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Mitten in UnruhenUS-Vize Pence sichert bei Irak-Besuch Kurden Unterstützung zu

US-Vizepräsident Mike Pence ist am Samstag zu einem Überraschungsbesuch im Irak eingetroffen.

Mike Pence im Irak
Mike Pence im Irak © (c) AP (Andrew Harnik)
 

US-Vizepräsident Mike Pence hat bei einem überraschenden Besuch im Irak den Kurden die Unterstützung seines Landes zugesichert. Pence besuchte US-Soldaten und traf mit dem Präsidenten der halbautonomen Kurden-Region, Nechirvan Barzani, zusammen.

US-Präsident Donald Trump hatte für Irritationen gesorgt, als er den Abzug von US-Truppen aus Nordsyrien angeordnet und damit den Weg freimacht hatte für die türkische Offensive gegen die syrische Kurden-Miliz YPG, die eine wichtige Rolle im Kampf gegen die islamistische Terrormiliz IS spielt.

Vor dem Thanksgiving-Fest in den USA am Donnerstag besuchten Pence und seine Ehefrau Karen Pence zudem US-Soldaten auf der irakisch-amerikanischen Luftwaffenbasis Al Assad im Westen des Landes. Zum Truppenbesuch schrieb Pence auf Twitter, er sei stolz auf die Soldaten. Auf einem von Pence verbreiteten Foto war zu sehen, wie er und seine Ehefrau das klassische Thanksgiving-Essen aus Truthahn und Süßkartoffeln servierten. Auf einem weiteren Bild hält Pence vor einer Predator-Drohne eine Ansprache an die Soldaten. Das Weiße Haus teilte mit, Pence sei dann weiter nach Erbil geflogen, die Hauptstadt der kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak.

Trump war 2018 ebenfalls auf Blitzbesuch

 

Zu seinen Gesprächen mit der irakischen Führung sagte Pence, er habe in einem Telefonat mit dem irakischen Ministerpräsidenten Adel Abdul Mahdi über die jüngsten Proteste gegen die Regierung gesprochen. Abdul Mahdi habe ihm zugesichert, dass friedliche Demonstranten respektiert und geschützt würden. In den vergangenen Wochen wurden bei Protesten gegen die Regierung, Arbeitslosigkeit und Korruption seit Anfang Oktober mehr als 340 Menschen getötet. Scharfschützen hatten von Dächern aus auf die Menge geschossen. Pence habe zwar mit Mahdi telefoniert, werde aber keine irakischen Politiker persönlich treffen. 

 

 

 

Auch Trump hatte bei seinem Blitzbesuch Ende 2018 nur die US-Truppen besucht und keine irakischen Politiker getroffen. Derzeit befinden sich noch 5.200 US-Soldaten auf verschiedenen Stützpunkten im Irak. Offiziell unterhalten die USA keine eigenen Stützpunkte mehr im Irak, sondern haben nur Militärberater auf irakischen Basen stationiert, um die irakische Armee auszubilden und im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen.

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