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Essay am SamstagPeter Strasser: Die neuen Querdenker – über die Pervertierung eines Begriffs

Querdenker in den Sechzigerjahren waren daran beteiligt, uns Jüngeren kritisches Denken nahezubringen. Mit der neuen Bedeutung des Wortes hat das nichts zu tun.

© Illustration Margit Krammer
 

Als ich studierte, gab es kluge Köpfe, die man als „Querdenker“ bezeichnete. Darunter fanden sich die Vorreiter jener Denkweisen, die vom Establishment, ob links oder rechts, skandalisiert und bekämpft wurden. Naturschützer, Gegner der Atomkraft und des Wettrüstens, Feministinnen, Kritiker der herrschenden Geschlechtsmoral, Verfechter der Meinungs- und Redefreiheit, Wortführer der Chancengleichheit und sozialen Gerechtigkeit – kurz: ein buntes Patchwork.

Kommentare (3)
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notokey
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Wirklich schade...

... dass diesen Artikel die wenigsten lesen. Das müsste man - anstelle der Demokratie-Diktatur-Titelseite mit dem Mini-Verweis auf einen Lissmann-Kommentar - mal als große Schlagzeile unter die Leute bringen.

reschal
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Treffend dargelegt Hr. Strasser

Dazufügen würde ich "Querköpfe", weil "Kopf" nicht automatisch denken bedeutet. Das tut diese Gruppe m.E. zuwenig. "Kopf" bedeutet auch nicht gleichzeitig hassen; auch da gibt es Differenzierungen. Nicht alle Demonstranten hassen gleichermaßen. Allerdings scheinen alle empört, sonst würden sie nicht hingehen.

mobile49
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danke für diese zeilen

diese werden aber leider wieder nur von denen gelesen werden , die diese meinung teilen .

vor einem jahr dachte ich auch noch nicht , dass ich mich von dem "prädikat querdenker" einmal abwenden würde .