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MinisterratRegierung warnt: "Nicht in Panik verfallen, Lage ist im Griff"

Jetzt tagt der Ministerrat. Kanzler Kurz, Gesundheitsminister Anschober und Innenminister Nehammer informierten über die aktuelle Coronavirus-Lage.

CORONAVIRUS: PRESSESTATEMENT NACH EINSATZSTAB IM INNENMINISTERIUM: KURZ / ANSCHOBER
Im Zuge der Ministerratssitzung wird es auch um die aktuelle Lage in Sachen Coronavirus gehen © APA/HELMUT FOHRINGER
 

In einem Statement von Kanzler Sebastian Kurz, Gesundheitsminister Rudi Anschober und Innenminister Karl Nehammer vor der Ministerratssitzung ging es um die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf das Coronavirus.

Kurz und Anschober warnten davor, in Sachen Coronavirus in Panik zu verfallen. Die Lage sei im Griff. Auf jeden potenziellen Anlassfall werde adäquat reagiert.

Ergebniss zum jüngsten Verdachtsfall an einem Wiener Gymnasium (eine Lehrerin, die erst kürzlich aus Italien zurückkam) würden vermutlich am frühen Nachmittag vorliegen. Falls sich der Verdacht bestätigen und ein positives Testergebnis vorliegen sollte, würde die Schule abgeriegel und die Kinder entsprechend betreut. Aber man bitte darum, nicht jeden Verdachtsfall schon als positiv getesteten Fall zu interpretieren.

Danach werde abgeklärt, ob es Kontakt zu infizierten Personen gab. Wer nicht in Kontakt mit der betreffenden Lehrerin war, könne dann nach Hause gehen. Sollte es Kontakt gegeben haben, "dann wird es in einzelnen Fällen natürlich auch notwendig sein, die Personen zu
isolieren oder in Quarantäne zu nehmen", so Kurz.

Richtig reagieren

"Entscheidend ist, dass auch die Bevölkerung realistisch reagiert und nicht in Panik verfällt", so Kurz und Anschober. Es habe keinen Sinn, vorbeugend irgendwelche Lebensgewohnheiten umzustellen. Wichtig sei es, bei Symptomen richtig zu reagieren, die Reisewarnungen ernst zu nehmen und im Bedarfsfall Kontakt mit den Servicestellen aufzunehmen.

Dass diese Servicestellen auch bei vermehrten Anfragen arbeitsfähig blieben habe man durch entsprechendes Personal sichergestellt.

Keine Veranstaltungen abgesagt

Großveranstaltungen grundsätzlich abzusagen, plant die Regierung nicht. Auch die prophylaktische Sperre von Schulen oder Kindergärten sei absolut nicht vorgesehen, erklärte Rudolf Anschober.

Dass die beiden bisher bekannten Corona-Fälle in Österreich nicht die letzten sein werden, ist für Kurz klar: "Auch um Österreich wird Corona keinen Bogen machen." Es gebe auch immer mehr Verdachtsfälle. Darauf reagiere man konsequent und schnell mit dem Ziel, die Ausbreitung best möglich einzudämmen.

Hoffnung in China

Einen Hoffnungsschimmer sieht Anschober just im Corona-Herkunftsland China. Ein "erstes gute Signal" sei, dass außerhalb der Ausgangsprovinz in den vergangenen 24 Stunden nur elf Fälle gemeldet worden seien.

Innenminister Nehammer verwies auf den Einsatzstab, der permanent tage und auf aktuelle Entwicklungen reagiere. In Österreich gab es bei 321 Testungen bisher zwei positive Fälle. 23 Personen seien in Quarantäne, davon zwölf in Tirol, acht in Salzburg und drei in Kärnten. Die Betroffenen verhielten sich dabei sehr kooperativ.

Verwunderung über WK

Indes sind auch Institutionen wie die Wirtschaftskammer offenbar nicht gefeit vor Panikmache. Die WK kündigte an, es werde Kurzarbeit für die Reisebüros vorbereitet.

