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Auf Putins Payroll Ex-Politiker mit Russland-Jobs

Russland scheint ein attraktives Pflaster für ehemalige Politiker zu sein. Österreichs ehemalige Außenministerin Karin Kneissl ist nur eine aus einer ganzen Reihe von Aufsichtsräten russischer Konzerne.

Karin Kneissl

Auf Entschluss der russischen Regierung wird Österreichs ehemaligen Außenministerin Karin Kneissl künftig im Aufsichtsrat der staatlich-russischen Rosneft sitzen.

APA/EXPA/JOHANN GRODER

Weltweit bekannt war die von der FPÖ nominierte Politikerin damit geworden, Russlands Machthaber Wladimir Putin zu ihrer Hochzeit ins steirische Gamlitz 2018 eingeladen zu haben. Dadurch, dass Putin überraschend zusagte, explodierten allein die Sicherheitskosten für die Veranstaltung auf rund 223.000 Euro.

APA/ROLAND SCHLAGER/APA-POOL

Kneissl, eigentlich Expertin für den Nahen Osten, hat diese Nähe aber nicht geschadet: Schon seit dem Vorjahr hat sie begonnen, Kolumnen für den staatsnahen Sender Russia Today zu verfassen.

APA/HERBERT NEUBAUER

Mit ihrem Russland-Engagement ist Kneissl freilich nicht alleine: Ex-Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) zum Beispiel sitzt inzwischen im Aufsichtsrat der russischen Staatsbahn RDZ. Ein Metier, in dem sich Kern als ehemaliger ÖBB-Chef durchaus auskennt.

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Der ehemalige Finanzminister Hansjörg Schelling (ÖVP) war unterdessen als Berater für das russisch-deutsche Pipeline-Projekt North Stream 2 tätig, dessen größter Anteil der russischen Gazprom gehört. Als Verbinder zwischen russischen und österreichischen Interessen war der ehemalige Lutz-Chef auch für den OMV-Aufsichtsrat vorgesehen.

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Auch Altkanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), in mehreren Aufsichtsräten tätig, ist in Russland engagiert: Er sitzt im Aufsichtsgremium des Ölkonzerns Lukoil.

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Auch in Deutschland gibt es immer wieder Kritik am Engagement von Ex-Politiker durch russische Unternehmen. Prominentestes Beispiel: Altbundeskanzler Gerhard Schröder, mit Putin nicht nur demonstrativ befreundet, sondern unter anderem für Gazprom und Rosneft tätig.

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Bertl1970
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Kneissl

Da sollte zuerst einmal die rote Riege wie ex Kanzler Gusenbauer und Konsorten auf der Liste sein und nicht Frau Kneissl die durch ihr diplomatisches Geschick viel dazu beigetragen hat den Draht zu Russland nicht abzureissen zu lassen. Aber es ist immer einfacher ex Politkerinnen die nicht der linken Politkaste zuzurechnen sind vor den politischen Vorhang zu zerren.