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WählerstromanalyseSPÖ verlor jede zehnte Stimme an die Grünen

Das gute Abschneiden der ÖVP bei der EU-Wahl 2019 spiegelt sich auch in der Wählerstromanalyse von ORF/SORA wider.

EU-WAHL: HAUS DER EU
EU-WAHL: HAUS DER EU © (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Im Vergleich mit der Nationalratswahl 2017 konnte die Volkspartei 69 Prozent ihrer Wähler halten. Zusätzlich holte sie rund 96.000 Stimmen von der SPÖ und 62.000 von der FPÖ. Die Freiheitlichen hatten das größte Mobilisierungsproblem: 51 Prozent der FP-Wähler von 2017 blieben daheim.

Die SPÖ verlor jede 10. Stimme der Wahl 2017 an die Grünen (130.000 Wähler) - und auch der Abfluss in Richtung ÖVP war groß: 7 Prozent bzw. 96.000 Wähler wanderten an die Türkisen von Sebastian Kurz.

FPÖ verlor massiv an die Nichtwähler

Die FPÖ verlor massiv an die Nichtwähler - nämlich rund 665.000 der 1,3 Mio. Stimmen aus 2017 (51 Prozent). Zum Vergleich: Von den ÖVP-Wählern des Jahres 2017 blieben 376.000 zuhause (24 Prozent), die SPÖ verlor 225.000 Stimmen (17 Prozent) an das Lager der Nichtwähler.

Zwischen Freiheitlichen und ÖVP gab es laut Wählerstromanalyse einen Wähleraustausch, der in Summe zugunsten der ÖVP ausging: 62.000 Stimmen wanderten von FPÖ zur ÖVP, in umgekehrte Richtung flossen demnach 52.000 Stimmen.

ÖVP bester erneut Mobilisierung

Die Grünen verdanken ihr Comeback einerseits der Mobilisierung sehr vieler Wähler der Nationalratswahl 2017: 76 Prozent (146.000 Stimmen) der Grün-Wähler von 2017 machten auch bei der EU-Wahl ihr Kreuz bei der Öko-Partei. Weitere 130.000 wanderten von der SPÖ zu den Grünen, 81.000 kamen von der Liste JETZT und weitere 77.000 von den NEOS.

Die NEOS wiederum behielten 52 Prozent ihrer Wähler aus der Nationalratswahl. 54.000 kamen von der SPÖ zu den Pinken, 38.000 von der Liste JETZT und 37.000 von der ÖVP.

Im Vergleich mit der EU-Wahl 2014 zeigte die ÖVP die beste Mobilisierung ihrer damaligen Wähler: 90 Prozent davon entschieden sich erneut für die Volkspartei. Die SPÖ konnte 85 Prozent ihrer Wähler der letzten EU-Wahl wieder gewinnen, die FPÖ hingegen nur 69 Prozent. Die Grünen mobilisierten 75 Prozent ihrer Wähler von 2014 und die NEOS 61 Prozent.

EU-Wahl in Österreich - Wählerströme
EU-Wahl in Österreich - Wählerströme Foto © (c) APA

 

 

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paulrandig
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Liebe KLEINE!

Obwohl hier viele Wähler Europa und Österreich verwechseln, solltet Ihr es in der Berichterstattung nicht derart vermauscheln, denn dadurch verstärkt Ihr den Trend noch.
Die "ÖVP von Sebastian Kurz" ist zwar Ursache, aber nicht Auswirkung des Wahlergebnisses und hat mit Europamaßstäben wenig zu tun.
Bitte berichtet objektiver im europäischen Maßstab, wenn es um Europa und die entsprechenden Kandidaten der Parteien geht, und berichtet auch entsprechend, wenn es um Österreich und den Nationalrat geht!
Natürlich beeinflussen sich die beiden Ebenen gegenseitig, aber Ihr könntet dazu beitragen, dass sich die Verhältnisse in den Köpfen der Bürger nicht zu einem unbestimmten Brei vermengen, der in den politischen Parteien hierzulande eine Art Sitcom sieht, und irgendwo da draußen gibt's auch noch die EU.
Berichtet sauber getrennt, und stellt die Verbindungen nur punktuell und gezielt dort her, wo Ihr zeigen wollt, wie das Eine in das Andere hineinwirkt.

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paulrandig
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paulrandig

Alleine Wählerströme zwischen Nationalratswahl und EU-Wahl zu illustrieren, ist sinnlos. Zeigt bitte die Ströme zwischen den einzelnen EU-Wahlen ODER Wählerströme in der Sonntagsfrage zur Nationalratwahl, aber vermischt das nicht!
Es gibt genug mündige intelligente Wähler, die ihr Wahlverhalten an die zu verwaltende Ebene anpassen, sei es die Gemeinde, das Bundesland, die Nation oder Europa.

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homerjsimpson
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Vergleich zur NR-Wahl hinkt aber bitte: Dann Grüne große Gewinner.

Grüne gewinnen rund 10%, ÖVP 4%, FPÖ verliert 8%. Wenn man schon so gern mit NR-Wahlern vergleicht, dann mal bitte auch den wahren Wahlsieger nennen auch wenns weh tut. Ich halte solche Vergleiche für wenig sinnvoll aber.....

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Miraculix11
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Ich halte es auch nicht für sinnvoll

Denn sehr viele Grüne haben damals der SPÖ ihre "Leihstimme" gegeben um ÖVP/SPÖ zu verhindern. War sehr sinnlos weil nichts verhindert wurde und die Grünen aus dem Parlament geflogen sind. Dass diese Leute diesmal wieder grün wählen war doch klar.

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Miraculix11
0
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Korrektur

ÖVP/FPÖ sollte das heißen. Sorry

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zafira5
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Misstrauensantrag gegen Kurz????

Als erstes möchte ich klarstellen das ich komplett Parteilos bin.

Aber für was will die SPÖ einen Misstrauensantrag gegen diese
Regierung stellen?

Kann der Kurz etwas für die bsoffene Ibiza Geschichte etwas dafür?

Hat er wircklich in seiner Zeit als Regierungsschef alles
falsch

Antwort: Nein

Frage an die altkluge Pamela Rendi Wagner:

Was würde sie von einen Misstrauensantrag gegen sie halten
nur weil einer aus ihrer Parteiriege z.b. sich im Prater
wie eine Wildsau benommen hat?

Dazu würde ich gerne eine schriftliche Antwort über die Kleine Zeitung erhalten, aber es wird auf diese Frage von ihr
nur das große Schweigen folgen.

Lasst diese Regierung bis September fertig regieren.

Und an die SPÖ:
Mit euren blöden Nörgeln werdet ihr den Erfolg nach
der NRW im September sehen.

Nach den gestrigen EU Wahlen wird das Ergebnis warscheinlich nur noch um die 20%.

PS: Kreisky dreht sich über euren Saustall im Grab um.

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UHBP
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@zafira

Du solltest nicht so wichtig nehmen.
Kein Parteichef, auch nicht Kurz (der schweigt sogar wenn NR-Abgeordnete fragen), wird eine Anfrage eines XY-Forenuser beantworten.
Eines scheint hier aber nicht klar zu sein. Eine Regierung stützt sich auf die Mehrheit im Nationalrat (Wähler).
Diese hat Kurz mit derzeit rund 1/3 der Sitze nicht. Dass ihn jetzt, aus Sicht der Türkisen, 35% gewählt haben (er stand eigentlich gar nicht zur Wahl!) ist schön, aber auch das ist von einer Mehrheit meilenweit entfernt.

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Flogerl
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Die SPÖ verliert massiv ?

Mich wundert es wirklich, dass es nicht mehr war ! Begeht doch die SPÖ mit Ihrem Mißtrauensvotum gegen die gesamte Regierung und davor gegen Kurz gerade politischen Selbstmord. Diese Partei ist seit der neuen Führung mit Sicherheit nur mehr eines: nämlich UNWÄHLBAR ! Anstatt für das Land zu arbeiten und sich auf die eh schon nahe Wahl vorzubereiten bzw. den Bürger mit guter Arbeit zu überzeugen, übt man sich in dümmlichen Anpatzereien politischer Gegner. Erbärmlich das Ganze !

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homerjsimpson
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Jetzt Moment mal.... SPÖ sicher nicht gut unterwegs..

...aber der Herr Kurz hat uns eine starke lang haltende Reform-Regierung versprochen, und davon nichts gehalten. Also mal die Kirche im Dorf lassen. Und ich bin kein SPÖ-Wähler und werde es auch im Sept nicht sein.

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schadstoffarm
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da passt die Timeline nicht

das Misstrauensvotum gegen die Regierung kommt heute, Die Wahl war gestern. Aber Zeit ist relativ und jeder kann in einen Erfolg hineininterpretieren was im passt.

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