TUI, der größte Reiseveranstalter der Landes, ist ob des Wirtschaftskammervorstoßes  ziemlich verdutzt. "Wir haben gerade mit Überraschung festgestellt, dass die WKÖ das gerade verhandelt", sagte TUI-Österreich-Sprecherin Kathrin Limpel am Mittwoch zur APA. Es sei jetzt erst der zweite Tag in den Reisebüros, an dem es so viele Coronavirusfälle gebe.

"Wir hatten in den letzten Jahren schon mehrere Krisen. Wir haben nie am Tag zwei gesagt, jetzt treffen wir so drastische Maßnahmen", so Limpel. Natürlich beobachte man die Entwicklung genau. "Bis zur letzten Woche sind die Buchungen ganz normal gelaufen." Jetzt gebe es natürlich eine Zurückhaltung, und der Kundenverkehr sei geringer.

Demo in Sachen Asyl

Im Vorfeld zur heutigen Ministerratssitzung demonstrierten heute 40 Organisationen im Rahmen der Kampagne #fairlassen gegen die Kündigung des Rahmenvertrages für die unabhängige Rechtsberatung. Die Betreuung übernimmt künftig ja die neue Bundesagentur für Betreuungs -und Unterstützungsleistungen (BBU).

Nicht nur die Verstaatlichung der Rechtsberatung wird von #fairlassen abgelehnt, sondern auch die immer stärker zu Tage tretenden Tendenzen Asylwerber zu isolieren und von zivilgesellschaftlichen Unterstützern abzuschotten. Auch hier spiele die BBU eine wesentliche Rolle: Die Übernahme von Erstaufnahme- und Rückkehrberatungszentren durch die BBU, also durch das Innenministerium, sei ein weiterer Schritt zur totalen Kontrolle und Isolierung Asylsuchender.

Traiskirchen und insbesondere die Rückkehrberatungszentren Fieberbrunn, Schwechat und Bad Kreuzen seien die Blaupause für die bereits angekündigte Einrichtung von „grenznahen Zentren“, in denen Asylwerber nur noch Kontakt mit staatlichen Rechts- und Rückkehrberatern haben würden. Angebote zivilgesellschaftlicher Initiativen zum Spracherwerb oder verschiedenen Formen gesellschaftlicher Teilhabe (Sportvereine, ehrenamtliche Tätigkeiten) würden so verunmöglicht.

Kommentare (22)

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SoundofThunder
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Meine Jünger fürchtet euch nicht!

Wer an mich glaubt wird leben. Und malt ein Kurz aus Ziegenblut auf eure Tür! So wird die Heimsuchung an euch vorübergehen!😉

dfd4041a4e57b04e882bf4009f4ffe54
1
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Wehe

dem der dreimal lügt.

diss
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Hätte die Regierung alles im Griff,

hätte es die Erkrankten in Tirol nicht gegeben.
Die Bevölkerung wird wieder einmal für dumm verkauft!

tomtitan
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In Zeiten wie diesen kann uns nur noch die PRW retten!

Die ist ja schließlich vom Fach...

Lodengrün
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Schon

aber der Kanzler weiß es auch hier besser. Wetten er holt mich einmal ihren Rat ein?

selbstdenker70
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...

Die Panik haben die Medien erzeugt. Live Ticker , Sondersendungen usw. Wenn in Hintertupf einer hustet gibt es sofort einen neuen tweet. Die machen noch alle verrückt....

Irgendeiner
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Die Medien haben viel zu lang abgewiegelt und den

blödsinnigen Vergleich mit der Grippe gebracht, das ist Edelschmarrn, das hier ist anders,da kannst den nicht erst lokalisieren wenn er sichtbar krank wird, da mußt molekularbiologisch testen, muß aber wer tun und den Zeitfaktor für die Population gibts auch.Und Panik wär so völlig sinnlos,Du siehst es nicht vorher.Aber der Faselbruder hat jawieder alles im Griff,und ihr seid auch was.

cockpit
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Wenn die Bevölkerung darauf anspringt? Hirn einschalten ist halt nicht mehr

gefragt!

