitlich zu steuern. Die Liberalisierung schaffte Effizienz, die Anreize für Versorgungssicherheit fehlten. Im Zuge der Energiewende wurden europaweit thermische Kraftwerke reduziert bzw. der Atomausstieg vorangetrieben – gleichzeitig erfolgte der Ausbau der Netzinfrastruktur, Speicher bzw. Erneuerbaren viel zu langsam. Dies führte zu Risiken: Das Fehlen u. a. der Salzburgleitung kostet uns zehn Millionen Euro monatlich, da Netzüberlastungen durch den Einsatz thermischer Kraftwerke nahezu täglich verhindert werden müssen.