Entwicklungszusammenarbeit Kein Geld für Entwicklungshilfe: Österreich deutlich unter OECD-Schnitt

Rückgang von mehr als einem Viertel.

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++ HANDOUT ++: BESUCH EINER VOLKSSCHULE ANL. DES PROJEKTS 'DEUTSCHFOeRDERKLASSEN': KURZ
© BUNDESKANZLERAMT/DRAGAN TATIC
 

Die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) sind im vergangenen Jahr international relativ stabil geblieben, in Österreich jedoch drastisch gesunken. Wie aus am Montag veröffentlichten Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) hervorgeht, beträgt der Anteil der EZA-Gelder am Bruttonationalprodukt in Österreich nur 0,3 Prozent - ein Rückgang von mehr als einem Viertel.

Österreich liegt damit auch unter dem OECD-Durchschnitt, der 2017 bei 0,38 Prozent des Bruttonationalprodukts (BNE) lag. Am stärksten gingen die EZA-Mittel in Spanien (-45 Prozent), Ungarn (-29 Prozent) und Österreich (-27 Prozent) zurück. Den stärksten Anstieg verzeichneten Frankreich (plus 15 Prozent), Japan (+14 Prozent) und Italien (+10 Prozent). Insgesamt blieben die Ausgaben für Entwicklungshilfe der Geberländer im Entwicklungsausschuss (Development Assistance Committee, DAC) der OECD stabil und lagen 2017 bei 0,31 Prozent - im Vergleich zu 0,32 Prozent im Jahr 2016 ist das ein leichter Rückgang von 0,6 Prozent.

Der Rückgang von 0,42 Prozent auf 0,3 Prozent in Österreich ist vor allem auf gesunkenen Ausgaben für Flüchtlingsbetreuung im Inland zurückzuführen. 12,5 Prozent der Gesamtausgaben für Entwicklungshilfe entfielen im Vorjahr auf diesen Posten - Österreich liegt damit weiter über dem OECD-Durchschnitt, der bei knapp 10 Prozent liegt, jedoch weit unter dem Anteil von 2016 (36,5 Prozent). Laut den Kriterien der OECD dürfen Mitgliedsstaaten diese Mittel für maximal ein Jahr in die öffentliche Entwicklungshilfestatistik (Official Development Assistance, ODA) eingerechnet werden. Den höchsten Anteil an Flüchtlingsbetreuungskosten verzeichneten Island (36 Prozent), Italien (31 Prozent), Deutschland (25 Prozent) und Italien (23 Prozent).

Das 0,7-Prozent-Ziel der Vereinten Nationen erreichten erneut nur eine Handvoll Länder - Schweden (1,01 Prozent), Luxemburg (1 Prozent), Norwegen (0,99 Prozent), Dänemark (0,72 Prozent) und Großbritannien (0,7 Prozent). Deutschland, das im Vorjahr noch zu dieser Gruppe gehörte, fiel wieder unter das bereits in den 70er-Jahren beschlossene Ziel.

Positiv strich die OECD bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen hervor, dass mehr Mittel in die ärmsten Länder (least developed countries, LLDC) flossen. "Es ist gut zu sehen, dass mehr Geld dorthin geht, wo es am meisten gebraucht wird. Aber das ist noch immer nicht gut genug. Zu viele Geber sind weit weg vom 0,7-Prozent-Ziel", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria. Die Hilfsmittel für die LLDCs stieg 2017 um 4 Prozent, Hilfe für Afrika um 3 Prozent und Mittel für humanitäre Hilfe um rund 6 Prozent.

Die Dachorganisation entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Globale Verantwortung, zeigte sich angesichts des massiven Rückgangs der heimischen EZA-Mittel enttäuscht. Die Statistik sei "tragisch". Dass die Regierung im kürzlich vorgestellten Budget 2018/2019 darüber hinaus weitere Kürzungen der Auslandshilfe plane sei "nicht mehr zu verantworten", sagte Annelies Vilim, Geschäftsführerin des Dachverbands, in einem Statement für die APA.

Kommentare (6)
Planck
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Herzig,

wie der Määädlinger Messias sich im Photo boigt, eine Mundwaschung vermutlich.
Keine Spur von Jessie-Owens-Syndrom *gg

Ah ja: I bin begeistert.

bmn_kleine
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Klar,

die Regierung braucht ja jeden Cent um die Wünsche der Großspender zu erfüllen

Irgendeiner
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Hat er Routen geschlossen, der Basti, gegen die EMRK,

hat er gesagt wir werden vor Ort helfen,der Basti,tuma jetzt,wir kürzen die Gelder,
damit die in den Notstandsgebieten nicht in den Konsumrausch verfallen,die könnten sich glatt noch ein zweites Brot kaufen,ist so klug der Basti und was anderes auch noch.

koi1956
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ACH MEISTER....

Wie soll's weitergehn? Helfen vor Ort,oder den Geldhahn in heimischen Lande "aufdrehn" beides für viele ein Fass ohne Boden! mir vergeht da das "man lacht"

Irgendeiner
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Weißt Flossi, wo einer in Lebensgefahr ist werden Deine Interessen immer

zur Makulatur, ich muß Dich wenn ich Dich wo liegen sehe auch reanimieren, selbst wenn du mir nicht sympathisch wärst und ich wichtiges zu tun habe, es ist meine Pflicht.Und das demographisch-ökonomische Paradox in Drittweltstaaten endlich auszulösen ist eine Überlebensfrage, nicht nur für die, sondern vor allem auch für uns.Aber weil Du von Geld,ist bedrucktes Papier, Flossi, eine Konvention sonst nichts, sprechen willst, die Gesamtkosten für Flüchtlinge hier liegen bei 2,7 Milliarden Euro, viel Geld.Aber Basti will 14 Milliarden einsparen und vier davon gleich der IV hinschieben,14 Milliarden Flossi, bei Euch, laß Dir nicht erzählen das wären Verwaltungskosten,der schneidet den Sozialstaat zusammen,hat schon begonnen.Ihr habt aus Neid auf Menschen deren Hilfsbedürftigkeit auch bei uns irgendwann endet Euch den Teppich dauerhaft unter den Füßen weggezogen,ein mieses Geschhäft Flossi, außer für die Industrie und da ich weiß wo die neoliberalen Metaphysiker hinwollen weil ich lesen und schreiben kann sag ich Dir, dort ist das Faß ohne Boden und es kommt noch viel dicker.Und wer nicht hören will muß unter der Brücke schlafen,man lacht.

Lodengrün
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Waren es 30, waren es gar mehr Millionen

die die beiden Herren für ihre PR Arbeit auf die Seite stellen lassen nur um ihr Ego zu befriedigen? Wer bezahlt die Reise von Frau Hofer nach China? "Macht braucht Kontrolle" sein Motto, gilt nur nicht für ihn.