Essay Manfred Prisching: Warum Klimapolitik nicht machbar ist

Neun Gründe, warum es so schwer ist, gegen die Klimakrise wirkungsvoll, rasch und weltweit gemeinsam vorzugehen. Pessimistische Betrachtungen zur menschlichen Natur.

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Wetterextreme werden mehr - doch klimapolitische Maßnahmen sind meist unbequem, kosten, belasten. © AFP
 

Ein Freund hat mich besucht, und im Übergang vom Nachmittagskaffee zum Abendessen hätten wir beinahe alle Probleme dieser Welt bewältigt: Flüchtlinge, Digitalisierung, Gesundheit, Klima.

Letzteres ist kein neues Thema: Ich habe in das Regal gegriffen, vor dem wir saßen, zu der Reihe „Fischer alternativ“ mit ihren kargen Umschlägen, zu der „Technologie und Politik“-Reihe von Rowohlt; daneben stehen die Bücher von Bahro, Fetscher, Jungk, Huber und vielen anderen sowie ein paar Studien aus der Club of Rome-Reihe.

Schon damals, in den 1970er-Jahren, war eigentlich alles bekannt. Quantitatives ist seitdem revidiert worden, wir sind ja gescheiter geworden, die Technik ist ein Stück weitergekommen, die Flüsse und Seen sind sauberer, Ozonloch und saurer Regen beseitigt; aber das eigentliche Problem ist in den letzten fünfzig Jahren ungelöst geblieben.

Überzeugende Lösungen sind – entgegen aktuellen Beteuerungen – nicht in Sicht. Eigentlich irritierend: Warum begibt sich die Menschheit sehenden Auges in ihre größten Krisen? Warum diese fatale Unabwendbarkeit?

Erstens liegt es an der Wissensinkompetenz: Menschen können mit unsicheren Sachverhalten nicht umgehen; auch nicht mit der andauernden Verbesserung (und Korrektur) des Wissens. Das hat sich auch in der Epidemie gezeigt. Der Anspruch an die Wissenschaft ist: sicheres Wissen.

Aber Wissenschaft arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten. Für das Klima heißt das: Zur Gänze sind die Grundlagen nicht geklärt. Ein Teil des Klimawandels beruht auf natürlichen Prozessen. Die komplexen Mechanismen der Atmosphäre verstehen wir unzulänglich. Aber alle Wahrscheinlichkeiten sprechen dafür, dass wir Anstrengungen unternehmen sollten – sonst dürfte es vorbei sein.

Doch auch ein paar Prozent Unsicherheit genügen für viele Leute, um „umzukippen“: Wenn es nicht ganz sicher ist, dann ist es vielleicht ganz falsch – und man braucht nichts zu tun. Eine extrem arbeitsteilige und komplexe Gesellschaft ist auf ein hohes Maß an Vertrauen angewiesen. Dieses wird teilweise mutwillig zerstört.

Zweitens das Gefangenendilemma: Klimapolitische Maßnahmen sind meist unbequem, kosten, belasten. Die Situation ist attraktiv, dass sich alle Menschen an Spielregeln halten, ich aber die Regeln durchbrechen darf. Alle schonen den Fischbestand im Meer, dann kann ich auf meinem Dampfer aus dem Vollen schöpfen. (Und tatsächlich: Mein Dampfer allein gefährdet ja nichts.)

Mein Auto allein...

Alle fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dann habe ich freie Straßen und genug Parkplätze. (Und tatsächlich: Mein Auto allein verursacht kaum schlechte Luft.) Die Versuchung ist: Man sitzt im Bus und braucht viel Zeit, und da draußen ist Platz genug. Diese Chance ergreifen alle, fahren mit dem Auto, und am Ende stehen sie alle im Stau, fahren im Kreis auf der Suche nach dem Parkplatz und ruinieren die Luftqualität. Am Ende findet man sich in der schlechtesten Situation: viel Zeitaufwand, schlechte Luft, nervig.

