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Großbritannien Britisches Unterhaus wählte Lindsay Hoyle zum neuen "Speaker"

Am Donnerstag war der Konservative Bercow nach zehn Jahren im Amt abgetreten. Mit seiner lebhaften und wortgewaltigen Art und seinem eigenwilligen Stil stand der 56-Jährige mehr als drei Jahre lang im Zentrum der teils emotional geführten Parlamentsdebatten rund um den Brexit.

Der Favorit hat gewonnen: Lindsay Hoyle © AP
 

Nach dem Abschied von John Bercow wählten die Abgeordneten des britischen Unterhauses in London am heutigen Montag einen neuen Parlamentspräsidenten.

Im Rennen um die Nachfolge des vergangene Woche abgetretenen britischen Unterhauspräsidenten John Bercow traten sieben Kandidaten zur Wahl an. Das Auswahlverfahren hatte um 15.30 Uhr (MEZ) begonnen. Und es sollte lange dauern...

Am späten Montagabend war das Auswahlverfahren auch noch in eine vierte Runde gegangen, das Ergebnis gab es schließlich erst am späten Montagabend. Nach Ausscheiden aller anderen Kandidaten um das Amt des "Speaker of the House of Commons" standen sich die beiden Labour-Abgeordneten Lindsay Hoyle und Chris Bryant zuletzt gegenüber. Lindsay Hoyle gewann die Abstimmung.

Das Amt des "Speaker of the House" gilt als eine der einflussreichsten Positionen im Politik-Betrieb von Westminster. Er erteilt und entzieht Abgeordneten das Wort, entscheidet über die Zulässigkeit von Anträgen und vertritt die Kammer unter anderem gegenüber der Königin und dem Oberhaus (House of Lords).

Der Zeitung "Sunday Times" sagte der 62-jährige Labour-Politiker Hoyle, er wolle die aufgeheizte Stimmung im Parlament beruhigen, vor allem während der nächsten Brexit-Debatten.

Im Gegensatz zum lautstarken Bercow, der das Amt mit seinen durchdringenden „Order“-Rufen prägte, betonte Hoyle im Interview, dass „die Menschen sich nicht an den Schiedsrichter erinnern wollen, sondern an das Spiel“.

Bercows Abschied

Bercow war seit 2009 "Speaker" gewesen. Der 56-Jährige wurde international durch seine markanten "Order"-Rufe bekannt. Im Streit über den geplanten EU-Austritt des Landes kritisierten vor allem Brexit-Hardliner den Politiker als parteiisch. Viele Abgeordnete lobten hingegen, Bercow habe die Rechte des Parlaments gegenüber der Regierung gestärkt.

Bereits in der Nacht auf Mittwoch (laut Parlamentshomepage um 00.01 Uhr Ortszeit; 01.01 Uhr MEZ) soll das Parlament dann für die Neuwahl am 12. Dezember aufgelöst werden.

Kommentare (3)

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georgXV
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???

John Bercow for prime minister !!!
Sehr, sehr Schade, daß man ihm diese Chance momentan leider nicht gibt.

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Whitesands
2
0
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???

Weil er so schön Ordeeeerr rufen kann?

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fans61
2
3
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Auf alle Fälle ist er objektiver und unparteiischer als der ÖVP-Getreue

Nationalratspräsident Sobotka.

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