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US-VorwahlenBiden räumt am Super Tuesday ab, Bloomberg gibt auf

Ex-Vizepräsident hat sich mit Siegen in mehreren Bundesstaaten an die Spitze der demokratischen Präsidentschaftskandidatur gesetzt. Sanders konnte sich in Vermont, in Utah und Colorado durchsetzen und liegt in Kalifornien vorne.

US-POLITICS-VOTE
Joe und Jill Biden © APA/AFP/FREDERIC J. BROWN
 

Triumph für den früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden beim Super Tuesday: Bei den Vorwahlen der US-Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur gewann der 77-jährige Zentrums-Politiker laut Prognosen in mindestens neun der 14 US-Staaten, in denen abgestimmt wurde. Sein linksgerichteter Konkurrent Bernie Sanders siegte demnach mindestens in drei Staaten. Enttäuschend verliefen die Vorwahlen für den Medienmilliardär Michael Bloomberg. Er gab noch im Laufe des Tages auf und stieg aus dem Rennen im Weißen Haus aus. Bloomberg unterstützt ab sofort Biden.

Biden hat laut Prognosen auch den wichtigen Bundesstaat Texas gewonnen.US-Medien erklärten Biden in Alabama, Arkansas, Massachusetts, Minnesota, North Carolina, Oklahoma, Tennessee und Virginia zum Sieger. Prognosen zufolge setzte er sich auch im wichtigen Staat Texas knapp gegen Sanders durch. In Texas werden 228 und damit besonders viele Delegiertenstimmen für die Wahl des Präsidentschaftskandidaten der oppositionellen Demokraten vergeben. Nur in Kalifornien geht es mit 415 um noch mehr Delegierte.

Sanders zeigt sich via Twitter zuversichtlich, vor allem über seinen Sieg in Kalifornien:

"Danke, Kalofornien! Ihr habt bewiesen, dass die Amerikaner bereit sind für eine Regierung und eine Wirtschaft, die für uns alle arbeitet, nicht nur für das eine Prozent. Lasst uns gemeinsam weitergehen", schreibt Sanders.

Wie ist der Super Tuesday ausgegangen?

Die Vorwahlen der Demokraten sind nun ein reiner Zweikampf von Biden und Sanders, schreibt Außenpolitik-Redakteur Ingo Hasewend. Seinen Kommentar zum Super Tuesday finden Sie hier.

Biden gab sich auf Twitter zuversichtlich und danke seinen Unterstützern.

"Lasst uns geeint sein, lasst uns Trump schlagen und lasst uns unser Land zurückholen", schreibt Biden.

Biden hatte kurz vor dem Wahltag einen massiven Schub erhalten, indem die moderaten Kandidaten Pete Buttigieg und Amy Klobuchar ihre Kampagne beendeten und zur Wahl des Ex-Vizepräsidenten aufriefen. Der ursprüngliche Favorit war nach einem Fehlstart bei den ersten beiden Vorwahlen in Iowa und New Hampshire schon massiv in den Seilen gehangen, konnte das Blatt aber am vorigen Samstag mit einem überzeugenden Sieg in South Carolina wenden.

Super Tuesday: Was Sie zum US-Wahlkampf wissen müssen

Bei den Vorwahlen der US-Demokraten ist der "Super Tuesday" geschlagen. Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Partei könnten wichtige Weichen für eine Entscheidung in dem monatelangen Abstimmungsmarathon gestellt werden.

(c) APA/AFP/ROBYN BECK (ROBYN BECK)

Wer an diesem Dienstag unterm Strich am besten abschneidet, hat gute Chancen, bei der eigentlichen Präsidentenwahl im November als Herausforderer des republikanischen Amtsinhabers Donald Trump aufgestellt zu werden.

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Nach bisher vier Vorwahlen liegt der selbst ernannte demokratische Sozialist Bernie Sanders vom linken Parteiflügel in Führung. 

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Ex-Vizepräsident Joe Biden (rechts), der zum moderaten Lager zählt, ist im Aufwind. Hier im Bild mit Pete Buttigieg, der bereits das Handtuch geworfen hat und nun Joe Biden unterstützt. Er rechnet sich Chancen auf die Vize-Präsidentschaft aus, wenn Biden gewinnen sollte.

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Außerdem treten die US-Senatorinnen Elizabeth Warren ...

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... und die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard an, der aber kaum Chancen eingeräumt werden. 

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Erstmals steht auch der Milliardär und Ex-Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, zur Wahl. Er hatte die ersten vier Vorwahlen ausgelassen.

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Gewählt wird in 14 US-Staaten und in dem US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa. Außerdem können im Ausland lebende Demokraten, die Democrats Abroad, ihre Stimme abgeben.

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Die einzelnen US-Staaten teilen den Bewerbern abhängig vom jeweiligen Wahlergebnis bei den Vorwahlen Delegierte zu, die dann im Juli auf dem Parteitag der Demokraten den Präsidentschaftskandidaten küren. Je besser ein Bewerber bei einer Vorwahl in einem Staat abschneidet, umso mehr Delegiertenstimmen werden ihm zugeteilt. Es gilt allerdings eine 15-Prozent-Hürde.

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Für eine Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten auf dem Parteitag werden 1.991 der insgesamt 3.979 Delegiertenstimmen benötigt. Am "Super Tuesday" werden auf einen Schlag 1.357 oder mehr als ein Drittel der gesamten Delegiertenstimmen verteilt.

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Am meisten Delegiertenstimmen gibt es diesmal in den bevölkerungsreichen US-Staaten Kalifornien (415) und Texas (228) zu holen. 

