AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Wiener Schulen51 Prozent haben nicht Deutsch als Umgangssprache

Integrationsbericht 2018: Expertenrat fordert neue Ansätze in der Sprachförderung. Bisherige Ansätze brachten nicht die gewünschten Ergebnisse. Ein Viertel der Schüler in Österreich hat andere Umgangssprache.

THEMENBILD: SCHULE/SCHULREFORM/AUTONOMIEPAKET
© APA/HARALD SCHNEIDER
 

Rund ein Viertel aller Schüler österreichweit haben eine andere Umgangssprache als Deutsch, an Wiener Schulen sind es sogar 51 Prozent. Das ist ein Detail aus dem am Donnerstag präsentierten Integrationsbericht 2018. Der für das Kompendium zuständige Expertenrat hielt darin fest, dass die bisherigen Ansätze zur Sprachförderung nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt hätten.

Der bereits zum 8. Mal erstellte, jährliche Integrationsbericht sammelt Daten zu allen Lebensbereichen und verknüpft diese. Neben demografischen Fakten wie etwa Bevölkerungszahl, Migration und Asyl werden auch die Bereiche Bildung, Arbeitsmarkt und Soziales unter die Lupe genommen. Der Expertenrat für Integration ist ein gesetzlich verankertes, unabhängiges Beratungsgremium der Regierung für integrationspolitische Grundsatzfragen.

Anteil der Schülerinnen und Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache (Schuljahr 2016/2017):

Schultypen zusammen:
Wien: 51,2 Prozent
Österreich: 25,3 Prozent

Volksschulen:
Wien: 58,5 Prozent
Österreich: 30,3 Prozent

Neue Mittelschulen:
Wien: 72,8 Prozent
Österreich: 31,2 Prozent

Allgemeinbildende höhere Schulen:
Wien: 39,4 Prozent
Österreich: 20,3 Prozent

 

Integrationsbericht präsentiert

Für den Expertenrat hat die Umgangssprache in der Schule einen wesentlichen Einfluss auf den Bildungserfolg, weswegen andere Modelle als die bisherigen erprobt werden müssten, wird im Bericht empfohlen. Auch Integrationsministerin Karin Kneissl (FPÖ) merkte bei der Präsentation an, dass es um mehr als um reine Sprachförderung gehe. Selbst viele Zugewanderte der zweiten Generation verwendeten nach wie vor nicht Deutsch als Muttersprache.

"Feuerstelle" Fernseher

An einem Rückgang der Deutschkenntnisse bei Menschen mit Migrationshintergrund sei etwa auch das Angebot internationaler Fernsehsender schuld, betonte Kneissl. Für die Ministerin ist der Fernseher in manchen Familien ein "Ersatz für die Feuerstelle". Auch für die Ministerin kommt es nicht nur auf Sprachförderung alleine an, denn: "Wir haben die Strukturen geschaffen, in die sich jeder integrieren kann." Kneissl empfahl etwa Ausflüge in Österreich.

Den eigentlichen Schwerpunkt im diesjährigen Integrationsbericht bildet ein anderes Thema. Kneissl: "Frauen sind der Motor der Integration. Sie nehmen im Integrationsprozess eine besonders wichtige Rolle ein, da sie vor allem in patriarchalen Systemen die Verantwortung für Erziehung und Bildung der Kinder tragen." Die Verpflichtung zur Teilnahme an Integrationsprogrammen habe dazu geführt, dass sich der weibliche Anteil verdoppelt habe.

Die subjektive Sichtweise von Integration in Österreich stellte Stephan Marik-Lebeck von der Statistik Austria dar: Für das zeitgleich mit dem Bericht erscheinende Statistische Jahrbuch Migration & Integration ließ man abermals die Meinung der Bevölkerung erheben. Das Ergebnis: Seit der ersten Befragung 2010 stieg die Zuversicht, dass Integration funktioniere. Migranten können sich zudem mehr und mehr mit ihrer neuen Heimat identifizieren.

23 Prozent haben Migrationshintergrund

Im Integrationsbericht wird auch eine allgemeine Übersicht über aktuelle Migrationsströme gegeben. Der Zuzug nach Österreich ist 2017 im Vergleich zu 2016 gesunken, der Bevölkerungsanteil von Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich ist in den vergangenen 10 Jahren von 16 Prozent auf 23 Prozent gestiegen. Das entspricht fast zwei Millionen Personen.

Ein Blick auf die Zahlen zur Bedarfsorientieren Mindestsicherung zeigt, dass die Hälfte aller Bezieher 2017 eine ausländische Staatsangehörigkeit aufwies. Unter den ausländischen Staatsangehörigen stellten Asyl- und Subsidiär Schutzberechtigte mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Bezieher.

Eine Besonderheit des aktuellen Integrationsberichts strich die Vorsitzenden des Expertenrats, Katharina Pabel, hervor. Erstmals stehe dem Gremium das sogenannte Integrationsmonitoring zur Verfügung. Dadurch werden die unterschiedlichen vorhandenen Daten verknüpft.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

selbstdenker70
2
6
Lesenswert?

..

Eigene Erfahrung : in den Volksschulen, auch mit hohem Migrationsanteil, sprechen die Kinder deutsch ( auch untereinander). Ab der nms, Unterstufe, etc.( aber hauptsächlich in der nms) schaut die Umgangssprache untereinander oft anders aus. Plötzlich spricht man untereinander in der Muttersprache. Warum es so ist, ist für mich ein Phänomen. Vielleicht will man sich in diesem Alter bereits wie ein Erwachsener geben, da die Eltern untereinander sich fast nur in der Muttersprache unterhalten.

Antworten
Sol lucet omnibus
3
3
Lesenswert?

und von den restlichen 49% haben 26% leider

einen die allerschlechtesten Voraussetzungen vom Elternhaus mitbekommen.

Antworten
orbil
0
7
Lesenswert?

Man darf der Wiener SPÖ für diese gelungene Integration gratulieren.


Da kann man zufrieden auf Jahrzehnte gute Arbeit zurückblicken.

Antworten
Sam125
9
67
Lesenswert?

Umgangssprache Deutsch

Ganz einfach, sobald die Schüler in der Schule sind, IST die Umgangssprache Deutsch, auch in den Pausen! Die Schüler werden viel schneller DEUTSCH können, denn warum wohl, konnten die Flüchtlinge der 90ger Jahre so schnell Deutsch? Weil sie vielleicht nicht so viele andere Schüler mit ihrer Sprache in den Klassen waren und die Schüler daher auch schneller Deutsch sprachen! Und sie sind heute voll in die Gesellschaft integriert und sie waren natürlich meist auch sehr gute Schüler, ABER SIE wollten auch zu uns gehören! Und natürlich auch ihre Eltern wollten sich, hier bei uns voll integrierten! Alle die sich nicht bei uns Integrieren und in ihrer eigenen Paralellwelt leben wollen, können gerne in ihre Heimat zurückkehren! Damit habe ich persönlich bestimmt kein Problem!

Antworten
wirklichnicht
24
3
Lesenswert?

@Sam125

Sie haben da einige Vorurteile, ich denke Sie waren noch nie in einer solchen Schule und haben sich das vor Ort angesehen. In den meisten Schulen mit >50% Migrationsanteil reden die Kinder tatsächlich Deutsch in den Pausen, weil es eben keine Sprache "Migrantisch" gibt, sie lernen verdammt schnell. Natürlich haben sie auch oft einen Akzent in der Sprache, aber es ist näher an Hochdeutsch als in ländlichen Schulen, wo viele ärgsten Dialekt sprechen.
Die Kinder kommen ja aus unterschiedlichen Ländern und der gemeinsame Nenner ist eben Deutsch. Außerdem wollen sie tatsächlich Deutsch lernen, weil sie selbst wissen, dass sie vor den Klassenkameraden besser dastehen.

Antworten
daka
4
13
Lesenswert?

@wirklichnicht

... zum Glück haben Sie keine Vorurteile - vor allem nicht gegenüber Kindern in ländlichen Schulen, wo viele "ärgsten" Dialekt sprechen...

Antworten
Irgendeiner
46
10
Lesenswert?

Hör auf Stimmung zu machen, Sprache hat auch was mit Identität zu tun

schon vergessen, daß unsere sprachlichen Minderheiten ihre Sprache durch die Verfassung geschützt haben,eben weil Leute auf solche Schnapsideen kommen.Abgesehen davon, daß einer der die eigene Sprache gut beherrscht die fremde leichter erlernt.Und naja, wenn du sie so verteilst daß Deutsch die Lingua franca wird löst sich das Problem ganz von selbst, hatte ich zu Zeiten des Flüchtlingsforums schon gesagt, genau wie das Ghettos das schlimmste sind, aber ihr wolltet niemanden in Eurer Umgebung haben und jetzt clustern die und ich bin nicht gewillt mir ein Gemecker anzuhören über eine Sache, die ihr hernbeigeführt habt und nicht die.

Antworten
Sam125
5
38
Lesenswert?

