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Auch Van der Bellen dabeiPräsidenten-Appell: "Europa ist die beste Idee, die wir je hatten"

21 gewählte Staatsoberhäupter der EU rufen gemeinsam zur Teilnahme an der bevorstehenden EU-Wahl auf.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen
Bundespräsident Alexander Van der Bellen © AP
 

Die gewählten Staatsoberhäupter der EU-Staaten haben am heutigen Donnerstag einen gemeinsamen Appell zur Europawahl Ende Mai veröffentlicht, indem sie sich zur Europäischen Union bekennen und die Bürger zur Wahlteilnahme aufrufen. Der Appell von 21 Präsidenten, darunter Bundespräsident Alexander Van der Bellen, im Wortlaut:

"Europa ist die beste Idee, die wir je hatten. Gemeinsamer Aufruf zur Europawahl im Mai 2019

Mit der europäischen Einigung hat sich eine jahrhundertelange Hoffnung auf Frieden in Europa erfüllt, nachdem ein entfesselter Nationalismus und andere extreme Ideologien Europa in die Barbarei zweier Weltkriege geführt haben. Dieser Frieden, unsere Freiheit und der darauf basierende Wohlstand sind bis heute nicht selbstverständlich. Die große Idee eines friedlichen und geeinten Europa muss von uns allen immer wieder neu erstritten werden.

Die Europawahl 2019 hat daher eine besondere Bedeutung. Es sind Sie, die Bürgerinnen und Bürger Europas, die darüber bestimmen, in welche Richtung sich unser gemeinsames Europa entwickeln soll. Wir, die Staatsoberhäupter von Bulgarien, der Tschechischen Republik, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei und Finnland, rufen daher alle wahlberechtigten europäischen Bürgerinnen und Bürger dazu auf, bei den Wahlen zum Europäischen Parlament Ende Mai 2019 ihre Stimme abzugeben.

Die Völker Europas haben sich aus freiem Willen in der Europäischen Union zusammengeschlossen. Sie gründet auf einem freien, gleichberechtigten, solidarischen, demokratischen, gerechten und loyalen Miteinander, wie es in der europäischen Geschichte ohne Beispiel ist. In der Europäischen Union entscheiden die gewählten Abgeordneten des Europäischen Parlaments gemeinsam mit dem Rat der EU, also den Regierungen aller Mitgliedstaaten, welche Regeln in Europa gelten sollen und wofür europäisches Geld ausgegeben wird.

Europa ist unser aller Heimat

Europa ist für viele, insbesondere junge Menschen längst zu einer zweiten Heimat geworden. Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit, ihr Dorf, ihre Stadt, ihre Region, ihr Vaterland zu lieben und überzeugte Europäer zu sein.

Unser Europa kann Herausforderungen gemeinsam lösen.

In diesen Monaten steht die Europäische Union mehr als je zuvor vor tiefgreifenden Herausforderungen: Erstmals seit Beginn der Europäischen Integration wird diskutiert, einzelne oder mehrere Integrationsschritte wie die Freizügigkeit rückgängig zu machen oder gemeinsame Institutionen abzuschaffen. Zum ersten Mal hat ein Mitgliedstaat die Absicht, die Union zu verlassen. Dem gegenüber stehen diejenigen, die für mehr Integration innerhalb der EU bzw. des Euroraums oder ein Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten plädieren.

Zu diesen Fragen bestehen unter den europäischen Bürgerinnen und Bürgern, den Regierungen der Mitgliedstaaten und auch unter uns Staatsoberhäuptern unterschiedliche Ansichten. Einig sind wir uns jedoch darin: Die europäische Integration und Einheit ist unverzichtbar, und wir wollen Europa als Union fortsetzen. Nur eine starke Gemeinschaft wird sich den globalen Herausforderungen unserer Zeit stellen können: Die Folgen von Terrorismus, Klimawandel, wirtschaftlicher Globalisierung und Migration machen nicht an nationalen Grenzen Halt. Wir werden diese Aufgaben und die Fortsetzung der Entwicklung hin zur wirtschaftlichen und sozialen Kohäsion nur gemeinsam, in gleichberechtigter, institutionalisierter Zusammenarbeit bewältigen.

Wie wollen eine starke, handlungsfähige EU

Wir brauchen daher eine starke, handlungsfähige EU mit gemeinsamen Institutionen. Eine EU, die sich immer wieder auch einer kritischen Überprüfung ihrer Aufgaben stellt und zur Reform fähig ist. Eine EU, die auf ihren Mitgliedstaaten als einem unverzichtbaren Fundament aufbaut.