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Die anderen Staaten sind North Carolina (110), Virginia (99), Massachusetts (91), Minnesota (75), Colorado (67), Tennessee (64), Alabama (52), Oklahoma (37), Arkansas (31), Utah (29), Maine (24) und Vermont (16). Die Democrats Abroad stellen 13 Delegierte, Amerikanisch-Samoa sechs.

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Die Wahllokale schließen allein schon wegen der unterschiedlichen Zeitzonen in den USA nicht gleichzeitig. Die ersten Ergebnisse werden nach 1.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit erwartet. Den Schlusspunkt setzt Kalifornien an der Westküste, wo bis 5.00 Uhr abgestimmt wird.

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Biden schnitt auch am Super Tuesday in Staaten mit einem großen afroamerikanischen Wähleranteil stark ab. Wegen des Ausscheidens von Buttigieg und Klobuchar konnte er sich aber auch in anderen Staaten nach vorne arbeiten. So lieferte er sich in Maine, Massachusetts und Minnesota ein enges Rennen mit Sanders.

Enttäuschung für Bloomberg

Der frühere New Yorker Bürgermeister Mike Bloomberg konnte am Super Tuesday zwar seine ersten Delegiertenstimmen sammeln, unter anderem mit einem Sieg im Außenterritorium Amerikanisch Samoa, blieb aber unter den Erwartungen. Laut einem Bericht des Senders NBC wollte Bloomberg am Mittwoch seine Kampagne "auf den Prüfstand" stellen. Noch am Wahltag hatte er Spekulationen über einen Ausstieg aus dem Rennen zurückgewiesen.

Spott für Bloombergs Niederlage kam von US-Präsident Donald Trump, in gewohnter Manier via Twitter:

"Der größte Verlierer von heute Nacht ist klar Mini Mike Bloomberg. Seine "politischen" Berater haben ihn betrogen, 700 Millionen Dollar hat er aus dem Fenster geworfen und hat dafür nichts außer seinen neuen Spitznamen Mini Mike bekommen - und die komplette Zerstörung seines Rufes. Weiter so, Mike!", ätzt Trump.

Als fatal könnte sich der Super Tuesday für die linke Senatorin Elizabeth Warren erweisen. US-Medien bezeichneten einen Sieg Warrens in ihrem Heimatstaat Massachusetts als "Muss", doch lag sie kurz vor Ende der Auszählung sogar an dritter Stelle hinter Sanders und Biden. Die fünfte Kandidatin, die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, lag in allen Staaten mit deutlichem Abstand an letzter Stelle. Sie bislang keine einzige Delegiertenstimme erhalten.

Wahlen in 14 Staaten

Insgesamt wurde am Dienstag in 14 Bundesstaaten gewählt. Mehr als ein Drittel der knapp 4000 Delegierten, die den Präsidentschaftskandidaten auf einem Parteitag in Milwaukee am 13. Juli wählen, sollte entsprechend den Wahlergebnissen verteilt werden. Der Super Tuesday gilt als wichtige Wegmarke auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur. Beobachter gehen aber nicht davon aus, dass das Rennen nach der großen Wahlnacht schon entschieden sein wird. Schließlich hatte sich Sanders vor vier Jahren einen langen Kampf mit der späteren Kandidatin Hillary Clinton geliefert. Die letzten Vorwahlen finden am 2. Juni statt.

US-Präsident Donald Trump erklärte sich indes zum Sieger bei Vorwahlen seiner republikanischen Partei in sieben Bundesstaaten. Trump bedankte sich auf Twitter bei den Wählern in Tennessee, Massachusetts, Oklahoma, Alabama, North Carolina, Vermont und Maine. Während das Rennen um die Kandidatur der US-Demokraten noch offen ist, hat Trump in den Reihen der Republikaner keine ernst zu nehmende Konkurrenz. Die Republikaner haben daher in mehreren Bundesstaaten ihre Vorwahlen abgesagt. Am Dienstag hielten sie aber auch in fast allen Super-Tuesday-Staaten Vorwahlen ab.

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Irgendeiner
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Ach,jetzt kann ich die amerikanische Politik auch nicht

mehr qualifizieren,naja,ich weiß was nicht gefallen hat aber Clinton-Verehrung ist kein Grund es zu entfernen und wenn mans besser wüßte,im politit- und ökonomiegeschichtlichen könnte man ja vortreten,aber dazu hat es noch nie hingereicht,es kam immer weg.Und zur Zeit hab ich für den Schmarrn genau das nicht, Zeit.

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KarlZoech
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Positiv ist jedenfalls, dass auch noch so viel Geld nicht mit Sicherheit Wahlsiege bringt,

auch in den USA nicht. So oder so, es wird spannend. Leicht wird es nicht, aber auch Trump ist schlagbar. Persönlich sage ich als unzuständiger Europäer: Jede(r) andere als Trump wäre besser, für die USA als auch für den Rest der Welt.

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picciona1
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Biden feiert Siegesserie

bä.
würde mir folgendes wünschen: der supersaubere biden wird der dem-kandidat und verliert haushoch gegen trump. so 80% für trump wäre wünschenswert.
und mal ganz ehrlich: bitte was genau wäre an biden besser als an trump??

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Geerdeter Steirer
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Es ist total egal, derzeit besteht nur die Möglichkeit zwischen Pest und Cholera!

.....

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Gonzaga
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Tja ...

Besser als Trump ist man schnell mal. Aber prinzipiell gibt es dann eine ähnliche Situation zu 2016. Die Wähler können wieder mal zwischen schlecht und furchtbar wählen. Und wie gut das bei der letzten Wahl funktioniert hat, hat man ja gesehen. Zudem ist die progressive Wählerschaft nun zum zweiten Mal zum Narren gehalten worden und das werden sie nicht einfach so hinnehmen was wohl zu einem Mangel an Stimmen für die Demokraten führen kann. Es sieht leider wieder mal sehr schlecht aus.

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