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Umfrage zur EU-WahlBrexit-Partei vorn, EU-Gegner Farage will weiter von der EU leben

Farage-Anhänger liegen in Großbritannien mit 27 Prozent deutlich vor Labour und Konservativen, die Regierungspartei hält bei nur 15 Prozent.

Lebt als EU-Mandatar bis heute gut von der EU, obwohl er das Brexit-Schlamassel angezettelt hat: Nigel Farage
Lebt als EU-Mandatar bis heute gut von der EU, obwohl er das Brexit-Schlamassel angezettelt hat: Nigel Farage © APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS
 

Sollte Großbritannien an der Europawahl im Mai teilnehmen, werden einer Umfrage zufolge wohl viele EU-Gegner ins Parlament gewählt. Die neue EU-feindliche Brexit-Partei von Nigel Farage liegt laut Yougov im Vereinigten Königreich mit 27 Prozent deutlich vorn. Die größte Oppositionspartei Labour kommt demnach auf 22 Prozent, die regierenden Konservativen auf nur 15.

Nach den Grünen (10 Prozent) und den Liberaldemokraten (9) folgt die EU-feindliche Ukip mit sieben Prozent, wie die am Mittwoch veröffentlichte Umfrage ergab. Farage war einst Chef der Ukip-Partei. Er spielte eine tragende Rolle beim Brexit-Referendum.

Die Briten sprachen sich 2016 mit knapper Mehrheit für den EU-Austritt aus. Kurz darauf gab Farage seinen Posten als Ukip-Vorsitzender mit der Begründung auf, er habe sein Ziel erreicht. Der EU-Gegner, der selbst als EU-Abgeordneter bis heute von der Organisation lebt, die er bekämpft, will auch bei dieser Wahl wieder kandidieren.

Im Vereinigten Königreich ist der 23. Mai als Termin für die Europawahl festgelegt. Großbritannien kann die Teilnahme daran aber absagen, wenn Premierministerin Theresa May das mit der Europäischen Union ausgehandelte Austrittsabkommen doch noch durch ihr Parlament bringt und vor dem Wahltermin auch die Ratifizierung abgeschlossen wird. Dass ihr dies gelingt, gilt als jedoch unwahrscheinlich.

Bei der letzten Europawahl im Jahr 2014 war die Ukip mit knapp 27 Prozent die stärkste britische Partei, die der Umfrage zufolge nun offenbar Stimmen an die Brexit-Partei verlieren könnte. Auch damals kam Labour auf Platz 2, gefolgt von den Konservativen.

Der neuen Brexit-Partei gehört auch Annunziata Rees-Mogg an. Sie ist die Schwester des erzkonservativen Tory-Politikers Jacob-Rees-Mogg, der einer der größten Widersacher von Regierungschefin May ist.

Kommentare (3)

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36020b0a2c8e7b930d639adf2b62ccc5
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Hard Brexit!

Noch vor der EU Wahl!

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CuiBono
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27
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Die Wahrheit hat ein Gesicht

Dass die Briten jetzt wohl bei der EU-Wahl mitmachen "dürfen", dass sie "unsere" Zukunft mit bestimmen werden, dieser vollkommene Irrsinn, der durch die Verlängerungen der Austrittsverhandlungsfrist manifestiert wurde, hat EIN Gesicht:

Dieses Gesicht ist Donald TUSK.
Und schlussendlich alle, die sich zur zweiten Verlängerung hinter ihm versammelt hatten. ALLE. Nicht ein Land/eine Regierung hat sich dagegen gestellt und den harten BREXIT am 12. April fixiert.

WARUM?
WARUM nur, warum?

JETZT haben - so wie es aussieht - "wir" den Scherben auf.
Jene, die die EU seit Anbeginn schlecht geredet haben, jene, die ständig quer geschossen haben, jene, die ihre eigenen Bürger mit falschen Argumenten in eine übrigens nicht verbindliche Befragung gehetzt haben, jene, die aktuell klar gegen die EU hetzen, genau DIESE Chaoten werden anstelle endlich die Verantwortung auf ihrer Insel losgelöst von der ach-so schrecklichen EU zu übernehmen unsere Zukunft mit bestimmen.

Danke Donald und Konsorten.
Wie sagte doch der Donald - the hell is too small...
Jetzt kommt er selber dahin - hol Euch der Teufel!

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Windschatten
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Warnung vor EU Europa

Wer nicht mittut wird fertiggemacht, wie Margaret Thatcher! Sie wollte es nicht zulassen, dass die Mitgliedschaft im EWS ein Schritt in Richtung EG -Einheitswährung darstellt. Aus "Protest" gegen diese
"antieuropäische Haltung" trat ihr Stellvertreter Geoffrey Howe zurück. Um die Sache ein wenig zu verschleiern, hatten die EUROmanen bereits einen Nebenkriegsschauplatz eröffnet. Das Volk wurde wegen der von Thatcher geplanten "Poll-Tax" (Kopfsteuer) mittels Presse gegen die "eiserne Lady aufgebracht. Am 22. November 1991 gab die Premierministerin nach 11-jähriger Amtszeit auf. Die EG Tafelrunde hatte gesiegt.

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