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LibyenErdogan zieht in den nächsten Krieg

Der türkische Staatschef will Truppen nach Libyen entsenden. Damit durchkreuzt Erdogan nicht nur die Bemühungen der Europäer um einen Waffenstillstand. Der Vorstoß könnte auch eine neue Flüchtlingswelle auslösen.

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Erdogan will Truppen nach Libyen entsenden
Erdogan will Truppen nach Libyen entsenden © APA/AFP/TURKISH PRESIDENTIAL PRE
 

Nach der Invasion in Nordsyrien plant die Türkei jetzt den nächsten Waffengang. Präsident Recep Tayyip Erdogan will sich Anfang Jänner vom Parlament ermächtigen lassen, Truppen ins Bürgerkriegsland Libyen zu entsenden. Erdogan beruft sich auf eine „Einladung“ des libyschen Ministerpräsidenten Fajis al-Sarradsch in Tripolis. Die Hauptstadt wird seit Monaten von Sarradschs mächtigem Gegenspieler belagert, dem General Khalifa Haftar.

Kommentare (11)

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Windstille
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Nur eine Frage:

Wer stoppt diesen Größenwahnsinnigen?

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CuiBono
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Schon öfter hier geschrieben

hab ich, dass die EU - wider besseren Wissens - den Falschen unterstützt.

Fajis al-Sarradsch hat keinerlei Hausmacht und ist ein Hampelmann in Tripolis, allerdings mit durchgeschnittenen Schnüren, vollkommen unfähig dort - geschweige denn im übrigen Riesenland - auch nur irgendwas zu bewegen.
Ein Hilfsgelderfresser zum eigenen Behufe.

Wenn man in Libyen halbwegs Ruhe reinbringen möchte, inklusive der Ruhigstellung der diversen IS-ler und der immer noch vorhandenen Anhänger des Gaddafi -Clans, dann geht das nur mit General Khalifa Haftar.
Dieser hat sich bei den Russen auch nur deshalb angebiedert, weil ihn die EU ignoriert hat. An diesem Fehler fest zu halten, verlängert den Bürgerkrieg dort und ist in jeder Beziehung kontraproduktiv.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass im Osten Libyens - sprich Cyrenaika - schon immer die vernünftigeren Leute sassen und sitzen. Also dort, wo die Revolution gegen Gaddafi ihren Anfang nahm und wo auch Haftar her kommt.

Nur Haftar ist in der Lage, diese bereits von Gaddafi bekämpfte Clanwirtschaft - insbesondere in den südlicheren Gebieten - ein Ende zu setzen und etwas Ruhe in das Riesenland zu bringen. Das Gas und Öl das Libyen zu bieten hat, wird auch unter Haftar (weiter) fliessen - wie schon seit jeher - an jeden der zahlt.

Nur durch das - auch durch die EU zu verantwortende - Chaos dort ist es dem Möchtegern-Osmanen Neopascha überhaupt möglich, sich in Libyen ein zu mischen.
Kurswechsel ist angesagt.

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feringo
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@CuiBono

CuiBono, wie ist die Situation einzuordnen, wenn Erdogan General Haftar gegen Russen unterstützt, da er doch teures russisches Militärgerät eingekauft hat. Will er jetzt mit russischen Waffen gegen Russen kämpfen oder vielleicht diese Waffen nur teurer an ihn weiter verkaufen?

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feringo
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@CuiBono: Verbesserung

CuiBono, wie ist die Situation einzuordnen, wenn Erdogan gegen General Haftar, der von Russen unterstützt wird, kämpft, da er doch teures russisches Militärgerät eingekauft hat. Will er jetzt mit russischen Waffen gegen Russen kämpfen oder vielleicht diese Waffen nur teurer weiter verkaufen?

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CuiBono
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@feringo

Was er konkret damit vor hat, müssen's den Erdogan schon selber fragen. Im Übrigen haben wir eine ähnliche Konstellation durch ihn ja schon in Syrien.

Aber worum handelt es sich bei den von Ihnen angesprochenen Waffen?
Es ist EIN raketengestütztes Luftabwehrsystem mit EINIGEN Raketen.
Die Aufregung kam vom POTUS dem das nicht passte, weil er befürchtet, dass damit das US- und NATO System ausgehebelt werden könnte.
Auch glaube ich gelesen zu haben, dass Erdogan das Russensystem nur kaufte, weil er von den Amis (wohl wegen derer Rücksichtnahme auf die Saudis) nichts dergleichen erhielt.

Erdogan macht in kleinerem Rahmen politisch genau das, was Putin und die Amis schon immer machten: Kriege anzetteln, Chaos stiften, die Länder zu zersplittern und Völkerschaften, Länder, Religionen,... gegeneinander aufzuhetzen und auszuspielen.

Die nächsten "Kandidatenländer" kommen auch noch an die Reihe. Es geht schon los - in Tunesien, Algerien, Marokko,...

Auf sehr vielen Gebieten ist das nur möglich, weil die EU schläft und wenn schon, falsche Entscheidungen trifft.
Gerade Libyen ist ein gutes Beispiel dafür.

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feringo
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@CuiBono

Danke für Ihre Einschätzung. Ich wollte nur auf die Erklärungsproblematik hinweisen, die sich ergibt, wenn man die wirtschaftlichen den kolportierten politischen Interessen gegenüberstellt. Irgend etwas ist da nicht stimmig. Und daher meine ich, sind alle dazu vorhandenen Informationen die so um die Welt kreisen doppelbödig.
Europa! Ja, da fehlt noch viel an einheitlichem Denken.

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walter1955
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und die EU schaut zu

der Eu ist nicht mehr zu helfen
die türkei sahnt ab und wir bekommen die Flüchtlinge
MERKL u.konsorten wacht auf

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wjs13
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Libyen: Erdogan zieht in den nächsten Krieg

Überraschung? Nicht wirklich, denn der erklärte Nachfolger der Osmanen holt nur das alte Reich zurück

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aral66
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Er holt das alte Reich zurück???

Einen so einen Blödsinn unkommentiert zu lassen tut fast schon weh !!!

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wjs13
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Blödsinn?

Auf der arabischen Halbinsel ist er schon länger militärisch aktiv, den Balkan versucht er sich zurückzukaufen und nun Nordafrika, das ja bis zur Atlantikküste osmanisch war.

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aral66
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Genau

Wenn man so einen Blödsinn glauben will, dann ist natürlich auch so .

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