Analyse von Peter PlaiknerWie St. Pölten zum neuen Machtzentrum der Republik wurde

Je instabiler die Bundesregierung, desto mächtiger die Landeshauptleute: Eine Kehrtwende, die Österreich in den vergangenen Tagen vollzogen hat.

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LANDESHAUPTLEUTEKONFERENZ: GRUPPENBILD
Ist Johanna Mikl-Leitner die neue Schattenkanzlerin? © APA/ROBERT JAEGER
 

Hermann Schützenhöfer hat Karl Nehammer die Show gestohlen.* Der steirische Landeshauptmann nahm vorweg, was dem designierten Bundeskanzler zur Erstpräsentation zugestanden wäre. Das zwar nicht so geplante Ausplaudern des neuen Regierungspersonals ist dennoch von hoher Symbolkraft. Was sich mit der Lockdown-Verkündung bei der LH-Konferenz schon abgezeichnet hatte, tragen die Landeshauptleute nun unverhohlen zur Schau: Der Staat hängt ab von ihren Gnaden. Österreich ist zurück in seiner Normalität vor Sebastian Kurz mit den Ostregion-Antipoden Erwin Pröll und Michael Häupl.

Kommentare (1)
Miraculix11
0
4
Lesenswert?

In dieser Analyse fehlt Entscheidendes

Die nächsten Landtagswahlen sind in Niederösterreich - und das ist für die ÖVP so wichtig wie Wien für die SPÖ. Daher haben sie Niederösterreichs Anzahl an Ministern erhöht. Was dem Normalbürger herzlich egal ist, aber Politiker in Ihrer Blase denken da anders.