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Nach MedienberichtenSpesen: Strache ortet "Schmutzkübelkampagne"

Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache weist Vorwürfe über Unregelmäßigkeiten bei seinen Spesenabrechnungen zurück. Die Wiener FPÖ durchleuchtet nach Medienanfragen Straches Spesen seit 2013, auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Heinz-Christian Strache
Heinz-Christian Strache © APA/AFP/Alex Halada
 

Der zurückgetretene FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat die Vorwürfe bezüglich Unregelmäßigkeiten bei seinen Spesenabrechnungen für die Wiener Landespartei zurückgewiesen. Auf Facebook sprach er von einer "Schmutzkübelkampagne kurz vor der Nationalratswahl, die wieder einmal durchschaubar" sei.

Strache postete ein gemeinsames Foto mit seinem Nachfolger an der Spitze der Wiener FPÖ, Dominik Nepp, und schrieb: "Wir lassen uns durch diverse Berichterstattungen und Gerüchte nicht auseinanderdividieren." Ebenso wie die Landes-FPÖ vermutet auch Strache hinter dieser Aktion "das mutmaßliche kriminelle Netzwerk rund um den Anwalt", der auch hinter dem Ibiza-Videos stehen soll.

Über seinen Anwalt richtete Strache dem "Standard" und der "Presse" zudem aus: "Alle Spesen und Sachleistungen wurden stets ordnungsgemäß abgerechnet bzw. erbracht."

Verbindung zu Ibiza-Machern

Die beiden Tageszeitungen berichten auch von einem Konnex zu den Machern des Ibiza-Videos. Bereits 2015 sollen sich demnach Informanten mit vermeintlich falschen Spesenabrechnungen, die sie von einem Vertrauten Straches bekommen haben wollen, an die Justiz gewandt haben. Da die Ermittlungen der Justiz damals ins Leere gelaufen seien, sei bei diesen Personen aus Enttäuschung die Hauptmotivation entstanden, das Ibiza-Video zu drehen.

FPÖ Wien prüft anonyme Vorwürfe

Die FPÖ hat zuvor eine interne Sonderprüfung der Spesenabrechnungen ihres Ex-Parteichefs Heinz-Christian Strache in Auftrag gegeben. Wie "Heute" berichtet, soll am Vorabend des FPÖ-Parteitags in Graz am 14. November eine Sondersitzung des Wiener Parteivorstandes getagt haben, in der Straches Nachfolger an der Spitze der Landespartei, Dominik Nepp, die Abrechnungen Straches in Diskussion gebracht hat.

Auch die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt

Wie Behördensprecherin Nina Bussek auf APA-Anfrage mitteilte, ist bereits ein Ermittlungsverfahren anhängig. Ob Strache als Beschuldigter geführt wird und ob es darüber hinaus weitere Verdächtige gibt, gab Bussek aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt. Auf die Frage, in welche Richtung ermittelt wird, meinte die Behördensprecherin: "Rechtlich wäre das allenfalls unter Untreue zu subsumieren."

Laut Berichten soll Strache als FPÖ-Parteichef bis zu seinem Ausscheiden im Mai über ein mit bis zu 10.000 Euro pro Monat befülltes Spesenkonto verfügt haben. Trotzdem soll er zwischen 2014 und 2018 private Rechnungen über die Partei abgerechnet haben.

Übernahme von Kosten Straches bereits eingestellt

Die Wiener FPÖ hat am Montag bekräftigt, dass derzeit noch kein Urteil über das Spesenkonto von Ex-Obmann Heinz-Christian Strache abgegeben werden könne. Derzeit laufe eine Sonderprüfung der Buchhaltung. Die Kosten Straches werden nach dessen Rücktritt aber nicht mehr übernommen, wurde in einer Aussendung betont.

Die FPÖ Wien sei jedenfalls an einer umfassenden Aufklärung interessiert, wurde beteuert. Bei der Sonderprüfung werde die Zeit ab 2013 "gründlichst durchleuchtet". Sobald die Prüfung abgeschlossen sei, werde man über die Ergebnisse informieren.

Die Tatsache, dass es ein derartiges Konto gab, wird verteidigt: Strache habe regelmäßig politische Delegationen empfangen und Arbeitsgespräche geführt. Darum seien von der Partei diverse Kosten übernommen worden. Dies wurde mit dem Rücktritt beendet. Jedoch gebe es für Strache nach wie vor ein erhöhtes Gefährdungspotenzial: "Es wird ihm daher auch ein ausgebildeter Sicherheitsmann beigestellt, der auch die Aufgabe als Fahrer übernimmt."

