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Späte EinsichtMacron: "Zu viele Migrantenankünfte, Europas Solidarität hat gefehlt"

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat zugegeben, dass Italien im Umgang mit den Migrantenströmen allein gelassen worden sei.

Beziehung mit Afrika überdenken: Emmanuel Macron © APA/AFP/POOL/CAROLINE BLUMBERG
 

"Die Migrantenankünfte waren zu stark und es hat an Solidarität seitens Europas gefehlt", sagte Emmanuel Macron im Interview mit der von RAI 1 gesenden italienischen Talkshow "Che tempo che fa?" am Sonntagabend.

"Dieselbe Angst vor Migranten gibt es auch in Frankreich. Die Lösung ist, unsere Beziehung zu Afrika zu überdenken. Unsere Schicksale sind eng miteinander verbunden. Wir Europäer müssen eine gemeinsame Stabilisierungspolitik für Afrika entwickeln", so Macron, der vom italienischen Starmoderator Fabio Fazio interviewt wurde.

"Die Angst vor der Offenheit kann dazu führen, sich zu verschließen. Die Antwort darf nicht ein Europa des Nationalismus sein. Kein Land, weder Italien noch Frankreich, kann die eigenen Probleme lösen, indem es sich verschließt", sagte Macron.

"Wir brauchen ein starkes Europa, das die Forderung der Völker nach Identität berücksichtigt. Wir müssen ein Europa aufbauen, das souverän und stärker ist. Jemand verteidigt den Nationalismus, doch ich werde immer diese Personen bekämpfen, denn sie würden uns um Jahre zurückversetzen. Ein souveränes Europa ist ein vereintes Europa in Sachen Verteidigung, Politik, Klima, Ernährung und Digitalisierung", so Macron.

Unstimmigkeiten bewältigt

Der französische Präsident versicherte, dass die Unstimmigkeiten mit Italien, die vor drei Wochen zum Rückruf des französischen Botschafters in Rom geführt hatten, bewältigt seien. Macron kündigte für 2. Mai ein Treffen mit seinem italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella in Paris an. Gemeinsam wollen die beiden Präsidenten die Feierlichkeiten für den 500. Todestag des Renaissance-Genies Leonardo da Vinci eröffnen.

Kommentare (2)

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ichbindermeinung
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4
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beide Länder stellen wenige pos. Asylbescheide aus

Beide Länder Italien und Frankreich stellen im Verhältnis zu den Einwohnern, im Verhältnis zu den Österreichern sehr wenige positive Asylbescheide für die Verfolgten u. Kriegstraumatisierten aus - Das Miniland Österr. nur im Jahre 2017: 3.865 pos.Bescheide auf 1.0 Mio EW(abs. 34.000) . Frankreich - 605 auf 1.0 Mio EW(abs. 40.000) und Italien 580 Bescheide auf 1.0 EW (35.000)

Balrog206
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Naja

Ich glaube die Franzosen haben auch genug Probleme damit , in den Vororten der Städte !