AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Angst vor dem Brexit

Die Briten sollen Europäer bleiben!

Immer lauter werden die Stimmen, die vor einem Ausscheiden der Briten aus der EU warnen. "Das wäre eine Erschütterung für die EU", sagt der deutsche Außenminister Steinmeier. Und Sloweniens Ex-Premier Jansa spricht sogar von "Krieg".

BRITAIN-EU-POLITICS
Brexit-Gegner starteten Aktion auf der Themse mit Frontman Bob Geldof © APA/AFP/NIKLAS HALLE'N
 

Gut eine Woche vor dem Brexit-Referendum am 23. Juni hat der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Briten vor einem Austritt aus der Europäischen Union gewarnt. "Das wäre eine Erschütterung der EU", sagte Steinmeier am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Jean-Marc Ayrault.

Steinmeier warnt Foto © AP

Die anderen EU-Staaten müssten sich dann gegenseitig versichern, "dass die EU weiter zusammenhält und dass aus einem sehr erfolgreichen, jahrzehntelangen Integrationsprozess nicht am Ende Desintegration wird". Ayrault und er hätten beide den Wunsch, "dass die Mehrheit in Großbritannien die richtige Entscheidung fällt", sagte Steinmeier nach den Beratungen in seinem Wahlkreis in Brandenburg an der Havel. "Und die richtige Entscheidung kann aus unserer Sicht nur sein, in Europa zu bleiben", fügte Steinmeier hinzu. "Europa würde vieles fehlen, wenn sich Großbritannien für ein Ausscheiden entscheiden würde."

Ex-Premier warnt vor Krieg

Die Europäische Union könnte nach einem Austritt Großbritanniens zerfallen und in kriegerischen Auseinandersetzungen versinken. Dies befürchtet der slowenische Ex-Premier Janez Jansa. Bei einem Ja zum Brexit "werden wir uns am nächsten Tag in einer anderen Union befinden", sagte Jansa im APA-Interview. Ohne "operative Fähigkeiten" zur Bewältigung der Migration "wird es mit Europa vorbei sein".

Solidarität ist gefordert

In der Flüchtlingskrise sprach sich der konservative Politiker für eine europaweite Quotenregelung und die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus. "Ohne Solidarität hat die Menschheit keine Perspektive", betonte der frühere EU-Ratspräsident. Doch könnten die EU-Staaten nur helfen, wenn sie für die Sicherheit ihrer Bürger sorgen. Wenn dies nicht mehr gewährleistet sei, könnte Europa nämlich selbst in einigen Jahren zu einem Gebiet werden, "aus dem die Menschen fliehen".

Weil in der ersten Flüchtlingswelle "unkritisch alle aufgenommen wurden, auch Wirtschaftsmigranten", sei heute in vielen Ländern Europas nicht einmal für jene Flüchtlinge Platz, "die wirklich vor dem Tod flüchten. Und deshalb sterben jetzt Menschen", kritisierte der konservative Politiker. Zum Vorschlag von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), Europa soll nach dem australischen Modell Migranten auf hoher See abweisen oder auf Inseln internieren, sagte er, dies sei "für Wirtschaftsmigration sinnvoll".

Strikter Grenzschutz und wirksamere Entwicklungspolitik

Jansa kritisierte, dass die EU-Kommission derzeit keine "operativen Fähigkeiten" habe, das Migrationsproblem anzugehen. "Europa muss sie aber entwickeln, sonst wird es mit ihm vorbei sein." Konkret sprach sich Jansa für einen strikten Grenzschutz und eine wirksamere Entwicklungspolitik aus. Derzeit sei das Wohlstandsgefälle zwischen Europa und Afrika für die Afrikaner "ein Magnet, den man nicht abstellen kann". Anstelle der multilateralen Entwicklungshilfe solle jeder EU-Staat zum "Sponsor" eines afrikanischen Landes werden und diesem mit eigenen Experten aus der Armut helfen.