Gleichzeitig vermutet die FPÖ, dass ein Wiener Anwalt, der bereits beim Ibiza-Video beteiligt gewesen sein soll, auch "Dreh- und Angelpunkt" der aktuellen Vorwürfe ist: "Es scheint damit erwiesen, dass hier kriminelle Gruppierungen den Auftrag haben und das Ziel verfolgen, der FPÖ zu schaden."

Einfaches Parteimitglied

Strache ist nach wie vor Parteimitglied, über ein Polit-Comeback bei der Wien-Wahl 2020 wird immer wieder spekuliert. Sollten sich Unregelmäßigkeiten bei den Abrechnungen ergeben, würde es damit wohl schwer.

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Irgendeiner
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Ui, da gehts rund,da hatte sich Strache offenbar einen Feind gemacht,was an der

Frage der Abrechnungen nichts ändert, was wieder an der Tatsache nichts ändert, daß Parteifreunde dem Öffentlichkeit gaben um ihn auf schäbigste Weise abzuhalftern weil sie die direkte Konfrontation scheuen.Aber hebt man mal den Blick davon, daß man die Blauen immer für schwere Problembären gehalten hat, auch das Pandabärli vom Pinkafeld wie Planck so treffend formulierte, gerade den,man lacht,und läßt den Blick weiter kreisen,so über die Zeiten und die Parteien,dann stellt man eine Sache empirisch durchgehend fest,was immer einer angestellt hat in einem Amt oder nebenher,wir erwischen ihn erst dann am Schlawittchen wenn er aus der Macht gefallen,dann gibts kräftig Saures,vorher herrscht eine,naja,noble Zurückhaltung trotz teilweiser Kenntnis der Sachlage,ich erinnere mich noch wie halb Kärnten vor einem vollmundigen Landwirt zitterte und man nach dem Fall hier sagen mußte, auch der hätte ein Recht auf einen Rechtsbeistand,weil der Mut sich da dann plötzlich Bahn brach.Nur hinterher einen aufs Korn zu nehmen bringt gar nichts, dann hat er schon angestellt was er anstellen wollte und solange ihr in einer Demokratie diese verdammte Untertanenmentalität nicht ablegt und Dingen das Gewicht gebt das sie haben anstatt zuzusehen,solang sich ein Würstchen im Glanz eines Amtes suhlt,werma immer wieder in die Wand laufen,nur so mein Blick darauf.

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77ebb8cbcdcaeb9db3ad652831220f4b
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„Spesen werden derzeit nicht mehr übernommen“

Dann wird er‘s an einen parteinahen Verein verrechnen?!

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77ebb8cbcdcaeb9db3ad652831220f4b
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150€ und keinen Cent mehr!

Die Wohnung und das Essen wird ihm ja eh von der Partei gesponsert! Von den 150€ wird er eh leben können!

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heku49
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Der kleine Mann kassierte in den Jahren 2013 bis 2019

720000 Euro von Steuern, die Menschen bezahlt haben, die 40 und mehr Stunden wöchentlich arbeiten.....vielleicht, wenn es gut geht, 2000 Euro Brutto damit verdienen........ja,ja...die FPÖ, die soziale Partei...

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Lodengrün
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Bei so vielen Schmutzkübeln

würde ich als Familie Strache das Land verlassen. Wer will da bei so viel Dreck noch leben? Abgesehen das kein Hahn dort nach ihm krähen würde wo bekäme er € 20.000 und mehr jedes Monat in die Haushaltskasse. Und das ist viel Geld für keifen, beißen,.... . Mehr war es ja auch nicht in all den Jahren und Tagen.

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blackpanther
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Asyl

Da müßte er aber um Asyl ansuchen, immerhin könnte er dann im Flüchtlingsstatus eine Ausbildung als Zahntechniker nachweisen -

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schadstoffarm
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Nicht Ibiza oder der Griff in den Spesentopf ist das Problem

sondern die Berichterstattung :) Klar dass die FPÖ ein Abkommen mit "Einiges Russland" geschlossen hat, lästige Berichterstattung oder lebende Verräter gibts dort nicht.

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scaramango
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€ 10.000,- .... von der Partei(kasse) !!!

Und wer füllt brav die Parteikassen - Yes - WIR, die Steuerzahler.

Na, da freut Mann/Frau sich doch zu sehen, wo ihre Abzüge vom Bruttoeinkommen hin gehen, in Socken und Haargel mancher Politiker!

Für alle, die schon etwas Älter sind >> das sind 137.603 Schilling.... pro Monat = 1,651.236 Schilling pro Jahr !

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UHBP
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@scara..

Kein Wunder, dass Türkis-Blau vor der Wahl noch schnell die jährliche, automatische Erhöhung der Zuwendungen an die Parteien vom Steuerzahler beschlossen haben.

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satiricus
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Die 2 Unwörter des Jahres 2019 lauten:

1) Schmuddelkampagne (FPÖ) und
2) Anpatzerei (ÖVP)

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cleverstmk
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???

