AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

176 Menschen starbenFlugschreiber der abgeschossenen Maschine sollen im Iran bleiben

Der Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde hatte noch am Samstag gesagt, dass die Auswertung der Daten- Stimmenaufzeichnungen aus dem Cockpit im Iran technisch nicht möglich sei.

Die Absturzstelle
Die Absturzstelle © (c) AP (Ebrahim Noroozi)
 

Die zwei Flugschreiber der nahe Teheran abgeschossenen ukrainischen Passagiermaschine sollen nun doch im Iran bleiben und noch nicht den Behörden in Kiew übergeben werden. Die Auswertung der stark beschädigten Geräte solle weiterhin im Iran erfolgen, sagte Hassan Resaeifar, Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde, der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag.

Nur falls es technisch nicht klappen sollte, würden sie in die Ukraine oder nach Frankreich geschickt. Resaeifar hatte noch am Samstag sowohl IRNA als auch der Nachrichtenagentur Tasnim gesagt, dass die Auswertung der Daten- Stimmenaufzeichnungen aus dem Cockpit im Iran technisch nicht möglich sei. Der Iran habe für das Herunterladen der Daten nicht die notwendige Software. Daher würden sie den Behörden in der Ukraine übergeben und notfalls nach Frankreich geschickt. Warum die iranische Luftfahrtbehörde innerhalb von weniger als 24 Stunden ihre Meinung revidierte, war zunächst unklar.

Das ukrainische Flugzeug war am 8. Jänner inmitten der militärischen Konfrontation des Irans mit den USA nach iranischen Angaben irrtümlich abgeschossen worden. Zunächst hatten die iranischen Behörden tagelang von einem technischen Defekt gesprochen. Keiner der 176 Menschen an Bord überlebte. Nach iranischen Angaben waren 147 der Passagiere Iraner, darunter viele mit doppelter Staatsbürgerschaft, 29 waren Bürger der Ukraine, Kanadas, Schwedens und Afghanistans.

Der Abschuss der Maschine und das tagelange Leugnen der iranischen Führung hatten heftige Proteste im Land ausgelöst. Die Demonstranten forderten eine Bestrafung der Verantwortlichen, einige auch den Rücktritt der Führung. Präsident Hassan Rouhani versprach daraufhin eine gründliche und lückenlose Aufklärung der Abschussumstände durch ein Sondergericht und verschiedene Expertenteams.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren