MinisterratRegierung bereitet schnelleres Internet vor

Die Novelle des Telekom-Gesetzes ist ein erster Baustein der 5G-Strategie, die Österreich bis 2025 zum technologischen Vorreiter-Land machen soll.

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Kurz und Strache
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Im Mai hat Infrastrukturminister Norbert Hofer seine Pläne zum Ausbau des nächsten Mobilfunk-Standards, kurz 5G, präsentiert. Bis 2025 soll dieser flächendeckend in Österreich verfügbar sein und Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 10.000 Mbit pro Sekunde ermöglichen. Bis 2020 soll 5G in allen Landeshauptstädten verfügbar sein, flächendeckend sollen dann bereits Internetgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s möglich sein. 2023 folgt 5G auf allen Hauptverkehrsadern, 2025 eben der Vollausbau.

Um das Vorhaben umzusetzen, sind mehrere Schritte nötig. Ein erster ist die Novelle des Telekomgesetzes, die heute im Ministerrat beschlossen wird und danach in die Begutachtungsphase geht. Neben der Einbindung des Amateurfunks und einer Verschlankung der Fernmeldebehörde geht es vor allem darum, dass Mobilfunkanbieter Frequenzen der Mitbewerber nutzen dürfen, wenn diese nicht vom Eigentümer verwendet werden.

Bezahlt wird von den Telekombetreibern

Was bei der Präsentation der 5G-Strategie auch klar wurde: Bezahlt wird der digitalen Wandel von den Telekombetreibern, sehr zum Missfallen von A1, T-Mobile und Drei. Für heuer hat die Regierung Einnahmen von 50 Millionen Euro eingeplant, im kommenden Jahr sollen es 350 Millionen Euro werden. Immerhin: Das Geld soll wieder direkt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur fließen. Daher fürchten die Netzbetreiber, bei der Versteigerung der Frequenzen wieder kräftig zur Kassa gebeten zu werden.

Bei der letzten großen Frequenzversteigerung machten die Betreiber zwei Milliarden Euro locker, wobei sie eine Milliarde wieder über die Breitbandmilliarde zurückbekommen konnten. Das Modell wurde von Anfang an kritisiert, da durch die Auktion Mittel für den Netzausbau fehlten. So wundert es nicht, dass Mobilfunker kein gutes Haar an der Novelle des Telekomgesetzes lassen.
Außerdem wird der Ministerrat die Punktation zur digitalen Bildung beschließen.

Live-Stream nach dem Ministerrat ab 10.30 Uhr

Kommentare (10)
Planck
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Oh, ein Leuchtturmprojekt.

Weil wir schnellere Kabel haben, werden die Dolme weniger, die Unsinn durch die Gegend jagen.
Ein Leuchtturmprojekt.

Irgendeiner
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Also unsere Regierung ist so nett zu uns,

die kann man nur loben, die werden jetzt für ein schnelleres Internet sorgen,höchstpersönlich,das ist eine Großtat. Zwar lese ich kein Wort zur Netzneutralität aber wir können davon ausgehen daß zwei derart Glaubwürdige und Aufrichtige nichts zulassen werden,damit nur Konzerne und Industrie in den Genuß kommt, das würden die niemals tun sowenig wie sie es je taten, da muß man ihnen vertrauen,sonst wirds gelöscht.

Irgendeiner
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Addendum: ich möchte mich, um dieses amikale

Ambiente aufrechtzuerhalten und im Sinne der PC ganz herzlich für die schweigenden roten Striche bedanken,denn es bedeutet zweierlei, ihr rezipiert was ich sage und findet obwohl es Euch nicht zusagt,keinen Fehler, eigentlich das Beste was passieren kann, danke schön.

SoundofThunder
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🤔Bis 2025?

In 6 Jahren wird 5G ein alter Hut sein. Deutschland ist wie immer schon weiter. Die Versteigerung der Frequenzen wird für den Staat wieder Milliarden bringen. War bei 3G und 4G ebenso.

Balrog206
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Dann

Fährst mal mit der Bahn von Frankfurt Richtung Heidelberg , da bringst mit viel Glück eine E Verbindung zu Stande ! Soviel zum Thema Germany ist weiter ! Bei uns hast bei jedem Gipfelkreuz eine Verbindung !

joe1406
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Die Schranken in den Köpfen nicht vergessen!

Schnelles Internet ist gut - hilft aber wenig, wenn in den Köpfen der Österreicher noch so gedacht wird wie 1970. Um neue Möglichkeiten zu erschließen, braucht es vor allem Mut. Das gilt speziell für alles, was mit Internet & Co. zu tun hat. Speziell wenn die online Wirtschaft und die Medien dauernd trommeln wie "böse" das Internet ist.

joe1406
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sollte natürlich heißen

wen die "offline Wirtschaft" und die Medien dauernd trommeln wie "böse" das Internet ist.

ichbindermeinung
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selbst schuld

wenn der österr. Steuerzahler alleine im Jahr über 6,3 Milliarden EURO für die Zinsen des 288 Mrd. Kredites zurückzahlen muss, ist klar, dass kein Geld für wichtige Dinge mehr da ist (Internet, Pflegegeld damit österr. 24 Std. Pflege möglich u. leistbar wird, Pensionen, Kinderbetreuung, Notstand, Steuersenkung usw....)

walterkaernten
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schnelles internet

Das ist gut so.
Schnelles internet ist für die zukünftige wirtschaftliche entwicklung einfach notwendig.

Flogerl
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Schnelleres Internet ....

.... bis 2025 ? Es darf gelacht werden. Das wäre bis 2015 nötig gewesen. Heute sind wir durch die Schneckenleitungen bereits derart ins Hintertreffen geraten, dass wir das sowieso nicht mehr aufholen. Typisch Österreich halt ..........