Zerfall der EU befürchtet

Dramatisch wären laut Jansa die Folgen eines Scheiterns in der Flüchtlingskrise. Ohne Lösung werde die EU "zerfallen, weil jeder Staat auf eigene Faust vorgehen wird, was teilweise auch schon begonnen hat". Die Migrationskrise werde auch das britische EU-Referendum am 23. Juni "entscheidend beeinflussen". "Wenn Großbritannien die Europäische Union verlässt, werden wir uns am nächsten Tag in einer anderen Union befinden, weil sich der Trend umkehren wird."

Nach einem Brexit werde es innerhalb von zwei Jahren noch mindestens ein Referendum in Europa geben, "und die letzte Konsequenz könnte der Zerfall der EU auf einige größte Staaten sein, um die dann Satelliten von abhängigen Vasallenstaaten kreisen werden". Solche Zeiten habe Europa "schon einmal erlebt", sagte Jansa in Anspielung auf die Zwischenkriegszeit. "Die Europäische Union ist gerade deswegen entstanden, damit sich so etwas nicht wiederholt." Auf die Frage, ob dann auch kriegerische Auseinandersetzungen möglich seien, sagte der slowenische Ex-Premier: "Das ist üblicherweise die Folge."

Janez Jansa
Foto © AP

Das Interview im Wortlaut:

APA: Welche Position nehmen Sie in der Migrationskrise ein? Stehen Sie der deutschen Kanzlerin Angela Merkel oder dem österreichischen Außenminister Sebastian Kurz näher?

Jansa: Meine Haltung ist die des Realismus. Solidarität ist erforderlich. Ohne Solidarität hat die Menschheit keine Perspektive. Aber man muss Prioritäten setzen. Die oberste Priorität für einen Staat ist die Sicherheit ihrer Bürger. Der Staat muss den Bürgern ein sicheres und normales Leben garantieren. Erst auf dieser Grundlage können wir anderen helfen. Wenn die Prioritäten umgekehrt werden, entsteht Chaos und das haben wir in Europa schon gespürt. Wenn Sicherheit kein Kriterium mehr ist, könnten wir Europa in ein paar Jahren in ein Gebiet verwandeln, aus dem die Menschen fliehen.

APA: Sie sind also nicht strikt dagegen, dass Slowenien Flüchtlinge im Rahmen einer EU-Quote aufnimmt?

Jansa: Ich habe den ersten Vorschlag der Europäischen Kommission (für Flüchtlingsquoten im vergangenen Herbst, Anm.) unterstützt, aber unter der Bedingung, dass man zuerst sagt, wie viele Migranten Europa jährlich auf seinem Gebiet aufnehmen kann. Wenn es das nicht gibt, wird es jeden Monat einen neuen Verteilungsschlüssel geben. Das funktioniert nicht. (...) Dass in der ersten Welle unkritisch alle aufgenommen wurden, auch Wirtschaftsmigranten, hat zu Reaktionen und Problemen geführt, sodass auf einmal in der Mehrzahl der europäischen Staaten für niemanden mehr Platz war. Früher hatte man Platz für Flüchtlinge und Migranten, jetzt nicht einmal mehr für Flüchtlinge, also für diejenigen, die wirklich vor dem Tod flüchten. Und deshalb sterben jetzt Menschen.

APA: Was halten Sie vom österreichischen Vorschlag, dass sich Europa wie Australien verhalten und Flüchtlinge gleich am offenen Meer abfangen und zurückschicken soll?

Jansa: Mir scheint das für Wirtschaftsmigration sinnvoll. Was die Flüchtlinge betrifft, ist Solidarität notwendig. Einen Teil dieser Solidarität kann Europa auf seinem eigenen Territorium bieten, einen Teil woanders. In Italien werden die meisten Asylbewerber in Hotels untergebracht, was für die Hoteliers ein großes Geschäft ist. Mit dem Geld, das die italienischen Steuerzahler für einen Asylbewerber ausgeben, könnte man in Jordanien eine ganze Familie versorgen.

