Top 10 10 der großartigsten Orte in Großbritannien

Gut, dass sich für Reisende trotz Brexit vorerst nichts ändert, denn: An diesen zehn Orten ist Großbritannien vielleicht am schönsten.

Wistman's Wood. Und schon ist man mitten in einem Märchen. Das Dartmoor ist per se schon verwöhnt von dramatischen Landschaften unter einem zuverlässig wolkenverhangenen Himmel, in dem sich frei laufende Pferde und auch der Hund von Baskerville tummeln (zumindest wenn es nach Sherlock-Holmes-Erfinder Arthur Conan Doyle geht). Aber der entlegene Eichenwald Wistman’s Wood sieht mit seinem krummen Bäumen, die genauso dicht von Moosen, Flechten und Farnen bevölkert werden wie die Granitfelsen zu ihren Wurzeln, so aus, als könnte jeden Moment ein Einhorn um die Ecke kommen.

pbnash1964/stock.adobe.com (Paul Nash)

Fairy Glen. Es ist wirklich nicht leicht zu sagen, wo es auf Skye am schönsten ist. Die schottische Insel ist eine einzige Schatzkammer mit Schmuckstücken wie den Cuillin Hills, den trutzigen alten Mauern von Dunvegan Castle oder der knorrigen Felsnadel namens Old Man of Storr. Aber dann gibt es da noch das Tal der Feen – einfach bezaubernd. Eine verwunschene Landschaft aus grasbewachsenen Hügeln, in denen Seen nisten und Wasserfälle erdwärts rauschen. Eigentlich zu schön, um wahr zu sein.

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Portmeirion. Was tut ein Brite, wenn ihm der Sinn nach mediterranem Flair steht? Richtig, er baut sich einfach ein eigenes Seebad nach Mittelmeerfaçon. Sir Bertram Clough Williams-Ellis kaufte ein verwildertes Stück Land in der Bucht von Tremadog und ließ Portmeirion erbauen: Campanile, Mini-Dom mit standesgemäßer Kuppel und palmengesäumter Promenade inklusive.

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Micheldever Forest. Jedes Jahr im Frühjahr erobert das Atlantische Hasenglöckchen Großbritannien im Allgemeinen und diesen Wald in der Grafschaft Hampshire im Speziellen: Die Natur rollt zwischen den Buchen einen durchgehenden blau blühenden Teppich aus. Wichtig: Die Pflanze ist geschützt. Man darf sie pflücken, aber die Zwiebeln nicht ausgraben.

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Rathlin. Eine (fast) einsame Insel, nur zehn Kilometer vor der Küste Nordirlands: Nur etwas mehr als 100 Menschen leben auf Rathlin mit seinen bis zu 70 Meter hohen Klippen – folgerichtig ist die Insel ein Paradies für Tiere. Robben und Papageitaucher sind Standard, an guten Tagen sieht man mehr Delfine als Menschen.

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Callanish. Man kann sich mit der Masse der Touristen an Stonehenge vorbeischieben. Oder man kommt nach Callanish. Die Steinformationen auf der schottischen Insel Lewis sind nämlich nicht nur größer, sondern auch rund 500 Jahre älter (3000 vor Christus) – und trotzdem kaum bekannt.

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York. Zum einen gibt es natürlich London – eine Welt für sich. Der wunderschöne Kurort Bath ist eine fixe Größe genauso wie Edinburgh oder das ewig junge Seebad Brighton. Auch die hemdsärmeligen Nordlichter wie Liverpool oder Birmingham haben sich den Ruß der Schwerindustrie längst abgewaschen. Aber wenn sich in einer Stadt die Geschichte Großbritanniens auf Schritt und Tritt ablesen lässt, dann ist es die Fachwerkhochburg York. Nicht umsonst auch die „ewige Stadt“ genannt. Also: Bauch einziehen und durch die „Snickelways“ (sehr enge Gassen) bummeln, während über allem die größte mittelalterliche Kirche Englands thront.

VisitBritain/Andrew Pickett

Margate. „Was wollen Sie denn dort?!“ Selbst viele Briten haben den Wandel des heruntergekommenen viktorianischen Seebads zum Hipster-Hotspot mit einer quietschbunten kreativen Szene noch nicht mitbekommen. Margate schickt sich an, so etwas wie das neue Brighton zu werden. Und kann auch noch ganz anders: Die dramatische Küste der Isle of Thanet inspirierte schon den „Maler des Lichts“ William Turner zu vielen seiner Werke. Für beides gilt das Prädikat „sehenswert“.

Visit Kent

Scilly-Inseln. Karibischer wird es auf den britischen Inseln nicht: Der Archipel von mehr als 140 verwunschenen Eilanden, von denen allerdings nur fünf bewohnt sind, wird innig vom Golfstrom geküsst. Das Klima ist beinahe subtropisch. Deshalb zeichnen sich auf den Scilly-Inseln vor der Südwestspitze Englands auch die Silhouetten von Palmen vor dem türkisblauen Meer ab.

Visit Cornwall

Tyneham. Auf der Isle of Purbeck an der Südküste von England liegt eine Geisterstadt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Tyneham evakuiert, um der Armee Platz zu machen – die Bevölkerung kehrte nie mehr zurück, aber Besucher. Der Ort ist im Jahr 1943 stehen geblieben.

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