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US-VorwahlBiden gewinnt in drei der ersten vier Staaten

Der Ex-Vizepräsident unter Barack Obama startet mit einem Erfolg in Wahlnacht des Super Tuesday. Bernie Sanders siegte in seinem Heimatstaat Vermont, Bloomberg in Am. Samoa.

Joe Biden © 
 

Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden ist mit klaren Siegen in Virginia, Alabama und North Carolina in die Wahlnacht des "Super Tuesday" gestartet. Wie der US-Nachrichtensender CNN am Dienstagabend (Ortszeit) berichtete, konnte Biden die Vorwahlen der Demokraten in bedeutenden Staaten gewinnen. Der bisherige Favorit Bernie Sanders siegte erwartungsgemäß in seinem Heimatstaat Vermont.

Erste Teilergebnisse zeigten, dass Biden in Virginia mehr als doppelt so viele Stimmen erhielt als Sanders. Auch in North Carolina dürfte er sich klar gegen den linken Senator durchgesetzt haben. In Virginia waren 99 Parteitagsdelegierte zu gewinnen, in North Carolina 110, in Vermont 16.

Schon mit dem Erfolg in Virginia konnte Biden bei den Delegierten den bisherigen Führenden Sanders überholen. Der frühere New Yorker Bürgermeister Mike Bloomberg, der am Super Tuesday erstmals auf den Stimmzetteln stand, ging demnach in dem zwischen Demokraten und Republikanern umkämpften Staat leer aus. Er blieb nach ersten Teilergebnissen ebenso unter zehn Prozent wie die linke Senatorin Elizabeth Warren.

Biden hatte kurz vor dem Super Tuesday einen massiven Schub erhalten, indem die moderaten Kandidaten Pete Buttigieg und Amy Klobuchar ihre Kampagne beendeten und zur Wahl des Ex-Vizepräsidenten aufriefen. Der ursprüngliche Favorit war nach einem Fehlstart bei den ersten beiden Vorwahlen in Iowa und New Hampshire schon massiv in den Seilen gehangen, konnte das Blatt aber am Samstag mit einem überzeugenden Sieg in South Carolina wenden.

Super Tuesday: Was Sie zum US-Wahlkampf wissen müssen

Bei den Vorwahlen der US-Demokraten ist der "Super Tuesday" geschlagen. Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Partei könnten wichtige Weichen für eine Entscheidung in dem monatelangen Abstimmungsmarathon gestellt werden.

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Wer an diesem Dienstag unterm Strich am besten abschneidet, hat gute Chancen, bei der eigentlichen Präsidentenwahl im November als Herausforderer des republikanischen Amtsinhabers Donald Trump aufgestellt zu werden.

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Nach bisher vier Vorwahlen liegt der selbst ernannte demokratische Sozialist Bernie Sanders vom linken Parteiflügel in Führung. 

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Ex-Vizepräsident Joe Biden (rechts), der zum moderaten Lager zählt, ist im Aufwind. Hier im Bild mit Pete Buttigieg, der bereits das Handtuch geworfen hat und nun Joe Biden unterstützt. Er rechnet sich Chancen auf die Vize-Präsidentschaft aus, wenn Biden gewinnen sollte.

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Außerdem treten die US-Senatorinnen Elizabeth Warren ...

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... und die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard an, der aber kaum Chancen eingeräumt werden. 

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Erstmals steht auch der Milliardär und Ex-Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, zur Wahl. Er hatte die ersten vier Vorwahlen ausgelassen.

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Gewählt wird in 14 US-Staaten und in dem US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa. Außerdem können im Ausland lebende Demokraten, die Democrats Abroad, ihre Stimme abgeben.

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Die einzelnen US-Staaten teilen den Bewerbern abhängig vom jeweiligen Wahlergebnis bei den Vorwahlen Delegierte zu, die dann im Juli auf dem Parteitag der Demokraten den Präsidentschaftskandidaten küren. Je besser ein Bewerber bei einer Vorwahl in einem Staat abschneidet, umso mehr Delegiertenstimmen werden ihm zugeteilt. Es gilt allerdings eine 15-Prozent-Hürde.

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Für eine Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten auf dem Parteitag werden 1.991 der insgesamt 3.979 Delegiertenstimmen benötigt. Am "Super Tuesday" werden auf einen Schlag 1.357 oder mehr als ein Drittel der gesamten Delegiertenstimmen verteilt.

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Am meisten Delegiertenstimmen gibt es diesmal in den bevölkerungsreichen US-Staaten Kalifornien (415) und Texas (228) zu holen. 

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Die anderen Staaten sind North Carolina (110), Virginia (99), Massachusetts (91), Minnesota (75), Colorado (67), Tennessee (64), Alabama (52), Oklahoma (37), Arkansas (31), Utah (29), Maine (24) und Vermont (16). Die Democrats Abroad stellen 13 Delegierte, Amerikanisch-Samoa sechs.

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Die Wahllokale schließen allein schon wegen der unterschiedlichen Zeitzonen in den USA nicht gleichzeitig. Die ersten Ergebnisse werden nach 1.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit erwartet. Den Schlusspunkt setzt Kalifornien an der Westküste, wo bis 5.00 Uhr abgestimmt wird.

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Insgesamt wurde am Dienstag in 14 Bundesstaaten gewählt. Mehr als ein Drittel der knapp 4.000 Delegierten, die den Präsidentschaftskandidaten auf einem Parteitag im Juli wählen, sollte entsprechend den Wahlergebnissen verteilt werden. Sanders hoffte dabei auf den Sieg in den beiden bevölkerungsreichen Staaten Texas und Kalifornien, die zusammen fast 700 Delegierte bestimmen.

Die ersten Wahllokale hatten um 19.00 Uhr (Mittwoch 01.00 Uhr MEZ) geschlossen. Wegen der unterschiedlichen Zeitzonen wurden in den Stunden danach sukzessive weitere Ergebnisse erwartet. Im größten Staat Kalifornien mit fast 40 Millionen Einwohnern sollten die Wahllokale erst um 05.00 Uhr MEZ schließen. Bis dorthin sollten auch einige Wahllokale in Tennessee offen halten, wo der Wahlschluss wegen des verheerenden Tornados mit mindestens 25 Toten verschoben wurde.

Bloomberg gewann Amerikanisch-Samoa

Der Super Tuesday gilt als wichtige Wegmarke auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur. Beobachter gehen aber nicht davon aus, dass das Rennen nach der großen Wahlnacht schon entschieden sein wird. Schließlich hatte sich Sanders vor vier Jahren einen langen Kampf mit der späteren Kandidatin Hillary Clinton geliefert. Allerdings dürfte vor allem der Druck auf Senatorin Warren steigen, zugunsten von Sanders zu verzichten. Während Bloomberg auch bei einem schlechten Ergebnis weitermachen will - der Milliardär finanziert sich den Wahlkampf selbst -, könnte Warren bald das Geld ausgehen. Die fünfte noch im Rennen befindliche Kandidatin, die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, spielte von Anfang an keine Rolle.

Der frühere New Yorker Bürgermeister Mike Bloomberg hat die ersten Delegiertenstimmen für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten gewonnen. Bloomberg setzte sich am Dienstag bei der Vorwahl der Demokraten im US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa durch, das insgesamt sechs Delegierte zum Nominierungsparteitag schickt.

Der Neu-Einsteiger in das Rennen hat bereits angekündigt, dass er den Wahlkampf unabhängig vom Ergebnis am "Super Tuesday" weiterführen wird.

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