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ÖGK-Obmann Andreas Huss"Für Hausärzte leichteren Test für Medizinstudium"

Gewerkschafter Andreas Huss, seit 1. Juli Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse, will Geld für hunderte Millionen Beitragsausfall durch Corona. Für angehende Hausärzte schlägt er leichteren Uni-Test vor.

Andreas Huss
© Eggenberger
 

Ihr erster Auftritt als neuer Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK wurde vom ÖVP-Wirtschaftsbund als One-Man-Show kritisiert und dass Sie die Arbeitgeberbeiträge erhöhen wollen. Gerade jetzt?
ANDREAS HUSS: Ich will keine Arbeitgeberbeiträge erhöhen, aber ich habe Vorschläge zur Finanzierung, weil wir die Leistungen verbessern wollen. Zuerst geht es um die Corona-Ausfälle, mit denen wir in der ÖGK zu kämpfen haben. Jeweils 400 Millionen Euro fehlen uns 2020 an Beiträgen durch die gestiegene Arbeitslosigkeit sowie an Beitragsstundungen.

Kommentare (20)

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spainman
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Rahmenbedingungen für HA verbessern

Ojeh, wieder ein gut bezahlter Gesundheitsexperte, der keine Ahnung hat. Das Kernproblem ist, dass das das Hausarztsystem kaputt gespart wurde und jetzt jammern die Kaputtsparer, dass keiner diesen Job machen will...eine erleichterte Prüfung brauchen die Hausärzte nicht, sie sind wesentlich cleverer als der Herr Obmann annimmt. Verbessern sie die Rahmenbedingungen der Hausärzte und das Problem löst sich von selbst.

Patriot
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Mit einem Wort : Sie wollen mehr Geld!

.

schulzebaue
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Wieder mal

Ein Beweis dafür das Hausärzte Als Mediziner zweiter Klasse angesehen werden. Kein Respekt keine Wertschätzung keine Anerkennung.

freeman666
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Vollkommen falscher Ansatz!

Jeder Hausarzt (praktischer Arzt) muss natürlich das gesamte Studium schaffen.
Es wäre eine Abwertung gegenüber jedem Hausarzt, wenn der Zugang nur speziell für sie erleichtert werden würde.
Im Gegenteil, das Hausarztsystem gehört aufgewertet, gerade die Gesundheitskassen mit überbordender Bürokratie und eben das Nichtbezahlen diverser Leistungen der Hausärzte hat das System massiv zerstört.
Der gute Mann sollte eigentlich sehr genau wissen, warum die meisten Jungärzte sich nicht mehr auf das Abenteuer Hausarzt einlassen und lieber in einer Klinik arbeiten.

lieschenmueller
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?

Ich stehe wohl gerade auf der Leitung.

Will der damit sagen, als Hausarzt müsse man weniger intelligent sein?

Das Studium ist nach einer Aufnahmeprüfung wohl für alle das gleiche. Oder besteht es für seine Angedachten dann aus Tanzen und Klatschen und einem Jodeldiplom?

Und bestehen nicht sehr, sehr viele die Prüfung, aber es gibt nur eine gewisse Anzahl an Plätzen?

onlinevision
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Auch Matura erleichtern bitte!

Für die, die wissen, dass sie später nur an einer Pädak studieren wollen und nicht an einer richtigen Uni wie TU oder KF.
Für die, die nach der HAK nur arbeiten gehen und nicht studieren.
Für die, die eine Lehre mit Matura machen und nicht richtig studieren wollen.
Und für zukünftige Nur-Hausärzte reicht sicher auch ein Fernstudium!

Patriot
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@onlinevision: Nur der Ordnung halber: Die Pädak gibt es schon seit Jahren nicht mehr!

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umo10
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Oh nein

Ich will keinen Kurpfuscher als Hausarzt!!!

HoellerP
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Das will wohl niemand...

...aber steht da irgendwo, dass ein angehender Hausarzt nicht Medizin studieren soll?

viola68
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vielleicht

vielleicht sollte man die Studieplätze erst mal mit österreichischen Studenten auffüllen, dann die von der EU....dann hätten wir auch mehr Hausärzte in ZUkunft...

fjleitner
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Quantität statt Qualität???

