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NordmazedonienSozialdemokraten siegten knapp

Nach Angaben der Wahlkommission, auf die sich Medien in Skopje berufen, sicherte sich der SDSM 46 von 120 Parlamentssitzen, die nationalkonservative VMRO-DPMNE blieb mit 44 Mandaten an zweiter Stelle.

Zoran Zaev © AP/Boris Grdanoski
 

Die Parlamentswahl in Nordmazedonien hat der seit 2017 regierende Sozialdemokratische Bund (SDSM) von Ex-Premier Zoran Zaev knapp gewonnen. Nach Angaben der Wahlkommission, auf die sich Medien in Skopje berufen, sicherte sich der SDSM 46 von 120 Parlamentssitzen, die nationalkonservative VMRO-DPMNE blieb mit 44 Mandaten an zweiter Stelle.

Gemäß den Wahlresultaten in 3.421 von 3.480 Wahllokalen liegt die seit 2012 mitregierende albanische Demokratische Integrationsunion (DUI) von Ali Ahmeti mit 15 Sitzen vor dem Bündnis um die Allianz für die Albaner von Zijadin Sela mit zwölf Sitzen.

Den Sprung ins Parlament schafften auch noch die Partei Levica (Linke) mit zwei Sitzen und die Demokratische Partei der Albaner (DPA) mit einem Sitz. Die Wahlbeteiligung lag bei 51 Prozent.

Aus den noch inoffiziellen Wahlresultaten ergibt sich, dass die Rolle des Züngleins an der Waage auch dieses Mal der DUI zufallen dürfte. Die Partei war bei dieser Wahl allerdings zum ersten Mal mit ihrem eigenen Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt angetreten. Sowohl für den SDSM wie auch die VMRO-DPMNE scheint die Idee eines albanischen Regierungschefs allerdings nicht annehmbar. Mit Talat Xhaferi hatte die DUI 2017 den Parlamentspräsidenten gestellt.

Bei der letzten Parlamentswahl im Dezember 2016 hatte sich der SDSM 49 Mandate gesichert, die VMRO-DPMNE gewann 51 von 120 Parlamentssitzen. Allerdings konnten die Nationalkonservativen damals keinen Koalitionspartner finden, so dass letztlich Zaev eine Koalitionsregierung bildete.

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