AlleinerzieherinnenSPÖ, Grüne und Neos amüsieren sich über "hastige Kurskorrektur" von Kurz

Ergänzung zum ÖVP-Wahlprogramm: Damit Alleinerzieherinnen mit geringem Einkommen auch vom geplanten Steuerbonus profitieren, sollen geschiedene Väter die 1.500 Euro an sie weitergeben. Auch das gehe in die falsche Richtung, konstatiert die politische Konkurrenz.

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PK 'SOZIALVERSICHERUNGSSTUDIE': RENDI-WAGNER
Pamela Rendi-Wagner: "Alleinerzieherinnen von der ÖVP offenbar vergessen" © APA/HELMUT FOHRINGER
 

ÖVP-Chef Sebastian Kurz wirbt in seinem Wahlprogramm mit einem Steuerbonus für Familien in der Höhe von 1.500 Euro. Nun gab er bekannt, dass geschiedene Väter den Bonus an alleinerziehende Mütter weitergeben sollen.

Hintergrund der Ergänzung: Die Innsbrucker Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung hatte wie berichtet darauf hingewiesen, dass der Steuerbonus den meisten Alleinerzieherinnen nichts bringen würde, weil sie wegen ihres geringen Einkommens keine Lohnsteuer zahlen.

Kritik an den Steuerplänen der ÖVP kommt von den SPÖ-Frauen. Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner kritisierte am Mittwoch die "hastige Kurskorrektur". "Konzepte zur Unterstützung von Alleinerzieherinnen fehlen im ÖVP Wahlprogramm völlig, offensichtlich wurden sie von der ÖVP einfach vergessen", so Rendi-Wanger.

SPÖ für Unterhaltsgarantie

Die Ministerin lobte in einer Aussendung den Vorschlag der SPÖ für eine "Unterhaltsgarantie" für Alleinerziehende, die nur geringe oder gar keine Unterhaltszahlungen erhalten. "Kinder sollen nicht darunter leiden, dass ihre Eltern ein geringes Einkommen haben", so die SP-Politikerin.

Neos orten "konservatives Frauen- und Familienbild"

"Dass Kurz nun beim ÖVP-Frauenprogramm nachbessern muss, zeigt, wie wenig dieses von Anfang an durchdacht war", kritisiert NEOS-Frauensprecherin Claudia Gamon: "Der Steuerbonus - inklusive Extraregel für Alleinerzieherinnen - zementiert das konservative Frauen- und Familienbild ein, in dem Frauen allein für die Kindererziehung zuständig und finanziell vollkommen vom Partner abhängig sind."

Grüne fordern Unterstützung "dort, wo sie gebraucht wird"

Die Grünen kritisieren die Steuerpläne der ÖVP und fordern, dass finanzielle Unterstützung dort landen soll, wo sie gebraucht wird. "Die existenziellen Probleme von Alleinerziehenden dürften an Herrn Kurz bisher vorübergegangen sein", monierte Familiensprecherin Judith Schwentner.

Menschenwürdige Sozialpolitik sehe anders aus und finanzielle Unterstützung für Familien müsse dort landen, wo sie gebraucht wird, fordern die Grünen daher. Sie lehnen nicht nur den Vorschlag eines Familienbonus ab, sondern auch den derzeit bestehenden Absetzbetrag für Kinderbetreuungskosten, denn Gering-Verdiener, die am dringendsten Unterstützung bräuchten, würden davon nicht profitieren.

Kommentare (32)
tannenbaum
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Ich warte nur noch darauf, bis Kurz im Kostüm des Weihnachtsmannes bei den Wahlkampfveranstaltungen auftritt! Wer seine Sprücherl glaubt, der glaubt auch ans Christkind und den Osterhasen!

lombok
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gilt das auch für Alleinerzieher?

Oder nur -innen?

Feja
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LOL

und wenn ich nie verheiratet war? Das ist doch alles nur eine lächerliche Posse um davon abzulenken, dass unter Türkis - gleich wie schon zuvor bei Schwarz - nur die Reichen reicher werden.

bmn_kleine
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Wenn

er die Personen mit niedrigem Einkommen entlasten wollen würde, hätte er einfach die Sozialversicherungsbeiträge vermindern müssen. Aber nachdem er ja sinngemäss in der ZIB 2 gesagt hat, dass diejenigen die unter 1.500,- brutto verdienen Pech gehabt haben, wird er das natürlich nicht wollen.

selbstdenker70
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...

Die Männer werden damit eine Freude haben....

UHBP
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Da sieht man wie durchdacht das Programm von Kurz ist - und für das hat er 3 Monate gebraucht!

Und was ist mit alleinerziehenden Mütter, die gar nie verheiratet waren?
Diese Ankündigung kommt dann Morgen!
Wahrscheinlich kommt man nach der Wahl sowieso darauf, dass es besser ist, man entlastet nur die hohen Einkommen und Unternehmer.

Irgendeiner
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Husch pfusch, husch pfusch

aber Hauptsache die Industrie hat 4 Milliarden.Und wenn er mit sollen
nicht einen moralischen Apell meint bin ich gespannt wie ers regelt
daß einer es es weitergeben muß, wird lustig.

Kommentare 26-32 von 32