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US-Wahl 2020Obama: Republikaner begeben sich auf "gefährlichen Pfad"

"Weiterer Schritt, nicht nur der neuen Biden-Regierung,sondern auch der Demokratie insgesamt ihre Legitimation abzusprechen."

Barack Obama
Obama: Republikaner begeben sich auf "gefährlichen Pfad" © AFP
 

Ex-US-Präsident Barack Obama hat Republikanern, die trotz der Wahlniederlage weiter zu Amtsinhaber Donald Trump halten, schwere Vorwürfe gemacht. Mehr als Trumps haltlose Wahlbetrugsbehauptungen beunruhige ihn die Tatsache, dass andere Republikaner dabei wider besseres Wissen mitziehen würden, sagte Obama: "Es ist ein weiterer Schritt, nicht nur der neuen Biden-Regierung, sondern auch der Demokratie insgesamt ihre Legitimation abzusprechen. Und das ist ein gefährlicher Pfad."

Trumps Behauptungen scheinen zum Teil darin begründet zu sein, dass der Präsident es nicht mag zu verlieren, und nie eine Niederlage zugibt.

Barack Obama

Trump hat seine Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden bisher nicht eingestanden und stellt sich als Opfer systematischen Wahlbetrugs dar, obwohl es dafür keine Beweise gibt. Zu Trumps Behauptungen sagte Obama in vorab veröffentlichten Auszügen eines Interviews, das der Sender CBS News am Sonntag in voller Länge ausstrahlen will: "Sie scheinen zum Teil darin begründet zu sein, dass der Präsident es nicht mag zu verlieren, und nie eine Niederlage zugibt."

Bisher haben erst wenige Republikaner Biden öffentlich als Wahlsieger anerkannt. Führende Politiker der Partei - wie der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell - stärken Trump vielmehr den Rücken bei dessen Versuchen, den Sieg Bidens anzufechten.

Der Druck auf Trump steigt allerdings. Mehrere US-Behörden bezeichneten die Wahl am 3. November als sicherste Abstimmung in der amerikanischen Geschichte, was angesichts von Trumps Betrugsbehauptungen einer offenen Zurechtweisung gleichkam. In einer Mitteilung, die unter anderen von Vertretern der Cybersicherheitsagentur des Heimatschutzministeriums sowie der Vereinigungen der Wahlleiter der Bundesstaaten herausgegeben wurde, hieß es: „Es gibt keine Belege dafür, dass ein Abstimmungssystem Stimmen gelöscht oder verändert hätte – oder auf irgendeine Weise kompromittiert worden wäre.“

Trump hatte zuvor bei Twitter auf Behauptungen verwiesen, wonach Software der Firma Dominion in mehreren Bundesstaaten 435.000 für ihn abgegebene Stimmen seinem letztlich siegreichen Herausforderer zugerechnet hätte. Die Behörden wiesen das nun zurück – wie zuvor schon die Firma und Wahlverantwortliche in den jeweiligen Bundesstaaten. Trump hatte im Wahlkampf mehrfach gesagt, er könne die Wahl nur verlieren, wenn sie manipuliert sei.

Kommentare (13)
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dieRealität2020
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man tut so, als wäre Trump der erste in den USA und weltweit der von Wahlbetrug spricht,

"... Opfer systematischen Wahlbetrugs dar, obwohl es dafür keine Beweise gibt..." zu Recht wie wir weltweit seit Jahrzehnten sehen können, auch in Österreich gibt es in einen Rechtsstaat Wahlanfechtungen, ganz einfach, es wird ermittelt und gibts ein Ergebnis. So einfach ist das in einen demokratischen Rechtstaat. Hier wird das Wort "Beweise" von Obama & Konsorten mißbräuchlich verwendet.

neuer mann
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eigentlich sollte ihr nick „realitätsverweigerer“ heißen.....

