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Sensation in RomAmazonas-Synode für Priesterweihe von Verheirateten

Die Bischofssynode im Vatikan hat sich für die Priesterweihe von verheirateten Männern in regionalen Ausnahmefällen ausgesprochen.

Papst Franziskus
Papst Franziskus © (c) APA/AFP/VINCENZO PINTO
 

Die Bischofssynode im Vatikan hat sich für die Priesterweihe von verheirateten Männern in regionalen Ausnahmefällen ausgesprochen. Die Mehrheit der Teilnehmer des Bischofstreffen zu Problemen in der Amazonas-Region stimmte am Samstag in Rom für den Vorschlag, "geeignete und anerkannte Männer" in dem Regenwaldgebiet zu Priestern weihen zu können, auch wenn sie eine Familie haben.

Einige Teilnehmer hätten sich auch dafür ausgesprochen, dieses Thema auf "universaler" Ebene anzugehen, heißt es in dem Abschlussdokument. Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn bewertete den Vorschlag in einem Gespräch mit Kathpress positiv. Er gab zugleich aber zu bedenken, dass es an Papst Franziskus liege, "wie er diesen Vorschlag der Synode aufgreift und welche weiteren Wege daraus beschlossen werden". Auch der österreichisch-brasilianische Bischof Erwin Kräutler zeigte sich laut Kathpress zufrieden mit dem Ergebnis der Synode, die "sehr gut gearbeitet" habe.

Zölibat wird nicht in Frage gestellt

In dem mit 128 zu 41 Stimmen beschlossenen Abschlussdokument wird ausdrücklich betont, dass durch den Vorschlag zu den "viri probati" nicht der Zölibat - also die Pflicht zur Ehelosigkeit von Priestern - infrage gestellt wird. Eine Synode fasst keine verpflichtende Beschlüsse, sondern gibt dem Papst lediglich Empfehlungen. Dieser verfasst dann ein eigenes Schreiben dazu. Franziskus beendet am Sonntag die Amazonas-Synode nach drei Wochen von Beratungen, in deren Zentrum vor allem der eklatante Priestermangel in dem riesigen Urwaldgebiet stand.

Kommentare (14)

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beobachter2014
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Sensation?

Während die Kleine schon auf der Titelseite das Ende des Zölibates ankündigt, stellt Erzbischof Schönborn im ORF-Interview fest: Die Regelung betrifft nur einmal Amazonien und da werden "Diakone auf Dauer" (die es bei uns schon lange gibt) eingeführt. Wenn sich das System bewährt, könnte man "nach einiger Zeit" daran denken, sehr bewährte verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. Sollte sich das auch bewähren, könnte man an eine Ausweitung auf andere Gebiete der Erde denken. - Soweit der Erzbischof!
Im Sinne der römisch-katholischen Kirche, die "in Jahrhunderten denkt" (Eigendefinition) steht das Ende des Zölibates wirklich vor der Tür :-)

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ericmccall
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Religion

es ist unerheblich, welcher Religion man angehört. Wenn ich diese Kommentare lese und mit anderen über eine andere Religion vergleiche, scheint es immer ähnliche Argumentationen zu geben. Jedenfalls wird IMMER ein Haar in der Suppe gefunden.
Entweder man glaubt oder nicht, so ists. Zumindest GIBT es in der r.k. Kirche Reformen. Schauen wir mal den Islm an, da sieht es ganz anders aus. Und die Mühlen der Kirche mahlen halt langsam.

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altbayer
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Erben

So lange die Kinder und Familien der Priester etwas erben könnten und das Erbe der Priester (weltlich) nicht der katholischen Kirche zufällt, wird das Zölibat nicht aufgehoben.

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pinsel1954
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Geiz ist geil......

....könnte man da zum Verhalten der röm.kath. Kirche sagen...

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freeman666
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Das Zölibat - mittelalterlicher Unsinn!

Dieser Zwang ist gegen die Natur des Menschen und wird leider auch immer wieder zu schändlichen Handlungen von einzelnen Geistlichen beitragen. Die Diskriminierung der Frauen ist ein weiteres Übel der Kirche. Dieser mittelalterliche, zutiefst bösartige Akt den Mann weit über die Frauen zu stellen, zeigt wie diese Glaubensgemeinschaft Frauen immer noch als Menschen zweiter Klasse behandelt.

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Mockingjay1
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Und die Frauen?

Wird die "andere Hälfte" - die FRAUEN - schon wieder übersehen?
So viele Talente, Begabungen einfach ausklammern... wie überheblich, wie diskriminierend eigentlich. Warum nehmen das alle so hin?

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hermannsteinacher
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Um ev. Priesterinnenweihe

ging es bei der Amazonassynode gar nicht.

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JL55
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...und wo bleiben die Diakoninen???

Auch diese Frage bedarf endlich einer zeitgemäßen Antwort und Umsetzung!

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hermannsteinacher
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Die Diakoninnen müssen offensichtlich noch warten,

aber da sie ohnedies keine Sündenvergebungs- und Transsubstantiations-/Wandlungsbefugnisse haben (im Unterschied zu röm.-kath. Priestern), ist das für Amazonien nicht vorrangig wichtig.

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Henry44
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Da werden die konservativen Kardinäle schäumen.

Brandmüller zum Beispiel, der behauptet hat, die Kirche müsse dem Beispiel der Apostel folgen, von denen allerdings die meisten verheiratet gewesen sein dürften, schon weil ein unverheirateter Mann bei den Juden wenig galt. Bekanntlich war Petrus, der erste Papst, laut Bibel verheiratet.

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hermannsteinacher
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Petrus

war nicht "der erste Papst". Zu Lebzeiten Petri gab es noch gar keinen Papst.

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jaenner61
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niemand kann alles wissen

aber jeder kann sich heutzutage informieren bevor er irgendwelche behauptungen aufstellt! 😉
das habe ich in einer minute mit go***** gefunden

https://www.katholisch.de/artikel/77-der-erste-papst

Petrus, der erste Papst
"Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen." Nicht nur die Worte Jesu machen Petrus zu einem besonderen Heiligen.
Petrus, dessen Geburtsdatum nicht bekannt ist, stammte aus Bethsaida am See Genezareth. Ursprünglich hieß er Simon, erhielt aber durch Jesus den Beinamen Petrus (zu Deutsch: der Fels). Petrus war der Bruder des Apostels Andreas. Durch ihn lernte er Jesus kennen. Beide Brüder waren Fischer. Petrus war verheiratet und wohnte mit seiner Familie in Kafarnaum.

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Trieblhe
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Das ist halt das Problem

der heutigen Gesellschaft. Man googelt eine Minute nach etwas liest kurz drüber und glaubt man hat die Weisheit mit dem Löffel zu sich genommen.
Petrus war der erste Bischof Roms, das ist korrekt, die Bezeichnung Papst wurde aber erst viel später eingeführt.

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ericmccall
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Wortklauberei

Papst ist auch Bischof......

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