APA: Sollte man auch Soldaten an die EU-Außengrenzen schicken?

Jansa: Ich unterstütze die Verwendung aller Ressourcen, die den Staaten der Europäischen Union zur Verfügung stehen, um die Sicherheit der Außengrenze sicherzustellen. Warum ist das Römische Reich zerfallen? Weil es seine Grenzen nicht mehr schützen konnte.

APA: Viele Menschen haben den Eindruck, dass die europäischen Politiker selbst nicht wissen, wie man das Flüchtlingsproblem lösen kann. Zu unterschiedlich sind die Positionen der einzelnen Länder, abhängig von der jeweiligen Betroffenheit.

Jansa: Die große Mehrheit der Staaten ist sich der Situation bewusst. Der Europäischen Kommission fehlen die operativen Fähigkeiten, dieses Problem anzugehen, Europa muss sie aber entwickeln, sonst wird es mit ihm vorbei sein. Das Migrations- und Flüchtlingsproblem ist nämlich nicht nur wegen der Kriege in Syrien und Libyen entstanden, sondern wegen der demografischen Entwicklung. Für Afrikaner ist Europa ein gelobtes Land, weil die Sozialhilfe dort höher ist als das Jahresgehalt eines Mittelständlers im Großteil der afrikanischen Staaten. Das ist ein Magnet, den man nicht abstellen kann.

APA: Wie würden Sie diese Anziehungswirkung verringern?

Jansa: Mit einer effektiven Entwicklungshilfe für Afrika. Die Welt wendet viel Geld dafür auf, doch werden vielleicht zehn Prozent davon vernünftig verwendet. Mein Vorschlag ist, dass man diese Hilfe konkretisiert. Statt in irgendwelche Fonds einzuzahlen, könnte etwa Österreich zum Sponsor eines afrikanischen Staates werden. Auch Slowenien könnte ein Land ähnlicher Größe unterstützen. Ich bin überzeugt, dass das tausende Slowenen motivieren würde, zu helfen. Die Staaten würden dann wohl auch noch miteinander in Wettbewerb treten, wer erfolgreicher ist.

APA: Wird die EU zerfallen, wenn sie die aktuelle Krise nicht lösen kann?

Jansa: Sie wird zerfallen, weil jeder Staat auf eigene Faust vorgehen wird, was teilweise auch schon begonnen hat. Das ist der Anfang vom Ende. Diese Migrationskrise wird auch das britische Referendum entscheidend beeinflussen. Diese Frage kann zehn Prozent der Wähler von einem Lager ins andere ziehen. Wenn Großbritannien die Europäische Union verlässt, werden wir uns am nächsten Tag in einer anderen Union wiederfinden, der Trend wird sich umkehren.

APA: Werden dann überall Austrittsreferenden stattfinden?

Jansa: Ich glaube, dass es innerhalb von zwei Jahren noch zumindest ein Referendum geben wird, und die letzte Konsequenz könnte der Zerfall der EU auf einige größte Staaten sein, um die dann Satelliten von abhängigen Vasallenstaaten kreisen werden. Europa hat solche Zeiten schon einmal erlebt. Die Europäische Union ist gerade deswegen entstanden, damit sich so etwas nicht wiederholt.

APA: Könnte es auch zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommen?

Jansa: Das ist üblicherweise die Folge.

APA: Mit welchen Staaten könnte sich Slowenien dann zusammentun?

Jansa: Wenn die EU zerfällt, werden sich mehrere Staatengruppen in Europa bilden, mit unterschiedlichem Status und formell unabhängig. Kleine Staaten, die ökonomisch an größere Staaten gebunden sind, werden in der jeweiligen Gruppe landen.

APA: Slowenien wird also eher im "deutschen Block" landen.

Jansa: So wie Österreich.