Die Idee, Zugangstest und Prüfungen für Allgeneinmediziner einfacher zu gestalten, ist eigentlich nicht einmal einen Kommentar wert. Einerseits will man die Position der Hausärzte stärken und mehr Kompetenzen übertragen, jetzt denkt man an eine Verschlechterung der Ausbildung. Vielleicht sollte der gute Mann in der ÖGK intern ins Facility Management versetzt werden....

beneathome
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Nicht ganz unrecht

Herr Huss bringt einige Themen auf, die so mal offen diskutiert gehören. Die ASVG-ler zahlen in Österrreich die ganzen Sozialausgaben. Guthaben werden zu anderen defizitären Versicherungsträgern verschoben und bei den ASVG-lern kürzt man die Leistungen. Die Uniprofessoren und das Ministerium sind unfähig gegen den Ärztemangel eine Lösung auszuarbeiten. Naja 100%-Bürokraten ohne Fantasie. Oft steht halt die eigene Karriere im Vordergrund und im Weg.

aposch
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Studientests für Hausärzte?

Der Obmann der ÖGK hat einen erleichterten Aufnahmetest für Hausärzte gefordert.
Ist das nicht der falsche Ansatz.
Tausende Lehrplätze an den Unis werden an ausländische Studenten vergeben und die meisten von ihnen kommen aus Deutschland, die hier einen Studienplatz bekommen, nachdem sie dort nicht die erforderliche Qualifikaton erreicht halben.
Das wirft kein gutes Licht auf die Aufnahmekriteren an unseren Unis.
Was aer noch schwerwiegender ist, ist die Tatsache, dass sie hier kaum Studiengebühr bezahlen müssen, aber nch abgeschlossenem Studium in der Heimat ihren Beruf ausüben. Der österreichische Steuerzahler schaut dabei durch die Finger. Was denken sich unsere Gesetzgeber eigentlich dabei???

daberni
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Viel schlimmer

ist doch, dass Österreichische Studenten nach dem Abschluss ins Ausland gehen weil sie in Österreich einfach nichts verdienen. Vielleicht sollte man da mal anfangen, dann könnte man die Leute eh halten oder sogar aus dem Ausland anlocken. Für ausländische Studenten gibt es sowieso Quoten, die machen keinen so großen Anteil aus. Und sonst könnte man ja auch mal die Unis besser finanzieren und die Studienplätze ausbauen.

romagnolo
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Ausserdem, Wurzer Generaldirektor, Huss Obmann?

Kann mir jemand erklären, warum wir da 2 Wunderwuzis brauchen und vielleicht auch den unterschiedlichen Aufgabenbereich, oder geht es etwa nur um die ausgeglichene "parteinahe" Besetzung :-)

romagnolo
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Vielleicht sollten die Aufnahmetests für Funktionäre in der ÖGK eingeführt werden.

Ist ja nur mehr peinlich der Herr.

harri156
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Vielleicht sollte man den Friseuren

eine 5 wöchige Zusatzausbildung anbieten, um den Hausarztmangel zu mildern? Comeback des Baders......

scionescio
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Der gute Mann sollte sofort zurücktreten, falls der Vorschlag, dass angehende Hausärzte leichtere Aufnahmetests bekommen sollten, ernst gemeint ist!

Wie kommt ein Patient dazu, sich in die Hände von jemanden zu begeben (und dabei seine Gesundheit/Leben aufs Spiel zu setzen), der zwar vielleicht will, aber offensichtlich nicht kann?
Man sieht mittlerweile bei der Polizei, was die vereinfachten Aufnahmetests (die übrigens auf dem Niveau eines Hauptschülers in der zweiten Klasse angesiedelt sind!) gebracht haben - welche Einfaltspinsel in Uniform da der Bevölkerung zugemutet werden, ist eine Frechheit.
Wie man an angeblichen Ärztinnen unter den Postern im Forum sieht, sind die kognitiven Anforderungen an Medizinstudenten schon jetzt sicher nicht übertrieben und braves Auswendiglernen von Unverstandenem anscheinend ausreichend.

Balrog206
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Für

Affen sollte sowieso der Tierarzt ausreichend sein !!

Ragnar Lodbrok
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Wieviele Psychologen mit ÖGK Kassenvertrag

gibt es in Graz? 2 (!!!) Eine Stadt mit 300.000 Einwohnern und 2 Kassenpsychologen!!! Oder - es gibt in Graz 5 (!!!) Orthopäden mit einen ÖGK Kassenvertrag! Wie armselig ist das??? Um es mit einem Zitat von Erwin Ringelzu sagen:" Österreich hat eine der höchsten Selbstmordraten in Europa. Mich wundertes nicht, daß sich soviele bei uns umbringen - mich wundert es eher, wenn sich einer nicht umbringt."