..... trump verweigert übrigens auch die realität, genauso wie die meisten republikanischen spitzenfunktionäre..... ein echtes armutszeugnis!

chh
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Allein mit der Aussage

"er könne die Wahl nur verlieren, wenn sie manipuliert sei"
hat er jede moralische Legitimation verloren, Rechtsmittel gegen die Auszählung einzulegen.

schteirischprovessa
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Es hat in Österreich niemand,

auch der gescheiterte Präsidentschaftskanditat Hofer, nicht von Betrug gesprochen. Der Grund der Anfechtung war formaljuristischer Natur, der zumindest nach meiner subjektiven Meinung überhaupt nichts am Wählerwillen und am Wahlergebnis geändert hat.

schteirischprovessa
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Autsch, die doppelte Verneinung!

Das nicht in der zweiten Zeile gehört weg.

SagServus
1
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...

Du hast recht, er ist nicht der erste.

Die anderen die die gleiche Masche abziehen wie Trump findet man halt nicht in westlichen Ländern sondern eher in Diktaturen oder sehr schwachen demokratischen Ländern wo es nach jeder Wahl Ausschreitungen gibt weil der Unterlegene von Wahlbetrug etc. spricht.

"Hier wird das Wort "Beweise" von Obama & Konsorten mißbräuchlich verwendet. " - Nein, wird es nicht. Um ermitteln zu können, brauchen die Gericht auch Beweise. Hörensagen zählt da nicht. Und bis dato konnte Trump nichts vorlegen was für eine Untersuchung oder gar einen Zählungsstop gereich hätte.

Das was Trump hier aufführt ist nicht anderes wie die FPÖ hier macht. Gerichte mit Klagen eindecken, von Betrug und Opferrolle fantasieren und wenn man am Ende verliert dem Gericht auch noch Parteilichkeit vorwerfen.
So höhlt man den Rechtsstaat aus.

schadstoffarm
2
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Komiker

Trump hat sich zum Gewinner ausgerufen weil die anderen betrügen. Kindlicher Narzissmus, Realitätsverweigerung, verhaltensoriginell oder alternative Fakten ?

schteirischprovessa
2
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Da spielen wohl auch mehr oder weniger fortgeschrittene

Paranoia und Schizophrenie eine Rolle.

dieRealität2020
57
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Obama hat hier vergessen, was er und einige seiner Vorgänger inszeniert haben.

Sie und die weltweite Politik haben anscheinend die Wahlergebnisse vergessen. 70:73 Millionen und das in einen Land mit 330 Mion Einwohner. Sie versuchen hier noch immer selbstdarstellerische politische Statements für die Demokraten abzugeben. Aber die USA hat Sie & Konsorten überlebt, sie wird auch Trump und Biden überleben.

SagServus
2
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70:73 Millionen und das in einen Land mit 330 Mion Einwohner

Es steht mittlerweile 78 zu 73 für Biden bei mittlerweile 290 Wahlmännern (Arizona ist mittlerweile auch von den anderen Sendern für Biden gecalled worden). Und es wird immer noch gezählt.

Biden wird am Ende wohl über 80 Mio. stimmen haben.

schadstoffarm
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Realino

Biden hat bereits 5 mio Vorsprung "popular vote". Was willst zum Ausdruck bringen ? Bei einem hauptberuflichen Selbstdarsteller Trump seinen Opponenten Selbstdarstellung vorzuwerfen ist etwas mit Glashaus und Steinen.

Gerhard818
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Democracy

Das System, welches Checks und Balances verspricht, kann einen Irren wie Trump offensichtlich nicht kontrollieren. Aber wie Obama das richtig sagt, zu so einer Situation kann es nur kommen wenn die Partei da auch noch mitspielt. Als Europäer muss man feststellen, dass Hitler auch so an die Macht kam.

dieRealität2020
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ein Nonsens & Kokolroes

Sie haben tatsächlich keine Ahnung und Wissen was hier tatsächlich abgelaufen ist. "... Als Europäer muss man feststellen, dass Hitler auch so an die Macht kam..." nicht im Geringsten vergleichbar.