APA: Sollten Österreich, Slowenien und Kroatien eine engere Zusammenarbeit eingehen nach dem Vorbild der Visegrad-Staaten (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn)?

Jansa: Ich glaube, dass ganz Mitteleuropa enger zusammenarbeiten sollte, so wie etwa die nordischen Staaten, die Skandinavier und Balten. Das wäre auch sehr produktiv innerhalb der EU. Es ist viel leichter, drei oder vier Staatengruppen zu koordinieren als 28 Staaten. Die regionale Zusammenarbeit ist möglich und erwünscht, weil sie ermöglicht, dass die EU überhaupt funktioniert. Mitteleuropa ist ein Raum, der organisch und historisch zusammengehört.

APA: Wie bewerten Sie die Lage der Demokratie und des Rechtsstaates in Staaten wie Ungarn und Polen?

Jansa: Slowenien hat wesentlich größere Schwierigkeiten mit dem Rechtsstaat als Ungarn oder Polen. In keinem dieser Länder wird Repression eingesetzt, um etwa den Oppositionsführer drei Wochen vor der Wahl ins Gefängnis zu stecken (Jansa musste vor der Parlamentswahl 2014 eine rechtskräftige Haftstrafe in der Patria-Korruptionsaffäre antreten, Anm.). Das kann nur in Slowenien passieren. Wenn so etwas in Ungarn oder Polen passierte, würden man in Europa bis an die Decke springen.

APA: Wie erklären Sie sich diesen Unterschied?

Jansa: Offenbar gibt es da doppelte Maßstäbe, weil Slowenien eine linke Regierung hat.

APA: Ist Ihnen ein Stein vom Herzen gefallen, als Alexander Van der Bellen die Bundespräsidentenwahl gewonnen hat?

Jansa: Ich unterstütze jeden, der von den österreichischen Wählern ausgesucht wird, weil das ihre souveräne Entscheidung ist, natürlich unter der Bedingung, dass alle ihre Kampagne anständig führen können und keiner eingesperrt wird. Wenn das Ergebnis umgekehrt gewesen wäre, hätte sich Österreich in einer ähnlichen Situation wie unter Schwarz-Blau wiedergefunden, als es völlig aus dem Rahmen gefallene Vorschläge gab wie jenen, die Österreicher aus der EU auszuschließen. Es wird bei den Parlamentswahlen in Österreich höchstwahrscheinlich zu Veränderungen kommen, und da kann ein Präsident mit einer anderen Parteifarbe für Gleichgewicht sorgen.

APA: Wie sieht es mit Ihrer politischen Zukunft aus? Werden Sie bei den nächsten Parlamentswahlen wieder antreten?

Jansa: Unser historisches Ziel ist die Normalisierung Sloweniens. Wir führen in den Umfragen deutlich. Unser einziges Problem ist, dass wir nicht wissen, wer unser Gegner sein wird. Es wird nämlich immer (kurz vor den Wahlen, Anm.) eine neue Partei aus den gescheiterten Parteien gemacht. (2011 unterlag Jansas SDS der Linkspartei "Positives Slowenien" des Laibacher Bürgermeisters Zoran Jankovic, 2014 der neugegründeten Namenspartei des angesehenen Verfassungsjuristen Miro Cerar, Anm.)

(Das Gespräch führte Stefan Vospernik/APA)

Zur Person: Janez Jansa (57) steht seit 23 Jahren an der Spitze der konservativen Demokratischen Partei (SDS), war von 2004 bis 2008 und in den Jahren 2012 bis 2013 slowenischer Regierungschef. Sein politisches Kapital erwarb er sich als Organisator des bewaffneten Widerstandes gegen die jugoslawische Armee im Unabhängigkeitskrieg, der sich Ende Juni zum 25. Mal jährt. Der langjährige Oppositionsführer sieht Slowenien immer noch von ex-kommunistischen Netzwerken dominiert. Seine Verurteilung in der Patria-Korruptionsaffäre, die ihn 2014 für einige Wochen ins Gefängnis brachte, sieht er als politisch motiviert an.

