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Hongkong Demonstranten fordern vor Konsulaten Hilfe des Auslands

Rund tausend Menschen zogen vor die Vertretungen von Australien, Großbritannien, Kanada, Japan und der Europäischen Union und baten um Unterstützung.

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© (c) APA/AFP/NICOLAS ASFOURI
 

In Hongkong haben Demonstranten vor mehreren Konsulaten ausländische Regierungen zur Unterstützung im Kampf für Demokratie aufgerufen. Rund tausend Menschen zogen am Donnerstag vor die Vertretungen von Australien, Großbritannien, Kanada, Japan und der Europäischen Union in der chinesischen Sonderverwaltungszone, um entsprechende Petitionen einzureichen.

Sie forderten die Staaten auf, dem Beispiel der USA zu folgen und Gesetze zu verabschieden, die den Druck auf die Führung in Peking erhöhen sollen. Im November hatte US-Präsident Donald Trump ein Gesetz unterzeichnet, nach dem Verstöße gegen die Menschenrechte in Hongkong mit Sanktionen geahndet werden sollen. Ein zweites Gesetz verbietet den Export von Tränengas, Pfefferspray, Gummigeschossen und Elektroschockern an die Hongkonger Polizei.

"Was in Hongkong geschieht, ist nicht nur ein lokales Thema", sagte eine Demonstrantin. "Es geht um Menschenrechte und Demokratie. Ausländische Regierungen sollten begreifen, wie diese Stadt unterdrückt wird." Man müsse Aufmerksamkeit erregen und die internationale Gemeinschaft wissen lassen, dass die Protestbewegung ihren Schwung nicht verloren habe.

Ventil Fußball

Seit Juni halten die Proteste gegen die Hongkonger Regierung an. Friedliche Kundgebungen für Demokratie schlugen wiederholt in Gewalt um. Die Sicherheitskräfte setzten immer wieder Tränengas und Wasserwerfer ein, sie feuerten Gummigeschosse und zum Teil auch scharfe Munition. Die Proteste hatten sich an inzwischen zurückgezogenen Plänen für ein Gesetz zur Auslieferung Beschuldigter an die Volksrepublik China entzündet. Doch die Demonstranten sehen auch allgemeine Freiheiten gefährdet, die die ehemalige britische Kronkolonie seit der Übergabe an China 1997 und gemäß der Formel "Ein Land, zwei Systeme" genießt.

Auch vor dem Sport machen die Proteste nicht Halt. In Südkorea machten Hongkonger Fußballfans durch Buh-Rufe und Trommelschlagen ihrem Unmut Luft, als zu Beginn des Spiels China gegen Hongkong am Mittwoch die chinesische Nationalhymne erklang. China gewann die Partie 2:0.

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