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CoronaTests in der Schule ab sofort dreimal wöchentlich

Wöchentlich werden damit in den Schulen rund zwei Millionen Selbsttests durchgeführt. Experten uneins bei Verlängerung der Osterferien.

Ab sofort wird in Schulen dreimal wöchentlich getestet. © APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Ab heute, Freitag, wird an den Schulen dreimal wöchentlich per anterio-nasalem Schnelltest auf eine Covid-19-Infektion untersucht. Mit Tests am Montag, Mittwoch und Freitag wird unter der Woche damit alle 48 Stunden in der Nase gebohrt.

Damit werden an den Schulen wöchentlich rund zwei Millionen Antigen-Selbsttests durchgeführt, so das Bildungsministerium in einer Aussendung. Unterdessen sind sich Experten uneins über eine mögliche Verlängerung der Osterferien.

"Wir streben einen möglichst sicheren Schulbetrieb an und
intensivieren unsere Anstrengungen", so Bildungsminister Heinz
Faßmann (ÖVP). "Infektiöse Kinder werden durch die hohe Frequenz der Testungen noch besser gefunden und schnell aus dem System genommen."

Nach wie vor unklar ist der Schulbetrieb nach Ostern. Hier soll
es am Montag gemeinsam mit anderen Bereichen eine Entscheidung
geben. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner meinte im Ö1-Morgenjournal, dass man angesichts der drohenden Überlastung der Intensivstationen nichts ausschließen könne. Allerdings müssten Schulen und Kindergärten das "letzte Mittel sein, das man zum Gegensteuern verwendet".

Der Epidemiologe Gerald Gartlehner würde angesichts der hohen Infektionszahlen eine Verlängerung der Osterferien um eine Woche befürworten. Damit könnte man das Infektionsgeschehen abbremsen, ohne dass zu viel Unterricht verloren ginge.

"Wir sehen wirklich, dass es in den Schulen zu vermehrten Infektionen kommt. Das ist wahrscheinlich aufgrund der britischen Variante", so der Experte für Evidenzbasierte Medizin von der Donau-Universität Krems in der ZiB 2 am Donnerstagabend. Man müsse sich zwar um die Kinder wenig Sorgen machen, da diese eine Sars-CoV-2-Infektion meist sehr gut überstehen. Sie würden aber die Infektionen auch zu den älteren Bevölkerungsschichten tragen.

Elternvertreter protestieren gegen Unterrichtsentfall

Dass das Infektionsgeschehen an Schulen trotz der geltenden Schutzmaßnahmen - regelmäßige Antigenschnelltests, Schichtbetrieb bei den über-14-Jährigen, Masken- bzw. FFP2-Maskenpflicht für die Älteren - zunimmt, liegt laut Gartlehner an einer vermutlich nicht optimalen Umsetzung vor Ort. Er sei auch nach wie vor nicht von der Aussagekraft der eingesetzten "Nasenbohrer"-Tests überzeugt. "Es ist besser als kein Test, aber ich glaube, man sollte wahrscheinlich auf andere, treffsichere Tests in der Zukunft umstellen."

Anders der Simulationsexperte Niki Popper: Er würde die Schulen nach Ostern öffnen - eben weil dort mit dreimal wöchentlich durchgeführten Tests breite Screenings möglich seien, so Popper zur APA. Das wäre allemal besser, als die Kinder und Jugendlichen ungetestet zu lassen.

Elternvertreter protestieren unterdessen gegen einen möglichen Unterrichtsentfall nach Ostern. Sollte dies tatsächlich umgesetzt werden, müsse stattdessen an den Schulen an allen Wochentagen Lernunterstützung und Betreuung angeboten werden, hieß es in einer Aussendung des Dachverbands der Elternverbände an den Pflichtschulen. Lehrer wiederum müssten die ausgefallenen Stunden dann im August, in einer für die Schüler freiwilligen Sommerschule, "nachunterrichten".

Kommentare (8)
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Nische96
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Gesetzliche Grundlage

Und mich würde die gesetzliche Grundlage interessieren für den 3. ZWANGTest. In der Covid Schulverordnung steht zweimal wöchentlich und dieser Paragraph (35) tritt mit 26.3. außer Kraft. Aber alle Medien tun brav die Presseaussendung des Herrn Faßmann drucken ... Ich habe bis heute keine Antwort von unserer Direktion, von der Bildungsdirektion oder vom Bildungsministerium erhalten und ich will doch nur die gesetzliche Grundlage wissen.

DavidgegenGoliath
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Damit will die Regierung die Fallzahlen

noch höher treiben, um dann den unvermeidbaren Lockdown zu verkünden!

gonzolo
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Oh ja – man kennt es eh schon …

da braucht man nur mal kurz anzudenken oder erwägen, ob man die halbe zweite Woche der Osterferien noch geschlossen hält, bricht bei den Elternvertretern sofort Panik und Protest aus.

Und ich frage mich, ob man die eigenen Kinder heutzutage schon so hasst und loswerden möchte – und ob die fürsorglichen Mamas und Papas eigentlich schon mal eine Sekunde daran verschwendet haben, sich auch mal Gedanken darüber zu machen, dass auch Kinder ernsthaft erkranken könnten – bei all den Entwicklungen in den letzten Wochen und bei den immer neuen Mutanten, von denen man nichts Genaues weiß?!

Dieser latente Protest-Reflex kommt einem ja schon vor, wie eine pathologische Kinderphobie?! … Und mir fällt dazu dieser eine alte Spruch ein: „Vater/Mutter werden ist nicht schwer … sein dagegen sehr“ …

laster
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seh das etwas differenzierter

Es geht nicht ums Abschieben. Wenn sie selbst Kinder in diesem Alter haben, müssten sie wissen, was vor allem Volksschüler seit vorigem Jahr schon versäumt haben, nicht nur auf sozialer Ebene. Die Ferien einfach verlängern finde ich sinnbefreit. Dann wenigstens Distancelearning. Auch die großen Ferien sollten vor allem für dieses Jahr überdacht werden.

gb355
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na ja..

???????🙈

Ch.Gschiel
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Verlängerung der Osterferien ist abzulehnen,...

... denn das ist schlecht für die SchülerInnen. Wenn irgend möglich Präsenzunterricht, von mir auch gerne mit täglicher Testung. Wenn die Schulen wirklich zu bleiben müssen, wenigstens Distance Learning.

mocoro
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Unverständlich

Da bei den Tests die Freiwilligkeit fehlt, werden eben jene, die nicht anders können, dazu gezwungen.
Unserer Regierung fehlt jedes Gefühl für Menschlichkeit, es zählen die nackten Zahlen.
Man kann nur hoffen, dass der aufkeimende Widerstand gegen diese Regierung laut genug wird, um ihn nicht mehr ignorieren zu können.

Matteo0603
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Gilt nur für Volksschulen

In den Unter- und Oberstufen wird Freitags nach wie vor im Distance-Learning unterrichtet.