Drittens der Inkrementalismus: Es ist wie bei einem Raucher: Die jeweils nächste Zigarette wird ihn nicht umbringen; sie ist sogar für die Gesundheit gleichgültig. Aber jede Zigarette ist die nächste, und am Ende hat man eine deutlich geringere Lebenserwartung. Auf die Umweltpolitik übertragen: Das Verhalten jedes einzelnen trägt so wenig zur Verbesserung der Gesamtsituation bei, dass es im Grunde gleichgültig ist.

Einmal nicht Müll trennen. Einmal eine große Reise tun. Aus der Summe der Vernachlässigbarkeiten, die kein schlechtes Gewissen machen, akkumuliert sich die Katastrophe.

Viertens die globale Relativierung: Europa kann nur einen geringen Teil zur Klimaverbesserung beitragen – die großen Elefanten sind die USA, China und Indien. Soll man hierzulande (wirtschaftliche und soziale) Nachteile in Kauf nehmen, wenn die Großen nicht mitmachen?

Nachhaltig?

85 Prozent des Weltenergieverbrauchs sind nicht nachhaltig. Das wird man mit hübschen Szenarien bis 2030 oder 2050 nur geringfügig ändern. Die Idee, dieses Jahrhundert könnte ein Green Century werden, ist eher liebenswert als realistisch. Es wird wohl ein Black Century. Das Gefühl: Man kann doch nichts retten.

Fünftens die spontane Gedankenlosigkeit: Freilich sind alle für bio-öko-regional-saisonal. Aber im Laden sind doch die Kartoffeln aus Ägypten, die Tomaten aus Spanien und die Äpfel aus Südafrika billiger. Und die Erdbeeren im Winter würden ja bloß weggeworfen, also kann man sie gleich kaufen. Bis zum Gedanken, dass die Erdbeeren aus Südamerika nicht eingeflogen würden, wenn sie niemand kaufte, reicht es nicht mehr. Dazu kommt eine turbokonsumistische Mentalität: Die Post-Lockdown-Öffnung löste ein absurdes Wettrennen aus – als ob nicht 90 Prozent des Zeugs, das gekauft wird, überflüssig ist. Einkaufen und Wegwerfen als Lebenssinn.

Sechstens der Rebound-Effekt: Technische Verbesserungen werden durch gegenläufige Verhaltensweisen aufgefressen. Effizientere Heizung für die Wohnung – als Reaktion wird die Durchschnittstemperatur im Winter erhöht, weil man es sich jetzt leisten kann. Effizienzsteigerung beim Autotreibstoffverbrauch – als Reaktion werden stärkere und größere Autos gekauft, mit Verbrauch und Emission wie zuvor. Effizienzsteigerung bei der Heizung – und das ersparte Geld wird für eine Flugreise genutzt.
Siebtens die Verbrauchssteigerung: keine Rede von Einschränkung. Strombedarf wird explodieren: Klimaanlagen, IT-Energiebedarf – und Elektromobilität. E-Vehikel mit ihrem Zusatz(!)strombedarf fahren in Wahrheit allesamt fossil.

Selbst Wasserstoff, die machbare Option für die Stabilisierung des Stromangebots, braucht zuerst zur Erzeugung mehr Strom. Und dann weltweit die Einkommenssteigerung: China reiht das Klima hintan, weil zuerst Armut beseitigt wird – und demnächst wollen ein paar 100 Millionen Chinesen Europa besichtigen. Und dann kommen 100 Millionen Inder angeflogen.

Achtens der Tunnelblick: Wasser, Wind und Sonne – das wäre die Zukunft. Aber da gibt es Kollisionen mit anderen Zielen. Umweltbewusste Bürgerinitiativen wehren sich vehement gegen Staukraftwerke, Windradanlagen, Stromleitungen. Aber gerade die Rettung der Natur braucht Wasser-Wind-Sonne – aber keine Stromleitungen vor der eigenen Tür. Es geht sich trotzdem alles nicht aus, weil die Angebotsschwankungen zunächst durch eine Verdoppelung des Systems (mit fossilen Mitteln) aufgefangen werden.

