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EssayHundert Jahre "Rotes Wien" - ein Experiment mit Widersprüchen

Als die Sozialisten am 4. Mai 1919 bei den ersten Wiener Gemeinderatswahlen in der Ersten Republik die absolute Mehrheit errangen, begannen sie an ihrer neuen Stadt zu zimmern. Eine Politik für Menschen, aber nicht immer mit ihnen.

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© APA
 

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blickte die Welt zumindest zweimal gebannt auf das, was in Wien ablief. Gleich zu Beginn des Jahrhunderts war es die kulturelle Hochblüte, die die Hauptstadt des großen, multiethnischen und multireligiösen Reiches in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellte. In der „Welt von Gestern“, wie Stefan Zweig jene Zeit rückschauend nannte, hatte Wien die Wissenschaft und Kultur der Kronländer inhaliert und in einem Schmelztiegel zusammengeführt. Robert Musil, Karl Kraus, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud, Ludwig Wittgenstein Ernst Mach, Karl Popper, Karl Menger, Hans Kelsen, Gustav Klimt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Arnold Schönberg, Theodor Herzl, all diese und viele mehr prägten das Wien des „Fin de Siècle“, der Jahrhundertwende und der Jahre davor und danach. Zwanzig Jahre später erregte das Aufbauwerk des „Roten Wiens“ erneut Aufmerksamkeit und Bewunderung, sogar im britischen Königshaus und in den USA.

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