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Kabinett Bierlein Das ist der Werdegang der neuen Minister

Das Kabinett soll bis zu den Neuwahlen und der Bildung einer neuen Regierung regieren.

Brigitte Bierlein

Die Bundeskanzlerin: Die große Karriere kam spät, dann aber nachdrücklich. Zwei Jahre vor der Pension wurde Brigitte Bierlein im Vorjahr erste Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs, nun wird sie Österreichs erste Regierungschefin. Die 69-Jährige wird dem bürgerlichen Lager zugerechnet.

APA/GEORG HOCHMUTH

Clemens Jabloner

Clemens Jabloner wird vom Pensionisten zum Vizekanzler und Justizminister. Jabloner gilt als Paradejurist. Der verheiratete Vater von drei Kindern war unter anderem Beamter im Kanzleramt als Sektionsleiter sowie im Verfassungsdienst. 1991 wurde er zum Vizepräsidenten des Verwaltungsgerichtshofs, zwei Jahre später Präsident - eine Aufgabe, die er 20 Jahre lang bis zum Erreichen des Pensionsalters tadellos ausfüllte. Politisch wurde der Sohn eines Impressarios stets der SPÖ zugerechnet.

APA/HERBERT NEUBAUER

Alexander Schallenberg

Außenminister: Den Politzirkus kennt Alexander Schallenberg nur zu gut. Ins Außenamt kam der Diplomat adeliger Herkunft bereits vor mehr als 20 Jahren. Mit dem Aufstieg von Sebastian Kurz (ÖVP) ins Bundeskanzleramt gelang dem langjährigen Pressesprecher mehrerer Außenminister auch sein größter Karrieresprung. Zuletzt leitete Schallenberg die EU-Koordinationssektion im Bundeskanzleramt. 

Die Diplomatie wurde Schallenberg quasi in die Wiege gelegt. 1969 in Bern als Sohn des Botschafters und späteren Generalsekretärs im Außenministerium (1992 bis 1996), Wolfgang Schallenberg, geboren, wuchs er in Indien, Spanien und Frankreich auf. Von 1989 bis 1994 studierte er Rechtswissenschaften in Wien und Paris, danach Europäisches Recht am Europacollege im belgischen Brügge.

BUNDESKANZLERAMT/DRAGAN TATIC

Ines Stilling

Familienministerin: Die Grazer Juristin Ines Stilling ist seit 2012 Sektionsleiterin für Frauen und Gleichstellung im Bundeskanzleramt. Sie gilt als Favoritin für die Position der Frauenministerin.

Die 42-Jährige studierte laut Wikipedia Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz, wo sie ihr Studium mit der Sponsion zur Magistra abschloss. Neben der Ausbildung war sie beim Magistrat der Stadt Graz beschäftigt, bei Siemens AG Österreich, bei der Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung und der Wirtschaftsprüfungskanzlei Todt & Partner. Stilling gilt als SPÖ-nahe.

Wikipedia

Iris Rauskala

Bildungsministerin: Die Wirtschaftswissenschafterin ist derzeit Chefin der Präsidialsektion des Ressorts. Laut dem Standard soll Iris Rauskala nun Bildungsministerin werden.

Die 41-Jährige arbeitet seit 2007 im Wissenschaftsministerium und war dort Mitarbeiterin von drei ÖVP-Ministern. Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ernannte sie schließlich zur Sektionschefin.

Wenzel/BKA

Brigitte Zarfl

Sozialministerin: Laut der Presse wird die derzeite Sektionschefin im Sozialministerium, Ministerin für Soziales. Die 57-jährige Brigitte Zarfl wurde in Krems an der Donau geboren.

Sie promovierte 1996 an der Universität Wien. Nach Stationen im Gesundheitsministerium und im EU-Sozialschutzausschuss wurde sie nach vielen Arbeitsjahren im Sozialministerium von Minister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) zur Leiterin der Präsidialsektion im Sozialministerium bestellt.

Sozialministerium

Elisabeth Udolf-Strobl

Wirtschaftsministerin: Seit 1999 ist Elisabeth Udolf-Strobl Sektionschefin im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Die 63-jährige studierte Dolmetscherin gilt laut der Presse als Wegbegleiterin von Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP).

Ab 1991 war sie im Kabinett des damaligen Wirtschaftsministers, später folgte sie Schüssel dann ins Außenministerium. 

ARS Electronica/Tom Mesic

Thomas Starlinger

Verteidigungsminister: Für das Verteidigungsministerium ist Thomas Starlinger vorgesehen, Generalmajor des Bundesheeres und seit Jänner 2017 Adjutant des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen.

Johanna Birnbaum

Wolfgang Peschorn

Innenminister wird Wolfgang Peschorn, der bisherige Präsident der Finanzprokuratur.

Die Bestellung des Innenministers gestaltete sich offenkundig schwierig. Im Laufe des Wochenendes wurde auch über andere Namen spekuliert. Die ÖVP hätte gern Interims-Innenminister Eckart Ratz im Amt belassen, auch der SPÖ-nahe Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl tauchte an der Gerüchtebörse auf. Zuletzt wurde Oberösterreichs Polizeichef Andreas Pilsl genannt, FPÖ und Liste Pilz erhoben gegen den ÖVP-Mann Einspruch.

APA/Herbert Neubauer

Andreas Reichhardt

Verkehrsminister wird  Andreas Reichhardt, der unter Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) als Generalsekretär fungiert hatte.

APA/Herbert Neubauer

Eduard müller

Finanzminister wird Sektionschef Eduard Müller. Er übernimmt auch die Agenden für öffentlichen Dienst und Sport.

APA/Hans Klaus Techt

Maria Patek

Landwirtschaftsministerin: Maria Patek war bis zuletzt Sektionschefin im Landwirtschaftsministerium tätig.

(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
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