Neuntens die Demokratieschwäche: Die Mehrheit ist dem Verzicht theoretisch aufgeschlossen und praktisch unwillig. Da gibt es genug Studien. Ein makropolitisches Modell eröffnet schlechte Aussichten: Wenn jede politische Maßnahme irgendwelche Gruppen belastet (was unvermeidlich ist), zugleich aber jede dieser Gruppen so stark (manchmal lautstark) ist, dass sie die belastende Maßnahme (unter Medienapplaus und Intellektuellengerede) verhindern kann, landet das System im Immobilismus. Dann geht nichts, auch nicht das Notwendigste.

Um ein Missverständnis zu vermeiden: Fast alle klimapolitischen Vorhaben sind großartig. Immer noch viel zu wenig. Sie verdienen jede Unterstützung. Es wäre anständig zu tun, was man tun kann. Aber gerade der Eindruck wäre fatal, dass wir die Sache beinahe schon erledigt haben und Politik und Technik schmerzlos den Rest erledigen. Auch das Vernünftigste kollidiert mit den geschilderten Mechanismen. Mein Besucher und ich, wir haben – leicht nostalgisch – in den alten Büchern aus den 1970er-Jahren geblättert. Haben wir seitdem gelernt? Ich schlichte die Bücher wieder ins Regal.

Kommentare (26)
isteinschoenerName
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Vom Dosen-Konzern erwarte ich mir nicht viel anderes, aber ...

was ist eigentlich mit der steierm. Landesregierung los? Sind das Schlafwandler?
Es soll ernsthaft nächstes Jahr wieder eine Airpower in der Stmk stattfinden! Was für für ein fatales Signal soll das sein, bitte? Klimaneutralität? Klimanotstand? Schon mal etwas davon gehört? Wie egal kann der Politik eigentlich die Zukunft unserer Kinder und Enkel sein?

Irgendeiner
2
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Naka,man kann Dr..Prisching in den Details nicht widersprechen,natürlich Gefangenendilemma,Inkremetalismus,Wissensinkompetenz und Unsicherheit,sicher alles Faktoren.Nur malt das ein Bild von Menschen auf Augenhöhe die halt fehlbar sind,böse gesagt, zu dumm um nicht auszusterben.Es ist nur so,daß den meisten tatsächlich das Verhalten von Ökosystemen ebenso fremd ist wie der größte Faunenschnitt der Erdgeschichte und daß sie, denaturiert durch unsere gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nichtmal wissen, was um sie herum so kreucht und fleucht,nur sie haben in der Regel auch keine Ahnung von Quasaren ,Quantenmechanik oder

Trepanationen,doch dort leugnen sie nichts und würden sich hüten von sich aus ohne Vorkenntnisse Expertisen abzugeben,Nun,der Klimawandel, der Faunenschnitt, die Rahmenbedingungen für den Verlust von Arten in Ökosystemen sind gut erhoben und sehr hart,wie kommts da dazu? Und da fehlen mir jetzt die Herrschaftsphänomene,die frechen vorsätzlichen Lügen, dummdreiste Message-controll,Beeinflußung von Taulosen durch Taulose.In den 80er Jahren hier ist man den Spin gefahren,es wär doch schön wenn es bei uns ein bißchen wärmer wäre weils gut für den Tourismus ist und Frau Salomon, Nachfolgerin Brandstätters beim Kurier,auch eine Erzählerin neoliberaler Märchen hat noch vor recht kurzer Zeit gesagt, daß es schön wär ohne Jankerl beim Heurigen zu sitzen,so kann man Klimawandel auch betrachten,gegen die harten Fakten.Und das Atlasnetzwerk, dessen Teil unser Hayek-Institut ist,eine Vorfeldorganisation der IV finanziert seit Jahrzehnten Klimaleugnung,Das ist mir das zentrale Problem,daß man im völligen Mißbrauch von Mannheim als freischwebende Unintelligenz bezeichnen kann,lügende Erbsenzähler die Macht haben,mit Mietlingen.