 

Zur Person

Janez Jansa (57) steht seit 23 Jahren an der Spitze der konservativen Demokratischen Partei (SDS), war von 2004 bis 2008 und in den Jahren 2012 bis 2013 slowenischer Regierungschef. Sein politisches Kapital erwarb er sich als Organisator des bewaffneten Widerstandes gegen die jugoslawische Armee im Unabhängigkeitskrieg, der sich Ende Juni zum 25. Mal jährt. Der langjährige Oppositionsführer sieht Slowenien immer noch von ex-kommunistischen Netzwerken dominiert. Seine Verurteilung in der Patria-Korruptionsaffäre, die ihn 2014 für einige Wochen ins Gefängnis brachte, sieht er als politisch motiviert an.

Kommentare (67)

Kommentieren
Aristophanes
0
1
Lesenswert?

..... der Jansa war eins aktiv in der kommunistischen Jugendorganisation ......

Vielleicht ist es so, wenn Kommunisten von einer wie auch immer gearteten "Gefahr" schwadronieren, damit nichts anders als die Sicherheit der eigenen Hsut gemeint ist ?

Ein Amerikaner würde sagen, "Let's save our ass !"

(Es gilt die Unschuldsvermutung!)

Antworten
e59541acc96a3c3e39529d77735d334a
0
5
Lesenswert?

Die Briten sollen Europäer bleiben!
Ja das werden sie auch,auch ohne der EU!

Antworten
Zongher
1
6
Lesenswert?

Massive EU Propaganda am Festland!

Kriegsdrohungen auf der Insel, Kriegsdrohungen am Festland.

Ist das die EU des Jahres 2016?

Leute, wir müssen da raus. In BRICS können wir auch selbst mit Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika handeln!

Weg von der wahnsinnigen US-NATO Achse!

Antworten
e59541acc96a3c3e39529d77735d334a
1
10
Lesenswert?

Wen die Briten wirklich austreten,wird das Nachahmer finden und dann erst wird die EU zerfallen.Was soll daran schlecht sein?

Antworten
norskler
2
6
Lesenswert?

wieso

die briten wohnen auf einer insel also null schengen haben keinen Euro fahren auf der falschen seite haben anderes gewiecht andere zeit denken nur an fussball mit der landwirtschaft und industie gehen sie auch ihre eigene wege dass einzige wass sie dun ist Bezahlen Bezahlen da haette ich auch den hut drauf geschmissen und mich ausgemeldet

Antworten
Tarbuk
1
9
Lesenswert?

Die EU hat sich komplett in die falsche Richtung entwickelt!

Daher verstehe ich die starken Austrittstendenzen in GB, auch in anderen Staaten wachsen die kritischen Stimmen. Es werden nur mehr die Interessen einzelner (Politiker) und Konzerne vertreten, die EU ist zutiefst undemokratisch! Was soll nach einem BREXIT schon geschehen? Gar nix! Nachdem GB und die EU wirtschaftlich verbandelt sind, werden bilaterale Verträge (siehe Schweiz) abgeschlossen und die Briten sind wieder "eigener Herr im Haus".

Antworten
vertico1
4
4
Lesenswert?

nö, gar nix

nur vielleicht so kleine Unternehmen wie etwa Ford, die gesagt haben, dass sie ihre Investitionen in GB herunterfahren aufgrund eines möglichen Risikos. Marktumfeldanalysen beziehen eben auch POLITISCHE STABILITÄT mit ein, aber das haben Sie ja bestimmt auch schon bedacht. Bilaterale Verträge werden nicht über Nacht geschlossen und diese gibt es auch nicht gratis. GB wird für diese bluten müssen. Und ob ein weiteres Referendum über die Abspaltung Schottlands folgen wird, ist auch noch offen. Aber klar, hat ja alles keine Auswirkung auf die Wirtschaft!

