Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Journalisten protestieren"Der ORF gehört nicht den Parteien, sondern den Österreichern"

Nachdem türkis-blaue Absprachen über die Besetzung von Positionen im Rundfunk bekannt geworden waren, fordern Redakteure ein neues ORF-Gesetz.

Der ehemalige ORF-Stiftungsratsvorsitzende Norbert Steger
Der ehemalige ORF-Stiftungsratsvorsitzende Norbert Steger © APA/Georg Hochmuth
 

Angesichts der Donnerstag publik gewordenen Personalabsprachen zwischen ÖVP und FPÖ im ORF aus dem Jahr 2019 fordert der Redakteursrat des Senders ein neues ORF-Gesetz. "Der ORF gehört nicht den Parteien, sondern den Österreicherinnen und Österreichern", heißt es in einer Aussendung des Redakteursrats. Gefordert wird u.a. das Ende der Beschickung des ORF-Stiftungsrats durch Parteigänger sowie ein Mitspracherecht der Redaktion bei Führungsposten.

"Es ist das erste Mal, dass offenbar klare Absprachen zwischen hohen politischen Parteifunktionären und dem Vorsitzenden des ORF-Stiftungsrates öffentlich werden", reagieren die Vertreter der ORF-Redakteure "empört" auf die Chatprotokolle. Demnach gab es zwischen ÖVP, FPÖ und ORF-Führung vor Auffliegen der Ibiza-Affäre 2019 und der folgenden Neuwahl Absprachen über die Neubesetzung von Führungsposten im Sender.

"Wenn ganze 'Personalpakete' in Parteizentralen vereinbart und sich der Stiftungsrats-Vorsitzende auf angebliche Absprachen mit dem ORF-Generaldirektor beruft, dann führt das alle gesetzlich und intern vorgesehenen Ausschreibungen, Hearings und Bewerbungsprozesse im ORF ad absurdum", kritisiert die ORF-Redakteursvertreter. Sie fordern ein neues ORF-Gesetz, das der Redaktion auch echte Mitspracherechte bei der Bestellung von Führungskräften gibt - konkret die Möglichkeit, einen Chefredakteur abzulehnen.

Kommentare (35)
Kommentieren
herwig67
10
49
Lesenswert?

Blauen wolllten Österreich kontrollieren

Kronenzeitung, ORF etc...wie bei Orban oder Erdogan...alles in blauer Hand 😤

Hako2020
9
11
Lesenswert?

Wie

wollten die Blauen die Kronenzeitung verkaufen oder kontrolieren?
Allein die Funke AG hatte 49,9% Anteile,die jetzt Benko hat.
Die blauen wollten also Dichand samt Funke verkaufen?
Wie sollte das funktionieren?

Lupoo
1
3
Lesenswert?

Warens sehr lange

auf einem fremden Planeten ?
Oder das Ibiza-Gschichtl verdrängt ?

Lilithwashere
7
21
Lesenswert?

Türkis

vor allem!

pescador
10
32
Lesenswert?

"Der ORF gehört nicht den Parteien, sondern den Österreichern"

Echt jetzt? Seit wann? Hab ich da was versäumt?

sunny1981
2
14
Lesenswert?

Wenn’s ums zahlen geht gehört der ORF dem Volk

.

auer47
42
28
Lesenswert?

Jetzt auf einmal

Ja, da schau ich aber, wenn ich die ORFler politisch jammern höre. Als Kreisky und die SPÖ mit dem ORF taten, was sie wollten (Bacher, Oberhammer, später Podgorsky, seit 2006 der rote Wrabetz) da waren alle ruhig. Wolf war 2006 sogar maßgeblich an der Installation des roten Wrabetz beteiligt, kuschten sie alle, weil sie Rote wollten (sie passen auch am besten zu den meisten Redaktionen)

levis555
0
1
Lesenswert?

Gerd Bacher, als Vater der Salzburger Festspielpräsidentin Helga Rabl—Stadler ein Erzschwarzer,

während Teddy Podgorsky, ein ausgewiesener Roter war, gegen den schwarze Politiker am Anfang seiner Karriere massiv protestierten (Schah v. Persien Berichterstattung).
Bin immer wieder erstaunt, wenn sich vollkommen Unwissende an Diskussionen beteiligen, von denen sie null Ahnung. haben

X22
9
38
Lesenswert?

Ob man den Bacher bzw. den Podgorski dem roten Lager zurechnen kann

eher nicht

auer47
2
4
Lesenswert?

Lernen

Kreisky hätte gesagt: Lernen Sie Geschichte Herr X22. Der Nichtlinke Bacher wurde hinausgeworfen - kam später zwar durch einen roten Betriebsunfall -man ließ angeblich SPÖ Funktionäre sogar beim Augenlicht ihrer Kinder schwören...- wieder zurück, aber Podgorsky war und ist natürlich ein gestandener Roter. Bei Wrabetz, Zeiler und Konsorten haben sie ohnehin nichts gegen meinen Standpunkt eingewendet.

Kommentare 26-35 von 35