melahide
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Gut

Also zusammen gefasst meint Herr P: „Bringt e nix“

mahue
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Manfred Hütter: als Taucher vorwiegend in tropischen Meeren und deren Ländern

Neben den genannten Problemen mit den Wäldern, habe ich seit 30 Jahren den Raubbau in Meeren gesehen. Fische die durch exzessive Fangmethoden Langleinen, Schleppnetzfischerei oder illegalem Haifischfang (sogar in geschützten Meeresgebieten) ausgerottet werden, kippen auch die Ozeane, die aber fürs Weltklima sogar mehr als Wälder notwendig sind.
Warum: Das Wechselspiel zwischen Flora und Fauna im Wald oder Meer hat gewaltigen Einfluss auf das Weltklima. Kaputte Wälder und Ozeane können weniger Treibhausgase aufnehmen. Dazu kommt noch der Dreck von fossilen Produkten, die in Wald und Meeren landen und zusätzlich das natürliche Gleichgewicht stören.
Bin jetzt frech: Wir Menschen machen uns selbst kaputt, auch wenn ich an das Theater in der jetzigen Corona-Krise der Impfgegner denke.
Tägliche Berichte über Flächenbrände durch Hitze oder andere katastrophale Wetterphänomene und weltweit steigende Infektionszahlen müssten den letzten Zweifler überzeugen, auch die Wirtschaft sonst stirbt diese als erster aus.

Sigi-X
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Sie sind sich aber schon im klaren das sie durch ihre Flugreisen in tropische Länder

auch einen nicht geringen Teil dazu beigetragen haben....

Sam125
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Eines MUSS uns allen klar sein,solange gnadenlos und weltweit die Regenwälder

abgeholzt werden und sich daher der"Golfstrom"gravierend verändert,werden sich die Meeresströmungen und damit auch das Weltklima nachhaltig zum Nachteil der gesamten Welt und für immer verändern!Die Klimakatastrophe wird daher leider auch nicht zum aufhalten sein!Es ist schön,wenn wir fossile Brennstoffe durch Elektrizität ersetzen wollen,was natürlich nur in Ländern möglich ist,wo keine AUTOBATTERIEEN,wie in China,hergestellt werden,denn in China wird wegen der florierenden Wirtschaft(E- Mobilität!)fast täglich ein neues Kohlekraftwerk hochgefahren und die sogenannten westlichen und fortschrittlichen Länder wollen alles verbieten was mit fossilen Brennstoffen fährt und heizt und die gute Luft vom "Westen"wird durch die schlechte Luft vom "Osten",gesehen für's WELTKLIMA,wieder aufgehoben! Schöne Aussichten für uns alle! Und Deutschland verbraucht ALLEIN 40 % vom weltweit angebauten Palmöl und ist daher auch am allermeisten für die Abholzung der Regenwälder verantwortlich!

Irgendeiner
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Sam,lies was der Mann da oben zu globalen Relativierung gesagt hat,da hat er recht,

das ist genau das was Du jetzt tust,was würdest Du davon halten wenn ich hier die Abschaffung der Frauenrechte fordern würde weil sie die bei den Taliban auch nicht haben,wäre dieselbe Logik.Sam, Du mußt immer dort hingreifen wo du stehst,bei Flüchtlingen, beim klimawandel, denn dort kannst Du es wenn du ein Gewissen hast,sonst gehma in absehbarer Zeit drauf aber nicht still,es wird schrecklich,das kann ich Dir versprechen und Du hast nicht den Vorsprung meines Alters,dich kanns noch persönlich erwischen.

kukuro05
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einen falschen Gedanken gibt es in diesem wunderbaren Text:

Es sollte nicht heißen: die großen Elefanten sind die USA, China und Indien. Soll man hierzulande Nachteile in Kauf nehmen, wenn die Großen nicht mitmachen?