Antworten
Tarbuk
3
3
Lesenswert?

Ford?

Wie ich sagte, die Interessen der Konzerne... und politisch stabil ist auch die EU bei weitem nicht! Ich bin nicht generell gegen eine europäische Kooperation auf verschiedenen Gebieten, aber dieses System fährt an die Wand und nach dem IMPACT werden wir alle mit Kopfschmerzen aufwachen. Der EURO als Währungssystem kann nur mehr mit "intensivmedizinischen" Maßnahmen am Leben erhalten werden (Null- bzw. Negativzinspolitik, Gelddrucken auf "Teufel komm raus" und Anleihen-Ankauf von EUR 80 Mrd. pro. Monat durch die EZB. Sämtliche volkswirtschaftlichen "Naturgesetze" sind derzeit außer Kraft gesetzt. Das wird nicht gut gehen!!!

Antworten
vertico1
2
3
Lesenswert?

volkswirtschaftliche Naturgesetze?

Ihnen ist schon BEWUSST, dass die BÖSEN KONZERNE AUCH ARBEITGEBER SIND?

Antworten
KarlKapper
8
13
Lesenswert?

Vor dem BREXIT fürchten muß sich...

...nur die EU (das Europa der Unfähigen). Die Schweiz und Norwegen haben sich nicht der Vormundschaft aus Brüssel unterworfen sind auch nicht untergegangen.
Die Idee Europa hatte eine faire Chance und ist durch Unfähigkeit der handelnden Personen gefährdet (meist nicht demokratisch legitimiert und niemandem ggn. verantwortlich). Österreich-Ungarn hat eine 1000 Jahre alte gemeinsame Nachbarschaft und Vergangenheit. Die Eurokraten in Brüssel werden sich in Kürze selbst abschaffen...

Antworten
vertico1
2
0
Lesenswert?

genau deswegen bin ich GEGEN eine direkte Demokratie

wie sollen Leute weitreichende Entscheidungen treffen, die die Tragweite dieser Entscheidungen doch gar nicht realisieren können.

Und nun nochmal. Die Schweiz erwirtschaftet SIEBZIG % ihres BIP mit DIENSTLEISTUNGEN und Norwegen, einst eines der ärmeren Länder Europas wurde erst nach der Erschließung ihrer ERDÖL & GASVORKOMMEN so erfolgreich.

Also, bitte nicht Äpfel mit Kaulquappen vergleichen!

Antworten
norskler
6
3
Lesenswert?

darum

darum ist Norwegen nicht in der EU weil die Eu eine Buerokratische Bombe ist

Antworten
vertico1
3
4
Lesenswert?

genau darum ist Norwegen nicht dabei

sollten Sie bei uns auch eine fette Ölquelle finden und erschließen werde ich mich den Austrittsbefürwortern anschließen.

Solange wir aber ein exportorientiertes Industrieland mit Exportüberschüssen sind, halte ich die Idee für äußerst unklug!

Antworten
galli
4
10
Lesenswert?

immer

Diese Prophezeiungen.. Wenn ich den ederer tausender in der Tasche habe, glaube ich daran

Antworten
wiegehtndas
6
18
Lesenswert?

Angst habe ich vor der EU, nicht vor dem WenWasWäreAber bei einem Brexit

Einrichtungen wie die EZB, TROIKA etc die Niemandem Rechenschaft ablegen oder abberufbar sind, die sind gefährlich.

Antworten
969449180ed701d6a8531ef71de57c2d
8
10
Lesenswert?

Krieg innerhalb der EU?

Leider haben wir schon wieder (nach 71 Jahren Frieden) verlernt, wie Krieg funktioniert. In den letzten Dekaden waren wir verdammt, nur als stille Beobachter die Kriege in der Welt außerhalb der EU zu verfolgen.

Antworten
d3394e0bd2d380c78a9c1f1381adf21b
10
22
Lesenswert?