Irgendeiner

Was heißt sprachlich geschützt? Sie meinen wohl Kroatisch und auch Slowenisch, oder? Und bitte was ist so schlimm daran, wenn Schüler in der Schule Deutsch sprechen müssen, oder sollen? Ist das nicht gerade die Sprache um die es da geht? Und geht es eigentlich nicht darum, dass Migranten möglichst bald Deutsch können, damit sie den Regelunterricht folgen können? Oder sind SIE ein absichtlicher Integeationsverhinderer?.Es haben ja sowieso die Politiker in diesen Fragen das letzte Wort! Nach der Schule, können Sie ja wieder in ihrer Sprache mit den Freunden reden! Bitte WAS ist daran so schlimm, wenn Migranten vielleicht schneller Deutsch lernen würden?

Antworten
Irgendeiner
0
1
Lesenswert?

Ich meine,sam,die Sprache jener autochthonen Volksgruppen diema haben, also Slowenen, Kroaten,Ungarn, Tschechen (die,die in Wien wirklich tschechisch sprechen, nicht die, die sich bei den Blauen für Germanen halten,man lacht),Slowaken und Roma und Sinti.Und denen dürfen Dumpfbacken der Mehrheit nicht in den Sprachgebrauch reinpfuschen und das hat Gründe.Weißt,ich sags Dir als Kärntner so,bei uns gabs Zeiten wo man unserer slowenischen Sprachgruppe den Gebrauch ihrer Sprache quasi untersagt hat,ein letzter Ausläufer dieses Irrsinns war das Taferlschrauben von blauen Politkasperln bis sie dann der VfGH beim Frack hatte und natürlich gabs das für die deutsche Sprachgruppe unten auch, weil Narren ubiquitär sind.Und wem Du seine Sprache verbietest und ihn damit ausgrenzt,der sam, wird bei geistiger Gesundheit und bestehendem Charakter auf die Herabsetzung, Minderbewertung,auf den Zustand

Bürger zweiter Klasse zu sein nicht mit dem stärkeren Wunsch dazuzugehören antworten sondern auf die Ausgrenzung mit Abgrenzung reagieren und dich als Gegner wahrnehmen und dann kommst schwerer an den ran,wie in Kärnten wo man sich dann gegenseitig Jahrzehnte in ungeheure Höhen des Irrsinns steigerte,ganz ohne wirkliche Substanz,was man da oft als Argument von Erwachsenen bekam hat einem schlicht das Heu runtergehaut.Und nur ein psychologischer Hornochse geht diesen Weg, aber das Weichbild im Politischen besprechma ein andermal.Und DAS ist das Problem!Und sam,wenn hier einer wie Du der hier regelmäßig Stimmung macht ausgerechnet mir vorwirft ich sei ein Integrationsgegner,wie sag ich Dir das nur politisch korrekt weil halt manche hier meinen,ein Mord sei nicht so schlimm, nur einer der ihn benennt sei es,naja, wenn einer wie Du also das einem wie mir vorwirft ist der wahnsinnig weit weg von daheim,verstehst.Und noch was sam, zu den Politikern die es tun,weißt,bei den Linken gibts viele nette Menschen die Euch dann als manipuliert,hilflos,Opfer darstellen,gab einst eine große Diskussionen ob etwa die hehren Arbeiter beim Braunauer mitmachten,da kriegst vielleicht Absolution,meine Religion aber ist eine andere,ein erwachsenes Individuum ohne Dachschaden , das was bejubelt oder wem die Macht rüberschiebt der gesagt hat was er tut ist mir haftbar,ich werd Euch nicht streicheln, ich laß Euch nicht los, denn Politdarsteller können in einer Demokratie nicht ohne Euch.

Antworten
Balrog206
6
33
Lesenswert?

Ja

Logo die Anderen ( sprich wir) sind wieder schuld ! Na wer den sonst 🙈

Antworten
Irgendeiner
33
7
Lesenswert?

Ich sags Euch vorher, ich sags Euch nachher

aber wenn ihr Euren eigenen Schmarrn Dritten umhängt beiß ich Euch,ich kann nicht anders, ist genetisch.

Antworten
alsoalso
8
38
Lesenswert?

Das geht viel tiefer

Unsere Leute wollen nur studieren und Beamte werden, haben im Durchschnitt ganz wenig Kinder. Leute die manuell arbeiten und ein Handwerk lernen kommen aus dem Ausland und haben viele Kinder . Dazu braucht man keine Statisker, das sieht man in der Praxis… ...wie das weitergeht kann man sich ausmalen.

Antworten
Irgendeiner
24
8
Lesenswert?