Da haben die Linken sicher etwas in den Schmutzkübel vom Ha Tsche getan, weil sonst ist er ja gar nicht so.........

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satiricus
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Für die vielen Einzelfälle unterzubringen ...

... braucht man gar keinen Kübel, sondern bereits ein ganzes Fass

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duerni
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Am nächsten Sonntag wird ENDLICH gewählt, dann gibt es ....

.. wieder einmal etwas anderes in den Medien als diese deckungsgleichen Interviewrunden in den diversen TV-Kanälen mit unzähligen Wiederholungen - aus Graus! Der Kampf um die Futtertröge in denen UNSER Steuergeld dargeboten wird, könnte entfallen, würden wir es den Parteien nicht ermöglichen.
Parteigänger haben in der Regierung nichts verloren - die gehören in die Volksversammlung, dem Parlament.
Entscheidungen sollen - ja müssen - von dafür qualifizierten Fachleuten getroffen werden, dann gibt es keine "parteigefärbte" Entscheidungen mehr - und dieses unsägliche Koalitionsgeschacher auch nicht. Ein frei gewähltes Parlament stellt den Volkswillen dar und wählt aus Entscheidungen der Regierung aus.
Blödsinn? ........ aber darüber Nachdenken wäre sinnvoll.....

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FRED4713
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am nächsten sonntag wählen wieder

+- 25% diese unsägliche blaue Partei...wetten dass?

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ARadkohl
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10.000 Euro Spesenkonto pro Monat für eine einzige Person?

Da sieht man wieder mal wie üppig der Futtertrog für diese Herrschaften gefüllt ist. Alleine die Spesen, das ist 5 bis 6 mal höher als ein Facharbeiterlohn! Da reden wir aber noch gar nicht vom wirklichen Gehalt. Unvorstellbar was da läuft und genau diejenigen versprechen uns alle das blaue vom Himmel!

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FRED4713
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in dem fall

stimmt das "BLAUE" haargenau

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zyni
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Herr Nepp hat anscheinend eigene Karrierepläne in Wien,

da genügt in dieser heißen Phase der eine oder andere Hinweis auf mögliche Verfehlungen von parteiinternen Konkurrenten....

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satiricus
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Ich glaube, der Nepp hat ein gewisses Insiderwissen, welches...

... halt nicht unbedingt publik werden sollte - aus Sicht des HC.
Oder steckt gar der Hofer dahinter?

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fortus01
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Lieber Herr Strache,

Vielleicht haben Sie hier etwas falsch verstanden, die Informationen kamen von einem Insider der sozialen Ibiza Partei, bitte vorher mit den eigenen "Parteifreunden" Rücksprache halten, da gibt es offenbar einige, die Sie nicht mehr in der Politik haben wollen.

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CBP9
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Schmutzkübelkampagne

©️ by FPÖ und Unwort des Jahres 🤮

Hoffe Österreich besteht am Sonntag den Intelligenztest!!!

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cleverstmk
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Hoffnung???

Hoffe ich auch, aber jeder 5. wird in Bierzeltmanier die Blaunen wählen - denn die sind ja so für uns!!!

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tannenbaum
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Anscheinend

sitzt der größte Feind von Strache in seiner engsten Umgebung. Da helfen keine wie auch immer gearteten Verschwörungstheorien seitens der FPÖ!

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Lodengrün
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Er hat nicht begriffen

das er in seiner Partei auf der Abschußliste steht. Wenn einer nur mehr Klotz am Bein ist muß man ihn loswerden. Nepp will bei der Wien Wahl Nr. 1 sein. Mit Philippa auf der Liste glaubte er der Familie Strache geholfen zu haben. Jetzt tut HC seine Ambition kund. Da hat Nepp keine Chance in der direkten Konfrontation. Was tut er? Er wirft die Spesenrechnung raus.

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dude
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Schön langsam wird es erbärmlich!

Der Strache kann einem ja schon fast leid tun! Da faselt er noch immer von mutmaßlich kriminellen Netzwerken und dabei wird er von parteiinternen Revision geprüft. Sein Nachfolger, Dominik Nepp, hat die Diskussion um Straches Spesenabrechnung in Gang gebracht (steht zumindest oben im Artikel). Es ist so schlimm, wenn Menschen nicht merken, oder nicht merken wollen, daß ihre Zeit abgelaufen ist!

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lieschenmueller
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Wenn's dir das Ablaufpickerl auf den Rücken kleben,

siehst du es eben selber nicht! Aber jeder andere.

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dude
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Das Bizarre ist ja, lieschenmueller,

... daß er sich das Ablaufpickerl schon vor Monaten selbst aufgeklebt hat!

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