Die Spitzenkandidatin der Grünen, Ulrike Lunacek, hat im Ö1-Interview ihre Leitlinien definiert. Die bisherige Vize-Präsidentin des Europaparlaments will im Wahlkampf das Thema Europa stärker betonen. Nicht nur zur Abgrenzung gegenüber den anderen Parteien, sondern auch um über das Konzept der "europäischen Heimat" zu diskutieren. Dahinter steckt das Bekenntnis von Lunacek zum Modell der Vereinigten Staaten von Europa: „Als Zukunftsvision fände ich eine Europäische Republik mit einem Zwei-Kammer-System sehr hilfreich, in der die Bürger mehr mitentscheiden können.“ Sie denkt dabei an einen Zeitrahmen von Mitte des nächsten Jahrzehnts. "Wir müssen uns dabei den Begriff Heimat wieder aneignen", betonte Lunacek. In Bezug auf die Türkei erklärte Lunacek, die Verhandlungen sollten auf Eis bleiben; falls die Todesstrafe eingeführt werden, sollten die Gespräche abgebrochen werden.
Mehr Mitbestimmung für Bürger
Lunacek spricht sich für Europäische Republik aus
Die Spitzenkandidatin der Grünen, Ulrike Lunacek, will im Wahlkampf das Thema Europa sowie den Heimatbegriff stärker betonen. Sie wünscht sich eine Erneuerung und Verjüngung auf den Kandidatenlisten für die Nationalratswahl.