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Briten geben sich unbeugsamFinanzminister will Wachstum nach Brexit verdoppeln

Britische Wirtschaft soll wachsen - doch "Es wird keine Angleichung geben, wir werden keine Empfänger von Regeln sein, wir werden nicht im Binnenmarkt sein und wir werden nicht in der Zollunion sein", so Finanzminister Sajid Javid.

Der britische Finanzminister Sajid Javid
Der britische Finanzminister Sajid Javid © APA/AFP/Tolga Akmen
 

Der britische Finanzminister Sajid Javid will das Wachstum in dem Land nach dem geplanten Brexit verdoppeln, wie er am Freitag der "Financial Times" sagte. Im vergangenen Jahr wuchs die Wirtschaft in Großbritannien um etwa 1,3 Prozent. Javid peilt eine Rate von 2,7 bis 2,8 Prozent an nach dem Austritt des Landes aus der Europäischen Union.

Javid hat die Wirtschaft in seinem Land zugleich aufgerufen, sich von der Forderung nach einer Angleichung an EU-Regeln nach dem Brexit zu verabschieden. "Es wird keine Angleichung geben, wir werden keine Empfänger von Regeln sein, wir werden nicht im Binnenmarkt sein und wir werden nicht in der Zollunion sein", sagte Javid der "Financial Times" (Samstag).

Unternehmen müssten sich dieser neuen Realität anpassen, so der Schatzkanzler. Immerhin hätten sie nun drei Jahre gehabt, um sich auf eine Veränderung der Handelsbeziehungen mit dem Kontinent einzustellen.

Die Konjunktur in Schwung bringen will Javid mit großen Investitionen vonseiten der Regierung, vor allem in die Infrastruktur der wirtschaftlich abgehängten Regionen in den Midlands und dem Norden des Landes. Auch in die Qualifizierung von Fachkräften solle künftig deutlich mehr Geld gesteckt werden. Dafür wolle er mittelfristig Steuern erhöhen, deutete er an. Javid hofft, damit das zuletzt schwache Wirtschaftswachstum und die schon lange niedrige Produktivitätsrate in dem Land zu erhöhen.

Großbritannien soll die EU am 31. Jänner verlassen. In einer Übergangsphase bis Ende des Jahres wollen beide Seiten ein Abkommen über die neuen Beziehungen vereinbaren. Als Ziel hat London ausgegeben, keine Zölle und mengenmäßigen Beschränkungen im Handel einzuführen. Doch Brüssel will sich darauf nur einlassen, wenn sich die Briten auch an EU-Standards in Sachen Umwelt, Arbeitnehmerrechte und staatliche Wirtschaftshilfen einlassen.

Zudem drohen sogenannte nicht-tarifäre Handelshemmnisse, wenn sich London nicht langfristig zur Angleichung an EU-Produktstandards verpflichtet. Dann müssten Unternehmen aufwendige Verfahren in Kauf nehmen, damit ihre Produkte für den jeweils anderen Markt zugelassen werden.

 

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Willi128
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Mit welchem "Wissen"

glauben wir, dass es den Briten nach dem EU Austritt schlechter gehen wird? Den "Eurokraten" muss man ankreiden, dass zu viele Briten durch den guten EU Rost gefallen sind. (Gleich wie z.B. in Ostdeutschland und den Oststaaten). Wir EU Befürworter maßen uns an, eine demokratische Entscheidung als "Falsch" einzustufen. Das finde ich nicht richtig. Ich wünsche nicht nur den britischen "Verlierern" des EU Wohlstandes alles Gute.

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SoundofThunder
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🤔

Wenn der englische Staat ihre Produkte um die Hälfte billiger macht indem sie alles fördert (wie seinerzeit in Österreich,als wir der EU beigetreten sind,als viele Nahrungsmittel zeitlich durch staatliche Fördermittel billiger gemacht wurden) wird es schon gelingen. Nur: Wie lange hält das der Staat durch? Und:Soll uns nicht kümmern,ist deren Problem.

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TrailandError
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Träumer,

streut den Menschen Sand in die Augen. Der finanzielle Aufprall wird nicht gleich sichtbar sein, aber mittelfristig für Britanien grauslich. Leider leiden dann viele Engländer darunter, aber nicht dieser unkompetente Herr....

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Kristianjarnig
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Gut für die Briten wenn sie all diesen "Rattenfängern" glauben schenken wollen.

Wie bitte soll von nichts und vor allem Aufgrund eines fehlendes EU Marktes(zumindest der uneingeschränkte Zugang dazu, der wird den Briten ja hoffentlich nicht wieder als Extrawurst gewährt) die Wirtschaft STÄRKER wachsen?

Man kann sich ob dieser Populisten wirklich nur noch an den Kopf greifen und hoffen das die guten Briten endlich mal das bekommen was sie gewählt haben(zumindest mehrheitlich).

Danach wird man dann sehen was noch übrigbleibt von diesen Träumen.

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