Wir braucht "Direkte Demokratie", "Subsidiarität" und "Reziprozität"!!

Alles in der Schweiz seit Jahrzehnten erfolgreich gelebte europäische Prinzipien! "Frei, reich und friedlich" wären die Früchte dieser Prinzipien in ganz Europa, aber leider mit der Brüssel-EU nicht zu machen!

Antworten
e4fcf83a07ad0d2a0647aba67c3d7d8
8
8
Lesenswert?

Re: Wir braucht "Direkte Demokratie", "Subsidiarität" und "Reziprozität"!!

Sorry!Nur eine Frage:Woher kommt dieser Reichtum?

Antworten
wiegehtndas
7
15
Lesenswert?

Kurti, SICHER NICHT aus Brüssel

wo Vierzigtausen!!!!! Lobbyisten das Gesetz kaufen.
Dann pfeif ich auf den Verein, mit allen Pro und Contra.
Widerlich diese Typen.

Antworten
4895ebb89fd13f080bb8f4da4dbc766c
5
16
Lesenswert?

Leider in Österreich nicht zu machen.

In der Schweiz gibt es Volksabstimmungen deren Ergebnisse von Allen akzeptiert werden. Bei Uns nicht zu machen, da wird demonstriert und sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen.

Antworten
alejulval
7
8
Lesenswert?

Außerdem geben uns

Die EU Hanseln die Richtung vor und unsere Politiker sagen zu allen ja und amen.

Antworten
aschoitl
10
20
Lesenswert?

ein Sauhaufen !

.........die EU ,der Euro und Flüchtlinge…....... haben wir nicht genug eigene Sorgen die am Hungertuch nagen?

Antworten
c77ceee4702fc288b58311b338db3a65
7
30
Lesenswert?

In Deutschland wird von ca. 300.000 illegalen "Neubürgern gesprochen, welche nicht registriert sind.

Wenn sich Politikerdarsteller freiwillig Millionen von Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis, mit einem unseren Ansichten völlig antithetischen Weltbild ins Land holen und deren Heimatkonflikte de facto importieren, dann sollen (ehemalige) Politikerdarsteller nicht von möglichen kriegsähnlichen Zuständen sprechen, für die sie die Verantwortung tragen, wider den Willen der Mehrheit

Antworten
e4fcf83a07ad0d2a0647aba67c3d7d8
22
14
Lesenswert?

Wenn die EU zerfällt freut sich Asien und Amerika:

Ein Konkurrent weniger.Nur Deutschland und eventuell noch Frankreich können sich auf dem Weltmarkt behaupten und der Rest wird sehr viel kleinere Brötchen backen.

Antworten
vertico1
35
15
Lesenswert?

an alle, die den Austritt für uns wünschen

geht es euch wirklich so schlecht?
denkt ihr wirklich, dass es ohne EU viel besser wäre?
Was wäre denn besser?

Haben wir nicht wesentlich MEHR zu verlieren, als wir gewinnen könnten? Wollt ihr dieses Risiko wirklich eingehen?

Wenn ich so in mein Umfeld schaue, sehe ich niemanden, dem es wirklich schlecht geht. Der nichts zu essen hat. Der kein Dach über dem Kopf hat.

Wollt ihr wirklich an einem Lotteriespiel teilnehmen?

Antworten
wiegehtndas
9
15
Lesenswert?

??? und vor 95 haben wir in Höhlen gelebt und gehungert?

Wir waren ein freies Land, neutral und selbstbestimmt. Hatten unser eigene Währung und hafteten NICHT für eine zB. griechische Bank. Uns konnte niemand vorschreiben ob wir Genkrafel essen müssen oder Großkonzernen wegen Investitionsschutz vor dubiosen Schiedsgerichten Schadenersatz leisten müssen. Na den Lottoschein nehme ich in kauf!

Antworten
 
Kommentare 1-26 von 67