Dieses Europa braucht den politischen Streit um den besten Weg ausgehend von der Erklärung von Rom vom 25. März 2017. Europa hält dabei auch sehr unterschiedliche Meinungen und Konzepte aus. Doch ein Zurück zu einem Europa, in dem die Staaten nicht mehr gleichberechtigte Partner, sondern Gegner sind, darf es nicht geben.

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Danke für Ihr Verständnis.

Windschatten
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Europa die beste Idee

Die Entwicklung geht zu Großräumen. Den Nationalen in Österreich braucht man dieses Denken nicht beibringen, Der Traum von Großdeutschland war schon vor 100 Jahren mehr Wirklichkeit als bei den heutigen engstirnigen "Europäern" von heute. Aber jeder Großraum wird nur leben, wenn seine natürlichen Bausteine nämlich die Völker, leben. Dass diese Völker ihre Kräfte und Fähigkeiten voll ausschöpfen und beherrschen lernen und in Achtung und Wertschätzung zueinander eine bessere Gegenwart und Zukunft gestalten, - das ist die Aufgabe einer nationalen Politik von heute.

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47er
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Die EU ist nur 3/4 von Europa,

und die Unterschiede in den einzelnen Mitgliedsländern sind auch nicht beglückend und es wäre noch viel zu tun. Da haben sich wohl die Mächtigeren einen Vorteil geholt, der freie Warenverkehr ist meist auch nur, in den ärmeren Ländern billig produzieren, bei den reicheren "gut" verkaufen, das halbe Vermögen ist auf der Strasse unterwegs. Und trotzdem, wenn sich die EU-Staaten nicht bald besser einigen, wird uns China überrollen, Trump ist auch ein besorgniserregender Spaltpilz und möchte einesfalls kein geeintes Europa. Für mich ist Brexit eine Lehre, die Jungen sind nicht wählen gegangen und der halbe Rest hat sich von Despoten aufwiegeln lassen , machen wir es besser.

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47er
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sorry, vorletzte Zeile,

keinesfalls ein geeintes Europa.

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picciona1
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Die große Idee eines friedlichen und geeinten Europa ...

ja e, blöd nur, dass sich das ach so friedliche europa aussereuropäisch nicht immer friedlich verhält.

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penunce
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Europa und somit die EU, ist wohl die beste Entscheidung,

aber nicht unter dieser Führung, sie gehört schleunigst durch maßvolle PolitikerInnen ersetzt, wenn das nicht geschieht, dann ist sie zum Sterben verurteilt.

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gof1234
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Wer hat's erfunden

Liebe PolitikerInnen, sehr geehrter Herr Bundespräsident!
Bitte versuchen Sie nicht immer wieder uns, der Bevölkerung Europas, die Europäische Union als Europa zu verkaufen. Erste Hinweise auf Besiedlung in Europa sind ca. 600.000 Jahre alt. Die Bezeichnung Europäische Union gibt es seit 1993!
Wenn Sie, Herr Bundespräsident, sagen: "Europa ist die beste Idee, die wir je hatten", meinen Sie wohl die europäischen Zusammenschlüsse bis hin zur heutigen EU. Ich denke, Europa haben "wir" nicht erfunden!

Übrigens, so nebenbei, besteht Europa aus 46 - 50 Ländern (je nachdem, wer wen anerkennt oder nicht, z.B. den Kosovo). Die EU hat 27 Mitgliedstaaten (bald 26) in Europa. Zypern (28) gehört zwar auch zur EU, liegt aber geografisch zur Gänze in Asien. In Europa leben ca. 750 Millionen Menschen. In der EU ca. 513 Millionen.

Ich erwarte mir von PolitikerInnen und von einem Bundespräsidenten eine ordentliche und begrifflich richtige Sprache! Das müsste drin sein!

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schadstoffarm
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der Sinn ergibt sich aus dem Kontext

es ist eher unwahrscheinlich dass Europa an der Sprache scheitert,
da fallen mir 18 relevantere Gründe ein.

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gof1234
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Wie

soll Europa scheitern? Auch Sie sollten exakte Sprache zu lernen versuchen. Die EU kann scheitern. Europa wird trotzdem bleiben, oder?

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schadstoffarm
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da semantischen Spielchen wie

" wir verlassen nur die EU und bleiben selbstverständlich in Europa" keinen Nutzen haben erachte ich Meinung Sprache als exakt genug um Meinungen zu verstehen und wiederzugeben.

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wischi_waschi
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EU

Ging leider alles in die falsche Richtung

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schadstoffarm
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wieso?

hättest lieber eine Westerweiterung statt Osterweiterung gehabt ?

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schadstoffarm
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mitnichten

wir haben nur alles andere schon probiert, der Patient ist austherapiert.

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