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Essay von Gerhard ZeilerElend der Sozialdemokratie: Anleitung zur Wundheilung

Mit dem Debakel in Bayern setzte sich der Niedergang der Sozialdemokratie in Europa ungebremst fort. Der Medienmanager Gerhard Zeiler benennt die Gründe für den Absturz und weist Wege aus der Krise.

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OeSTERREICHISCHE MEDIENTAGE 2015: ZEILER
Medienmanager Gerhard Zeiler © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Sozialdemokratie in Europa steckt in einer veritablen Krise. Vergangen sind die Zeiten, in denen in den meisten europäischen Ländern Sozialdemokraten regierten. Es gibt viele Erklärungsversuche für diese Entwicklung, eine davon stammt von Ralf Dahrendorf, dem liberalen Historiker, der verkürzt gesagt meinte, das 20. Jahrhundert sei das sozialdemokratische Jahrhundert gewesen – und damit sei die historische Aufgabe der Sozialdemokratie erfüllt.

Kommentare (12)

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Hildegard11
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SPÖ

Es wäre eigentlich einfach: Ideologie und Ego raus. Pragmatismus und Verstand rein.

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erzberg2
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Richtungsweisende

und kompetente Ansage.

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eston
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Wenige, aber die Besten

- die SPÖ hat noch immer zuviele

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BernddasBrot
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In Deutschland und England

wurde unter Schröder und Blair der Neoliberalismus hoffähig. In Österreich degradierten die Roten in Wien die Partei zu einem Familienclan und Funktionärsoligarchie. Da hilft nur der Resetknopf und Gründung einer neuen Bewegung.

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Sege
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Und

Er hat zugunsten von C Kern auf den Vorsitz verzichtet

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KarlZoech
1
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@ Sege: Zeiller hat nicht wirklich verzichtet, er saß in den entscheidenden Stunden

in einem Flieger Richtung Nordamerika und war nicht telefonisch erreichbar. Und als er erreichbar war, war die Sache schon für C. Kern gelaufen.

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wjs13
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Vieles richtig erkannt

aber bei der Umsetzung scheitert er mit Sicherheit an der eigenen Partei, die eigentlich mindestens 2 Parteien sind.

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KarlZoech
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@ wjs13: Ihr Gedanke ist lesenswert, sehr bedenkenswert.

Und doch hoffe ich, dass Sie auf lange Sicht unrecht behalten.

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wjs13
0
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Hallo Hr. Zoech

mein Kommentar basiert bereits auf einer ziemlich langen Sicht. Mein Studienkollege Streicher auf die Frage warum er nicht Vranitzky als Bk beerbt und dieser für den BP kandidiert, was Streicher nie wollte: "Die Parteilinke würde dies nie zulassen." War glaube ich 1992 im Herbst
Der Gegensatz Fudis gegen Realos gibt es wahrscheinlich solange wie es die Partei gibt.
Androsch sagt heute in der Printausgabe ob er sich die Kreiskynachfolge denn nicht zutraute: "Den Bk schon, den Parteivorsitz nie".

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KarlZoech
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@ wjs13: Vorab: Ich denke ja, dass Sie mit Ihrer Einschätzung völlig richtig liegen,

sehe die Situation letztlich ebenso. Aber Hoffnung hat man halt doch noch....

Zu den linken Fundis: Diese sind meiner Ansicht nach die Totengräber der Sozialdemokratie! Denn sie verhindern eine pragmatische Politik mit Hausverstand, welche sich um die Anliegen und Sorgen der normalen Menschen kümmert. Und andererseits haben alle linken Fundis nicht verhindert, dass ein Blair und ein Schröder (der "Genosse der Bosse") den Neoliberalismus in die Sozialdemokratie hinein ließen.

Das Porblem mit den linken Fundis haben ja auch die österreichischen Grünen, auch deswegen flogen unsere Grünen aus dem Nationalrat, wogegen die Grünen im Autoland Baden-Würtemberg einen erfolgreichen Ministerpräsidenten stellen und in Bayern gerade erst ihren Stimmanteil verdoppelten - eben weil sie pragmatische Politik machen und nicht linke Fundistandpunkte einnehmen.

Wenn die Sozialdemokratie sich zu wenig um die Anliegen der "kleinen Leute" kümmert (ihre ureigenste Aufgabe!), dann braucht sie sich nicht zu wundern, wenn sie nicht gewählt wird. Nur gegen die Blauen zu sein, das alleine ist zu wenig. Und vor allem haben schon (zu) viele Bürgerinnen und Bürger dazu ihre eigene Antwort gegeben und wählen die Blauen (oder in Deutschland die AfD).

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CuiBono
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Dank an Herrn Zeiler

für die klaren Worte.

Ein wertvolles Narrativ für die SPÖ- und auch andere Politiker dieses Landes, die den Bürger und Wähler immer mehr für den ausschließlichen Eigenbedarf mißbrauchen und den eigentlichen Wählerauftrag schon längst vergessen haben.

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helmutmayr
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Den Weg zu kennen

ist eine Sache. Ihn dann auch zu gehen die Andere.

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