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Leitartikel von Stefan WinklerIst der europäische Traum ausgeträumt?

Zehn Jahre ununterbrochener Krisen haben die EU ausgelaugt. Die Leidenschaft, mit der noch um die Rettung Griechenlands gerungen wurde, ist Illusionslosigkeit gewichen.

© (c) BUNDESKANZLERAMT/ARNO MELICHAREK (ARNO MELICHAREK)
 

Jede Krise ist einmalig. Im Fall der Corona-Epidemie hat das Empfinden, mit etwas nie Dagewesenem konfrontiert zu sein, wohl auch damit zu tun, dass Seuchen längst aus dem kollektiven Gedächtnis der Menschen verschwunden sind.

Kommentare (15)

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solder
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die deutschen haben die eu vernichtet

angefangen mit verheugen, der die überhastete hereinnahme des osten zu verantworten hat.

derhannes
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Schwarzseher haben Hochkonjunktur

Wieso sollen wir uns an den Pessimisten orientieren? Wieso an denen, die Krisen als Bedrohung sehen und nicht als die notwendigen Schritte zur Weiterentwicklung, die sie schon immer gewesen sind? Wieso sollen wir mit den Schwarzsehern in die Falle des rückwärtsgewannten Nationalismus oder des egomanischen Gewinnstrebens einer totalen Globalisierung gehen? Wir sind Menschen und können denken, reden, Perspetiven entwickeln und neue Wege gehen. Diese Corona-Krise kann ein Wendepunkt werden, wenn wir nicht auf das alte, lahmende Pferd setzen, sondern unsere Immunsysteme stärken und beginnen, für eine neue Gerechtigkeit einzutreten, die es allen Menschen ermöglich, ein lebenswertes Leben zu führen, neue Formen der Arbeit entwickeln, die der bevorstehenden Digitalisierung gerecht werden und neue Formen der Industrie, die von Umwelt- und Klimaschutz und sozial ausgewogenen Arbeitsbedingungen geprägt sind. Wir Menschen haben alles in der Hand.

Stadtkauz
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Ja - der Traum ist aus

Jedem der Mitgliedsstaaten ist sprichwörtlich das Hemd näher als der Rock. Es geht nur um den eigenen Vorteil. Darüber hinaus sind die Führungspositionen absolut drittklassig besetzt. Macron und Merkel verhalten sich, als gehöre die gesamte EU ohnehin schon ihnen. Auf den Punkt gebracht: EU = Extrem Unfähig.

feringo
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Auf gehts! Ärmel hoch!

So trist und müde ist Europa nicht zu sehen. Auch in den USA herrscht Uneinigkeit unter den einzelnen Bundesstaaten und ebenso ist in Russland und anderen Staaten nicht alles zentral. Das europäische Staaten in der Covidkrise selbständig agieren ist als hohes demokratisches Plus anzusehen. Schweden, Spanier, Deutsche, Österreicher, ... sind nun mal historisch anders gewachsen und anders zu handln. Der europäische Einigungsprozess dauert halt. Deswegen darf nicht in seelische Depression verfallen werden.
Im Gegenteil: Auf gehts!

unfassbar
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Dieser europäische "Traum"...

....ist bei mir seit der Volksabstimmung ausgeträumt....
Leider bewahrheitet es sich anscheinend.

SoundofThunder
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Ob Finanziell,Kulturell,Politisch,Krisenfestigkeit

Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Zusammenhalt? Zusammenarbeit? Nur wenn es einem selbst nützt.Europa ist heute genau das was wir daraus gemacht haben. China,Russland und die USA reiben sich schon die Hände.

derhannes
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Süppchen kochen

Jeder darf sein eignes Süppchen kochen, jeder darf sich auch einmal auf sich selbst besinnen und in sein Schneckenhaus zurückziehen. Alles geht in zwei Richtungen: Einatmen, ausatmen - vorwärtspendeln, rückwärtspendeln - nach draußen, nach drinnen - das heißt nicht, dass letztendlich eine europäische Einheit für Europa infragesteht. Ebensowenig eine globale Einheit für die Welt. Trotzdem können, sollen und dürfen Franzosen Franzosen, Österreicher Österreicher, Deutsche Deutsche und und und ... sein und können trotzdem Europäer und Weltbürger sein. Wenn dann jeder sein eigenes Süppchen gekocht hat, machen wir eine große Party und kosten von den anderen.

SoundofThunder
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🤔

Es gibt zuviele die nur nehmen. Die sind nur bei der EU weil sie Geld dafür bekommen. Und genau die sind es die bei Krisen andere im Stich lassen (was die Flüchtlingskrise,Bankenkrise grandios bewiesen hat).

Lodengrün
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Das große zusammen Denken

findet nicht mehr statt. So viele denken nur mehr in ihrer kleinen Dimension und sehen nicht dass sie gemeinsam wirklich mehr erreichen könnten. Die/der spontane Gier/ Neid schlägt alles. Schade.

derhannes
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Zusammendenken

Mir scheint das Gegenteil der Fall. In dieser globalen Krise handelt zwar jeder regional, doch da ist ein zunehmendes Bewusstsein für die ganze Welt und die globalen Zusammenhänge. Wer bspw. Diskussionen auf Twitter verfolgt, kann feststellen, dass viele Themen global disktuiert werden.

Lodengrün
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Ich amüsiere

mich stets über diejenigen die auf solche Kommentare Minusstricherln vergeben. Ich denke die mögen bei ihnen beginnend nichts und niemanden und finden selbst ihre Geburt war Zeit- und Ressourcenverschwendung.

ritus
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Wegen dem EINEN Minusstricherl?

Sorry, aber wer das nicht aushält, hat von Demokratie nix verstanden. Zugegeben, Minusstricherl können als feige betrachtet werden, wenn sie nicht sachlich begründet werden. Sachlich begründet können aber auch nur sachlich geschriebene Kommentare werden.
Übrigens finde ich die Formel "nicht mehr" im Vergleich zu früheren Zeiten problematisch, denn damit wird oft suggeriert, dass Zustände, die heute als inakzeptabel erscheinen, früher anders, oder gar besser waren. Da wird viel vergessen, was früher auch, oder immer schon, besser, oder zumindest anders war.
Mir fällt auf, dass solche rückwärtsverherrlichenden Artikel und Kommentare besonders von älteren bis alten Redakteuren geschrieben werden.

melahide
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Ist e klar

Das Volk in Europa entsendet Neoliberale, wirtschaftsfreundliche und nationalistische Parteien in das Parlament. Die machen entsprechende Politik. In Einzelstaaten entsenden die Menschen Parteien ins Parlament, das Europa als höchstens zweitrangig empfindet und man - für Wählerstimmen - das nationalstaatliche Interesse über das Gemeinsame stellt. Wie soll Europa dann funktionieren? Wenn jeder Stast ein Veto hat, die aufgeblähte Bürokratie keine Macht. Wozu dann? So funktioniert Europa halt nicht. Kann nicht gehen!

derhannes
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Wie soll es denn gehen?

Wenn es so nicht geht, dann entwerfen wir doch einen anderen Plan, der funktioniert!

tubaman58
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Schade,

war schon länger und ist nun immer deutlicher abzusehen.
"Wir sind alle Trump" - im nachhinein - keiner will's gewesen sein.