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In Herkunftsländer zurück Bericht: Türkei könnte IS-Anhänger nach Österreich abschieben

Außenministerium: "Können nicht ausschließen, dass es zu solchen Fällen kommt"

Donald Trump, Recep Tayyip Erdogan
Recep Tayyip Erdogan © AP
 

Die Türkei könnte offenbar bald auch IS-Anhänger nach Österreich abschieben. Die Vorbereitungen dazu hätten bereits begonnen, berichtete die Rechercheplattform "Addendum" am Freitag unter Berufung auf Quellen innerhalb der Behörden. Außen- und Innenministerium hielten sich dazu bedeckt, aus dem Außenamt hieß es aber: "Wir können nicht ausschließen, dass es zu solchen Fällen kommen wird."

"Die Türkei habe, wie bekannt, angekündigt, IS-Anhänger in ihre europäischen Herkunftsländer abschieben zu wollen. Wir können daher nicht ausschließen, dass es zu solchen Fällen kommen wird", so das Außenministerium auf APA-Anfrage. "Auslieferungen und Abschiebungen sind nichts Außergewöhnliches. Es gibt dafür klar festgelegte Abläufe zwischen den Justiz- und den Sicherheitsbehörden der beteiligten Staaten. Für den Fall von Abschiebungen oder Auslieferungen existieren zwischenstaatliche Abkommen und Mechanismen, die auch von der Türkei eingehalten werden müssen," hieß es in der Stellungnahme weiter.

Vor zwei Wochen, als die Türkei mit der Abschiebung ausländische IS-Kämpfer in europäische Länder begann, hatte Außenminister Alexander Schallenberg noch erklärt, Österreich sei von der Abschiebeaktion der Türkei nicht betroffen.

Laut dem am Freitag veröffentlichten "Addendum"-Bericht gab es zu dem Thema vergangene Woche bereits ein Treffen zwischen Innenminister Wolfgang Peschorn und dem stellvertretenden Innenminister der Türkei, Ismail Catakli. Innenministeriumssprecher Gerald Hesztera bestätigte das Treffen gegenüber der APA, aber nicht, dass es dabei um mögliche Abschiebungen gegangen sei. Offizielle Anfrage der Türkei habe man bisher keine bekommen, hieß es.

Darüber, wie viele IS-Anhänger mit österreichischen Wurzeln in türkischem Gewahrsam sind, gab es am Freitag keine Auskunft. "Wenn, dann sind es sehr wenige, aber wir wissen nicht wie viele", so der Sprecher des Innenministerium. "Addendum" berichtete von einer "geringen einstelligen Zahl", die schon bald nach Österreich abgeschoben werden könnte.

Das Innenministerium geht davon aus, dass sich derzeit noch etwas mehr als 100 Österreicher in Syrien und im Irak aufhalten. Laut Verfassungsschutzbericht befanden sich Ende 2018 noch 107 Foreign Terrorist Fighters im Kriegsgebiet. Durch die türkische Offensive in Nordsyrien im Oktober gerieten hunderte IS-Kämpfer in türkischen Gewahrsam.

Kommentare (5)

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tomtitan
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Vom Gefangenenlager direkt in unser Sozialsystem...

Da kommt Freude auf (aber nicht bei mir)...

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Blackrock1
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Das kommt davon...

wenn man Leuten aus Nicht-Europäischen-Ländern und zu uns Konträren-Kulturen überhaupt einen Österreichischen-Pass gibt... !

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Sam125
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3
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Herkunftsländer? Hat es nicht geheißen, dass keine Österreicher unter den

IS-Anhänger sind? Wenn bei uns jemand einen anderen ermordet oder, dann wird derjenige auch bei UNS vor Gericht gestellt und verurteilt, auch wenn der derjenige ein Ausländer ist!

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Reipsi
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Wenn mas

aunnehman !

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wjs13
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5
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Das kommt davon

wenn man Leute, die sich einer fremdem militärischen Macht anschliessen, nicht den Pass entzieht.
Dann bräuchte man sie gar nicht erst aussteigen lassen.

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