Nein, alsoalso, natürlich wirst Leute

die neu kommen vermehrt in Berufen finden, bei denen perfekte Sprachbeherrschung und höhere Bildung nicht so zentral sind,aber das legt sich bald, gibt sogar Tschechischstämmige die Vizekanzler sind.Und die Reproduktiontrate paßt sich auch an,ganz abgesehen davon, daß zumindest Syrer laut Untersuchung des AMS ein höheres durchschnittliches Biuldungsniveau haben als ihr.Fressen werden dich nicht hilflose Menschen, sondern Automatisieren und Digitalisierung und Steuergeschenke an Konzerne,und genau deswegen läßt man Euch über Flüchtlinge debattieren.

Antworten
Balrog206
5
9
Lesenswert?

Die

Ams Studie war wohl noch der Wunschgedanke am Anfang der Krise ! Das du sowas schreibst !

Antworten
joe1406
11
10
Lesenswert?

Ganz klar we das weitergeht

Die Chefs und Manager werden Österreicher sein und die Handwerker kommen aus dem "Ausland". Wer hat da ein Problem damit?

Antworten
SoundofThunder
27
13
Lesenswert?

So ist es

Unsere Leute wollen auch auf nichts verzichten. Zwei bis drei mal im Jahr auf die Insel und zwei Autos. Da bleibt nichts mehr über für Kinder. Man muss sich nur die Statistik über die Singlehaushalte ansehen. Gründe dafür sind mannigfaltig.

Antworten
Irgendeiner
26
5
Lesenswert?

Das isat richtig, sound,ziemlich viele kleine Egoshooter, trotzdem glaube ich, das etwa die Lohnentwicklung es auch schwieriger gemacht hat,

weil zwei braucht eine Familie zu erhalten.Und naja, wo Erwachsene noch in einer Dauerspätadoleszenz sind könnens Unmündige auch nicht führen,aber in Foren pubertieren sie und dreschen auf flüchtende Menschen hin.

Antworten
X22
44
8
Lesenswert?

Egal wie man es sieht, fast in jeder Ecke wird meist in der Umgangssprache gesprochen, ob tiefster Kärntner, Wiener oder Südsteirischer Slang

Lustig find ich es, wenn dann mal nach der Schrift gesprochen werden soll, wenn manch österreichischer Erwachsener einen Fremden was erklären oder erzählen will und man als Einheimischer das gesprochene Deutsch des Erzählers nicht versteht, weil der nicht mal einen einfachen Satzbau zusammenbringt. Ärger wirds wenn man das gelernte English hinzufügt, sprechen a la Gorbach oder von dem tiroler FPler bei seinem Statement auf RT.
Viel wichtiger finde ich, dass überhaupt gesprochen wird nur so kommen die Leute zusammen, da macht der eine oder andere Schnitzer keine Rolle.
Und zu dem besagten Thema, ich kenne einige Migranten, die können ihre Muttersprache, Deutsch, teils English und oder Französisch, Italienisch....
Und was ist so schlecht daran mehr als eine Sprache zu können

Antworten
lieschenmueller
8
6
Lesenswert?

@X22 - Gefunden im Internet:

Dieser eine Moment, wenn du deine eigene Stimme in einer Sprachnachricht hörst, und dich wunderst, dass überhaupt Leute mit dir reden :-)

Antworten
Irgendeiner
18
4
Lesenswert?

Du überforderst sie,

X22, Du mußt mehr radebrechen.

Antworten
ichbindermeinung
2
47
Lesenswert?

für die Arbeit wäre es fein

für die künftige Arbeitssuche in Ö wäre es halt fein wenn die Zugewanderten halbwegs verständlich Deutsch sprechen bzw. schreiben könnten

Antworten
selbstdenker70
2
11
Lesenswert?

...

Dafür musst du nicht nach Wien fahren, in GU hast du das selbe Problem...

Antworten
wirklichnicht
57
15
Lesenswert?

51% sind zweisprachig und 49% sind einsprachig

Es macht ja nichts aus, wenn man eine zweite Sprache spricht, wenn man Deutsch trotzdem kann. Wieso soll das alarmierend sein? Die Kinder in der Schule lernen ja eh alle Deutsch schneller als man denkt, man kann aber die Statistiken schon ziemlich populistisch verbiegen.

Antworten
Landbomeranze
4
9
Lesenswert?

ich glaube, da können viele nur die eigene Sprache gut

Das Können der zweiten Sprache dürfte kaum für Bildung und Lehre reichen. Und daraus resultiert Analphabetismus.

Antworten
DavidgegenGoliath
2
11
Lesenswert?

@wirklich

Oder 51% haben Migrationshindergrund, und 49% sind Österreicher!

Antworten
xanadu
2
5
Lesenswert?

Ganz Wien

hat Migrationshintergrund!

Antworten
 
Kommentare 1-26 von 32