Sondern: der Prokopfverbrauch der Österreicher (!!!) (und aller Europäer) ist höher als der der Chinesen. Wer sollte es Ihnen verbieten unseren Lebensstandard, den wir seit Jahrzehnten "genießen" und mit Händen und Füßen verteidigen nicht auch erreichen zu wollen?
Wir Österreicher sind überhaupt ein ganz spezielles Völkchen, neben der unfassbaren Uraserei auch noch lernunfähig und wissenschaftsfeindlich...
No way out!

neuernickname
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@kukuro Leider ist ihr Europa und natürlich Österreich-Bashing nicht haltbar.

Der Pro-Kopf-CO2 Ausstoß in Tonnen 2018 im Vergleich:

Österreich 6,96 (ja, wir sind noch gerinfügig über China)
China 6,84
Frankreich 4,51
Spanien 5,33

oder z.b.
Katar (führend) 31,27
Australien 15,32

Quelle de.statista.com (aber vielleicht sind dort die Zahlen ja alle nicht wahr)

Ich glaube es ist einigermaßen sinnlos, China und den dort herrschenden kommunistischen Turbokapitlismus - der sich anschickt die ökonomische Weltherrschafft zu übernehmen, zu verteidigen.

China stößt ca. 29 % des Weltaufkommens von CO2 aus.
Die Kommunismusromantik die in Europa offenbar immer noch herrscht in allen Ehren, aber auch in China läuft kaum jemand mehr mit dem Lendenschurz und der roten Fahne der Revolution herum und lebt von Beeren und Wurzeln und frischem Quellwasser in unberührter Natur.

Dr.B.Sonnenfreund
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9 Milliarden

Einwohner mit westlichen Lebensstandard, jeder ein Haus im Grünen mit Pool und 2 Autos. Das ist generell unmöglich. Es wird immer Ärmeren und Reichere geben, was bringt es aber Ärmeren wenn wir auch arm sind ? Sie werden dadurch nicht reicher, weil wer kauft ihnen dann die Produkte ab ?

neuer mann
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die grünen sind die einzigen, die schon immer die verantwortung übernehmen!

also stärken wir diese bewegung!

gickigacki
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Zustimmung

Leider tun sich manche immer noch schwer damit zu sehen, dass ma eigentlich nur Grün wählen kann, den kommenden Generationen zuliebe und dem Gemeinwohl. Alle anderen Parteien schauen immer nur zum nächsten Wahlhorizont.

umo10
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Vorbild sein, ist die Grundlage jeden Handelns

Und das ist schon mal kräftig in die Hose gegangen, wenn der oberste Vorturner der Nation meint, dass dies uns zurück in die Steinzeit bringt! Wir in Österreich verlieren wieder eine Legislaturperiode, fast wie mit Trump

Dr.B.Sonnenfreund
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Wasser sparen ?

Die Idee ist gut. Wenn man aber mit gebremst Duschköpfen doppelt so lange zum Abduschen braucht, ist es keine Wasserersparnis. Also entferne ich die Bremse gleich, hat man mir im Baumarkt freundlicher Weise gezeigt, wie das gemacht wird.

Dr.B.Sonnenfreund
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Heizung versus Klimaanlage

Folgende paradoxe Situation beobachte ich ständig. Im Winter wird , im Wollpulli, auf 25°C geheizt. Im Gegenzug Im Sommer auf 20, 21°C gekühlt, in Spagettiträgern wohlbemerkt. Ist doch eigentlich verkehrt, oder ? Im Winter 21°C heizen und im Sommer auf 25°C kühlen, ist klimatologisch der richtige Weg. Auch im Bezug auf die jeweilige Außentemperatur. So kann wirklich Energie gespart werden.

schteirischprovessa
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Der Artikel trifft es auf den Punkt.

Doch hinzufügen möchte ich noch, dass jetzt wir, unsere Generation, die Verantwortung für die Erde tragen, für die Welt, die unsere Kinder, Enkel und Urenkel vorfinden.
Und ich zumindest möchte dieser Verantwortung für meinen Teil gerecht werden. Und je mehr Menschen dies auf der Welt so sehen, desto mehr kann bewegt werden.
Lasst doch zuerst die "anderen" machen bewegt nichts und zement nur den Stillstand ein.

derhannes
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Na so wird das auch nichts

Es gibt da eine schöne Fabel von Aesop: Zwei Frösche fallen in eine Schüssel mit Milch und können nicht mehr heraus. Beide strampeln und strampeln, bis nach vielen Stunden der eine sagt: Ich schaffe das nicht mehr, ich gebe auf, und ertrinkt. Der andere strampelt weiter, so lange bis die Milch zu Sahne und zu Butter wird. Auf dem festen Grund kann er sich abstützen und aus der Schüssel herauspringen.
Will sagen: Mit einer pessimistischen Einschätzung lässt sich nichts reißen. Das heißt, je aussichtslos eine Situation auch sein mag, bleibt uns doch nicht anderes übrig, als alles daran zu setzen, die Lage zu meistern.

reschal
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Pessimistische Einschätzung

Dass der einzelne deshalb nichts tun soll, davon ist im Artikel aber nicht die Rede! Ich lese das genaue Gegenteil heraus.
Also! Jeder trage seinen (kleinen) Teil bei.

mobile49
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ja

an allem und jedem ist "der oder die andere" schuld und mit umweltschonung muss natürlich auch "der oder die andere " beginnen .
keiner will für sich selbst die verantwortung übernehmen -
trauriger "kindergartenalltag"

neuernickname
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Hatte gestern eine (nicht ganz ernstgemeinte) Diskussion mit einer überzeugten Grünen

Ich: Ich bin nur einmal in den Urlaub geflogen - war zur Maturareise (ist jetzt 35 Jahre her).
Ich fliege nie auf Urlaub - seit 15 Jahren fahre ich ohnehin nicht mehr auf Urlaub. Ist ein Beitrag gegen die Klimaerwärmung (hab mich selber - humorvoll - einen "Klimaaktivsten" genannt)

Sie (Grünwählerin seit vielen Jahren): Fliegen ist für mich bequem. Ich möchte auch eine Kreuzfahrt machen. Konnte ich mir bisher noch nicht leisten.

Na ja - aber dann Greta Thunberg zujubeln und auf die Nichtgrünen (also mich) mit dem Finger zeigen.
(Ich fahr in der Stadt auch fast immer öffentlich - sie mit dem Auto)

Hm....

Sigi-X
1
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Genau...

...darum muss schleunigst die Politik die Weichen Richtung Klimaschutz stellen, weil freiwillig wird nur ein kleiner Teil mitmachen und dann sind wir im Arsch.

derhannes
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Politik und Individualität

Ich halte es für falsch, von einem Menschen pauschal auf eine Gruppe zu schließen, egal aus welchem politischen Lager oder welcher sozialen Herkunft. Das ist moralische Überheblichkeit par excellance.

neuernickname
3
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@derhannes

Dann schlage ich vor, dass Sie nicht von einem Menschen pauschal auf eine Gruppe schließen.

Dann ist alles wieder in Ordnung

Patriot
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@neuernickname: Das kann man glauben oder nicht.

Wie wollen Sie Ihre Ausführungen beweisen?

neuernickname
5
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@Patriot

Stehe ich hier vor Gericht und sind Sie RichterIn?

Ich habe nicht verlangt, dass mir jemand glaubt. Sondern nur ein Gespräch geschildert.

In dem Essay wird auch nichts bewiesen, was behauptet wird.

JamesJolly
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Leider

sehr treffend beschrieben.