Selbst politisch tätigBritta Ernst: Mehr als die Frau an der Seite von Olaf Scholz

Britta Ernst: Die Volkswirtin hätte längst in der Bundespartei Karriere gemacht, wenn ihr Mann sich dort nicht tummeln würde - und nun Kanzler geworden wäre.

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Britta Ernst und Olaf Scholz
Britta Ernst und Olaf Scholz © (c) imago images/photothek (Thomas Imo/photothek.net via www.imago-images.de)
 

Die Ehrentribüne im Deutschen Bundestag war zur Kanzlerwahl gut besucht. Auch die Eltern von Olaf Scholz waren geladen, ebenso die Schwiegereltern und seine Frau: Britta Ernst, 60, geboren in Hamburg, seit 1998 verheiratet mit dem neuen Bundeskanzler. Eigentlich suchen beide selten die gemeinsame Bühne.

Britta Ernst machte als Bildungspolitikerin in der SPD eine eigene Karriere. Fein achtete das Paar dabei darauf, sich politisch auszuweichen. Wechselte er nach Hamburg, ging sie nach Berlin, als er zurückkehrte an die Alster, wechselte sie als Bildungsministerin nach Schleswig-Holstein.

Als er als Finanzminister und Vizekanzler nach Berlin ging, war sie schon Bildungsministerin im nahen Brandenburg. "Ich finde das ehrlicherweise eine Frage, die mich empört", reagierte Scholz äußert barsch, als er gefragt wurde, ob seine Frau im Falle seiner Wahl ihren Beruf aufgeben würde. "Ich weiß nicht, ob diese Frage auch Männern gestellt wird", fügte der SPD-Oberste hinzu.

Britta Ernst ist ihre eigene Frau. Und steckte doch zurück. Die Volkswirtin hätte längst in der Bundespartei Karriere gemacht, wenn ihr Mann sich dort nicht tummeln würde. Immerhin gab sie entscheidende Karrieretipps. Sie war es auch, die Olaf Scholz zum Joggen und Rudern brachte und damit zu einer ansehnlicheren Figur.

Das Paar, keine Kinder, lebt in Potsdam und Hamburg. Viel mehr ist im Augenblick auch nicht bekannt. Beide sind zurückhaltend mit Informationen über das gemeinsame Leben. Britta Ernst äußerte sich bezeichnenderweise in einem Schülerinterview bei einem Schulbesuch. Man spreche viel über Politik, hat sie gesagt. Aber auch über Literatur, Sport und Essen. Aha.

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Peterkarl Moscher
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Alles Gute !

Wäre ja kein Problem , auch die Frau Honecker war Ministerin ! Aber diese Entscheidung halte ich für viel besser ! Alles Gute !