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Keine Rückkehr ins MinisteriumRendi-Wagner rüstet sich für Wien

Ex-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner wird vom Rückkehrrecht ins Ministerium keinen Gebrauch machen. Wie es aussieht, bringt sie sich als SPÖ-Hoffnung für den Wahlkampf in Wien in Stellung.

SPOe-PRAeSIDIUM: RENDI-WAGNER
Pamela Rendi-Wagner: Fixstarterin für die Stadtregierung © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Wie der "Kurier" berichtet, habe Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) ihrer Vorgängerin das Angebot gemacht, als Sektionschefin ins Ministerium zurückzukehren. Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) hat bis Mai 2018 ein Rückkehrrecht in ihre frühere Funktion im Ministerium. Der Kurier zitiert sie mit den Worten: "Diese Option werde ich allerdings nicht wahrnehmen."

Die Erklärung Rendi-Wagners: Sie wolle sich mit voller Kraft und Energie "auf die Oppositionspolitik im Parlament" konzentrieren.  Als Gesundheitssprecherin will sie sich insbesondere dem Kampf für das Rauchverbot widmen. Sie unterstützt das von der Wiener Ärztekammer angekündigte Volksbegehren für die Beibehaltung des Nichtrauchergesetzes. Denn die Pläne von Schwarz-Blau, das Rauchverbot zu kippen, seien angesichts von 13.000 Menschen, die jedes Jahr an den Folgen des Rauchens sterben, nicht nachvollziehbar.

Kampf für das Rauchverbot

"Bereits 430.000 Menschen haben die Don't Smoke Petition der österreichischen Krebshilfe unterzeichnet. Das zeigt ganz deutlich, dass das Thema den Menschen wichtig ist und das Rauchverbot in der Gastronomie bleiben muss", sagte Rendi-Wagner in einer Aussendung am Freitag. Sie sei davon überzeugt, "dass sich eine breite Allianz über alle Parteien hinweg finden wird, die das Volksbegehren unterstützt und dem Nichtraucherschutz in Österreich zum Durchbruch verhilft".

Auf dem Weg nach Wien

SPÖ-intern ist klar, dass Pamela Rendi-Wagner eine der Hoffnungen für den Wiener Wahlkampf im Jahr 2020 ist. Egal, ob Michael Ludwig oder Andreas Schieder das Rennen um die Nachfolge von Michael Häupl als Listenführer und Bürgermeister-Kandidat macht: Rendi-Wagner hat sich im jüngsten Nationalratswahlkampf von der Spitzenbeamtin zu einer Spitzenpolitikerin gemausert, die auch in den anfangs skeptischen eigenen Reihen Furore machte.

Rendi-Wagner gilt als Fixstarterin für die künftige Stadtregierung. Im Wiener Wahlkampf ergebt sich aus ihrem aktiven Eintreten für das Rauchverbot eine interessante Polarisierung gegenüber FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Strache hat die Aufhebung des Rauchverbotes auf seine Fahnen geschrieben, wohl als Vorleistung an die Flächenbezirke in Wien, in denen das gut ankommt.

Strache wird sich wohl als Vizekanzler stark in den Wiener Wahlkampf involvieren und Anspruch auf das Amt des Bürgermeisters erheben, in der Hoffnung, dass ihm eine türkis-blaue Koalition auch in der Bundeshauptstadt den Weg dorthin bereitet.

Kommentare (1)

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Lodengrün
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14
Lesenswert?

13000 Rauchertote

kratzen doch einen Herrn Strache nicht wenn der sich vom Staat gegängelt fühlt. Und unser Herr Kanzler steigt trotz zuvor getätigter Beteuerung an diesem Gesetz nichts zu ändern flott ein.
Aber was den seine Treueschwüre und Niederschriften wert sind weiß nun wohl schon ganz Österreich.

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