Irgendeiner
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Genau,wann hama denn die letzte Pandemie gehabt,mein

Kind,und glaubst daß Photos Viren beeindrucken,man lacht.;an muß die ÖLeute aufklären,nicht schönfaseln wo man sich nicht auskennt, gilt für den Fuchtler wie für Dich.

Geerdeter Steirer
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Mit Bedacht leben und die Handlungen im Leben so zu gestalten wie es wirklich erforderlich ist haben viele verlernt oder nie gelernt, ..............

da braucht null Panik erzeugt und verbreitet werden, sich einfach selbst unter Kontrolle haben und auf dies oder das mal verzichten, wie du es sagst @cockpit ist das Hirn einschalten bei vielen in ihrem hektischem Suchtverhalten anscheinend einfach nicht mehr möglich !!
Das Sensations-, Geltungs- und Besserwissergehabe ist ein Graus, es kommt wie ich es schon so oft beschrieben habe mit dem "weniger ist mehr" im ganzen Tun zum tragen !!

cockpit
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dem ist nichts hinzuzufügen

!

metropole
5
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Griff

Dem Herr sei dank dass wir den Wunderbasti haben,der die lage im Griff hat.so kann er weiterhin auf steuerkosten durch die weltgeschichte reisen und seine Erkenntnisse zum besten geben.

fersler
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dem

Retortenkanzler ist nach der 'halben Stunde Audienz' bei Boris Johnson wohl Zeit genug geblieben um sich wieder einmal selbst in Szene zu setzen.

Er versucht jetzt der österreichischen Bevölkerung zu erklären was diese schon längst von Minister Anschober (dessen Aufgabe es ja ist !) gehört hat und auch ständig aus den Medien erfährt.

Er ist und bleibt ein gnadenloser Blender.

blauesbluat
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alles im Griff

na die beiden haben sich selbst nicht im Griff , ausbaden dürfen es die Einsatzkräfte

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als eifriger und unterwürfigster Untertan

beachte man bitte die majestätische Pose (Foto Beginn des Berichtes) und würdige die Erscheinung in gebührender Form!

Irgendeiner
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"Auch um Österreich wird Corona keinen Bogen machen."

Ja,wenn schon Fälle da sind weiß er es und er verkündet es in all seiner Vollmundigkeit im Brustton der Überzeugung,vorher klangs doch anders.Und im Griff hat er alles wo Leute streuen die man nonanet nicht erkennt,denn er hat immer alles Im Griff,mit dem Mund.Unerträglich.

archiv
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Die Fasade bröckelt ...


.. das sieht man jeden Tag mehr.
Jung und schon ist jetzt einfach viel zu wenig!

Ichweissetwas
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"Lage ist im Griff"......

glaubt nur keiner mehr, denn die Massenpanik hat bereits begonnen......haben´s wieder super gemacht.....!

Irgendeiner
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Panik ist sinnlos,

einfach Menschenmengen meiden und auf die Statistik hoffen.Und ja, die haben super nichts gemacht,aber ein neues Photo hama,man lacht.

tannenbaum
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Je

mehr sich Kurz einmischt, um so ein mulmigeres Gefühl beschleicht mich. Es sollte sich da heraushalten und die echten Experten das Handeln überlassen! Eventuell könnte er Fr. Dr. Rendi Wagner um Rat bitten, die versteht etwas davon. Sie ist vom Fach!

paddington1
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Absolut richtig

Man mag zu PRW ja stehen wie man will. Aber: Als Ärztin, die gerade auf diesem Gebiet viel Erfahrung hat, kann man ihr fachliche Kompetenz sicher nicht absprechen. Da hat sie wahrscheinlich mehr Fachwissen als der gesamte Rest zusammen.

hfg
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Parteitotengräberin

Man kann sich von PRW nur einen Rat holen, wie man sich selbst und seine Partei ruiniert.